Wichtige Ereignisse
Der Umbau der Domaine des Faverges schreitet voran, die Einweihung ist für 2027 geplant. Mit dem Umbau geht eine komplette Neugestaltung des Bewirtschaftungsmodells einher. Dieses sieht vor, dass eine Verwaltungseinheit, die dem Generalsekretariat angegliedert ist, sämtliche Tätigkeiten in den Bereichen Weinbau, Önologie, Vermarktung und Önotourismus unter sich vereint. Diese integrierte Organisation soll für eine bessere Kohärenz zwischen Produktion, Marketing und Verkauf sorgen und den historischen Ort Les Faverges und das Weinbaukulturerbe von Lavaux aufwerten. Gleichzeitig bleiben Synergien mit Grangeneuve ‒ insbesondere in den Bereichen Logistik und Verkauf im Laden ‒ bestehen. Die bestehende Zusammenarbeit, insbesondere mit dem Vully, wird ebenfalls beibehalten.
In seiner Sitzung vom 4. Juli 2025 hat der Staatsrat die Neuausrichtung des Projekts Grange Neuve genehmigt. Die Vorprojektstudie hat gezeigt, dass die Erhaltung des geschützten historischen Gebäudes bei gleichzeitiger Integration der Schulkäserei – deren Bedarf an moderner und angepasster Infrastruktur nicht in Frage gestellt wird – unverhältnismässige Investitionen nach sich ziehen würde, ohne dass die technische Machbarkeit in den vorhandenen Volumen gewährleistet wäre. Diese Feststellungen haben dazu geführt, dass das Mandat der Gewinner des Studienauftragsverfahrens beendet wurde. Zudem muss entsprechend der Ausrichtung für die Fortsetzung des Projekts ein neuer Studienkredit beantragt werden.
Liebefeld Kulturen AG, ein wichtiger Akteur in der Produktion und Vertrieb von Milchsäurebakterien, die für die Herstellung von Schweizer Käse unabdingbar sind, wird sich am Standort Grangeneuve niederlassen und dort im Frühjahr 2028 ein neu errichtetes Gebäude beziehen. Dieser Standortwechsel von Bern nach Freiburg ermöglicht es dem Unternehmen, seine Produktionskapazitäten zu steigern und gleichzeitig die strategische Nähe zu Agroscope zu wahren, das ebenfalls seine Aktivitäten und seinen neuen Sitz in neue Räumlichkeiten in Posieux, direkt neben Grangeneuve, verlegt. Das Projekt wird vom Kanton durch ein Darlehen in Höhe von acht Millionen Franken und der Bereitstellung von Bauland für eine Dauer von 99 Jahren unterstützt.
Zu den kantonalen Projekten, in denen Grangeneuve stark involviert ist, gehört die Umsetzung der landwirtschaftlichen Massnahmen des kantonalen Klimaplans. Dieser Teilbereich zielt darauf ab, Landwirtinnen und Landwirte angesichts der Risiken des Klimawandels zu begleiten, sie über ihre Handlungsoptionen zu informieren und die Einführung angepasster Praktiken zu fördern. Diese Begleitung stützt sich insbesondere auf Fördermittel zur Unterstützung von Projekten in der Praxis im Rahmen des Klimaplans Landwirtschaft. Im Jahr 2025 wurde ausserdem ein besonderer Schwerpunkt auf die Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit für das Engagement der Landwirtschaft für den Klimaschutz gelegt. Zu diesem Zweck wurden vier Themenbereiche durch gezielte Kommunikationsmassnahmen auf zugängliche und dynamischen Weise hervorgehoben:die Cultan-Methode, der Unterdach-Warmluftanzug, Staffelkulturen und Hülsenfrüchte.
Neben diesen spezifischen Projekten stellt Grangeneuve die nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt all seiner Aktivitäten, und zwar durch fünf Ziele in den Bereichen Bildung, Leistungen, Produktion, Infrastruktur und Management. Um die konkreten Massnahmen bei den Mitarbeitenden bekannt zu machen und aufzuzeigen, wurde vom 22. bis zum 26. September 2025 eine Nachhaltigkeitswoche unter dem Motto «Ein Vorgeschmack auf die Zukunft» organisiert.
Im Bereich der Ausbildung war das Schuljahr 2025‒2026 sowohl der Vertiefung des Erlernten als auch der Einführung neuer Initiativen gewidmet. Im Rahmen dieser Vertiefung wurde ein besonderer Schwerpunkt auf die Integration der Nachhaltigkeit in die Unterrichtspraxis gelegt. Es wurde eine spezifische Schulung für das Lehrpersonal eingeführt, die im Laufe des Jahres weiterentwickelt wird. Des Weiteren wird die administrative Verwaltung der Schule nun vollständig über die digitale Plattform IS‑Academia abgewickelt. Nach einer Pilotphase in Grangeneuve im Schuljahr 2024‒2025 wird dieses Tool seit Beginn des Schuljahres 2025‒2026 von allen Berufsschulen im Kanton Freiburg genutzt. Es hat zu einer Harmonisierung zwischen den verschiedenen Fachrichtungen geführt und trotz einiger noch notwendiger Anpassungen sind die Nutzerinnen und Nutzer insgesamt sehr zufrieden mit seiner Integration. Was neue Initiativen angeht, so gab es zu Beginn des Schuljahres 2025‒2026 mehrere Neuerungen, darunter die Organisation eines Einführungstags für alle neuen Schülerinnen und Schüler. Dieser war in drei Teile gegliedert:
- Ein Integrationsmodul, das den Teilnehmenden den Zugang zu den für ihre Ausbildung wesentlichen Informatikplattformen ermöglicht;
- Eine Aktivität zum Thema Nachhaltigkeit, das für Grangeneuve von grosser Bedeutung ist;
- Die Übermittlung berufsspezifischer Informationen.
Darüber hinaus haben mehrere Fachrichtungen mit der Digitalisierung ihrer Ausbildungsgänge begonnen. Dieser Prozess, der sowohl für das Lehrpersonal als auch für die Schülerinnen und Schüler anspruchsvoll ist, soll die Informatikkompetenzen während des gesamten Ausbildungsweg stärken.
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Kennzahlen
Die öffentlich-rechtlichen Kontrollen werden hauptsächlich in zwei Kategorien eingeteilt: Grundkontrollen und risikobasierte Kontrollen. Die beiden Kontrollarten ergänzen sich gegenseitig. Die Grundkontrolle gewährleistet eine allgemeine und statistische Überwachung. Die risikobasierte Kontrolle ermöglicht ein schnelles und präzises Eingreifen in einem bestimmten Bereich. Diese Kontrollen werden gemäss dem in der Verordnung über die Koordination der Kontrollen auf Landwirtschaftsbetrieben (VKKL; SR 910.15) und der Verordnung über den mehrjährigen nationalen Kontrollplan für die Lebensmittelkette und die Gebrauchsgegenstände (MNKPV; SR 817.032) definierten mehrjährigen nationalen Kontrollplan (MNKP) zwischen der Sektion Landwirtschaft von Grangeneuve (federführende Dienststelle), dem Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (LSVW), dem Amt für Umwelt (AfU) und der Freiburgischen Vereinigung der umwelt- und tiergerecht produzierenden Landwirte (FIPO) koordiniert. Dank dieser Koordination können die Betriebe, die einer Grundkontrolle unterzogen werden müssen, den jeweiligen Bereichen zugeteilt werden.