Die Europäische Landschaftskonvention von Florenz definiert die Landschaft als „ ein vom Menschen als solches wahrgenommenes Gebiet, dessen Charakter das Ergebnis des Wirkens und Zusammenwirkens natürlicher und/oder anthropogener Faktoren ist“. Sie festigt damit eine dynamische und evolutive Sichtweise der Landschaft, bei der es nicht darum geht, die Landschaft zu schützen, sondern auch sie zu pflegen und gestalten.

Aus diesem Sichtwinkel wird die Landschaft nicht darauf beschränkt, dass Natur- und Kulturwerte gechützt werden, sondern sie wird als ein vom Menschen gestaltetes und verändertes Umfeld betrachtet. Bei einigen Landschaften steht der Schutz vor der Nutzung (z.B. für die Objekte des Bundesinventars BLN), andere werden hingegen klar als vom Menschen bewohnte Landschaften berücksichtigt, die wichtige Elemente in der Lebensqualität der Bewohner darstellen und welche entsprechend gepflegt und gestaltet werden.

Sicht vom Schwarzsee auf den Breccaschlund
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