Neophyten sind gebietsfremde Pflanzen, die vom Menschen – absichtlich oder unabsichtlich – eingeführt wurden. Die meisten fügen sich harmonisch in unsere Ökosysteme ein. Andere, sogenannte invasive Arten, verbreiten sich rasch und gefährden die Artenvielfalt, die Gesundheit von Mensch und Tier oder auch die Wirtschaft. Das Ausreissen ist nach wie vor eine der wirksamsten Methoden, um ihre Ausbreitung einzudämmen.
Landwirtinnen und Landwirte unternehmen seit langem grosse Anstrengungen, um invasive Neophyten auf ihrem Land zu bekämpfen. Es liegt jedoch im allgemeinen Interesse, dass sich auch andere Eigentümerinnen und Eigentümer grosser Grundstücke dafür einsetzen, die Ausbreitung invasiver gebietsfremder Pflanzen zu verhindern. Da das Ausreissen dieser Pflanzen anstrengend und zeitaufwendig ist, stellen das Amt für Wald und Natur und Grangeneuve die vom Kanton Aargau lancierte Webplattform #zämesammle zur Verfügung. Die Plattform, die auf Französisch «#àl’arrache» heisst, bringt Grundstückeigentümerinnen und -eigentümer mit freiwilligen Helferinnen und Helfern zusammen. Auch der Kanton Bern schliesst sich dieses Jahr dieser Plattform an.
#zämesammle funktioniert ganz einfach: Grundstückseigentümer, deren Flächen von invasiven Neophyten befallen sind, registrieren sich auf #zämesammle – ebenso wie die Freiwilligen, die sich für die Natur engagieren möchten. Über die Plattform können beide Seiten miteinander Kontakt aufnehmen und gemeinsam die praktischen Einzelheiten des Einsatzes vereinbaren. Die Anmeldung ist kostenlos und die freiwilligen Helferinnen und Helfer benötigen keine Vorkenntnisse.
Das 2025 vom Kanton Aargau ins Leben gerufene Projekt beruht auf der Tatsache, dass invasive gebietsfremde Pflanzen mit vereinten Kräften effizienter bekämpft werden können und sich schneller sichtbare Fortschritte erzielen lassen. Es hat auch zum Ziel, die lokale Bevölkerung zu mobilisieren, Hilfsnetzwerke zu stärken und ehrenamtliches Engagement für die Umwelt zu fördern.