Sanima hat zwei ganz unterschiedliche Aufgaben:
- die Nutztiere entsprechend dem Grundsatz der Gegenseitigkeit und gemäss den Bestimmungen des Gesetzes vom 13. Februar 2003 über die Nutztierversicherung (obligatorische Versicherung) zu versichern;
- die Aufgaben wahrzunehmen, die ihr durch das Ausführungsgesetz vom 22. Mai 1997 zur Bundesgesetzgebung über die Entsorgung tierischer Abfälle übertragen werden.
Im Berichtsjahr kam es in Europa zu mehreren Ausbrüchen hochansteckender Tierseuchen. Zunächst wurden im Frühjahr 2025 Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche in Ungarn und der Slowakei bestätigt. Diese Krankheit, die seit den 1960er-Jahren im Kanton Freiburg ausgerottet ist, wird besonders gefürchtet. Denn es ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die bei betroffenen Tierbeständen zu massiven Leistungseinbussen führt. Dank der strengen Massnahmen konnten diese beiden Staaten den Erreger unter Kontrolle bringen. Anschliessend wurden im benachbarten Frankreich Ausbrüche der Lumpy-Skin-Krankheit (LSD) gemeldet. Die Krankheit brach zunächst in den Departementen Savoie und Haute-Savoie aus, bevor sie sich auf weitere Departemente sowie auf Spanien ausbreitete. LSD wird durch Insekten übertragen und erfordert umfassende Bekämpfungsmassnahmen. Sanima beobachtet die Situation gemeinsam mit ihren Partnern sehr aufmerksam. In der Schweiz wurden mehrere Fälle von Vogelgrippe bei Wildvögeln nachgewiesen.
Das nationale Bekämpfungsprogramm der Moderhinke läuft weiter und ist nun in seine zweite Untersuchungsperiode eingetreten. Das Vorhandensein von Erregern konnte bei Freiburger Schafen bereits deutlich reduziert werden. Ziel ist es, den Anteil positiver Schafhaltungen durch weitere Anstrengungen auf unter ein Prozent zu senken. Zugleich wird das Programm zur Ausrottung der Bovinen Virus-Diarrhoe (BVD) fortgesetzt. Das System mit den Ampelfarben rot, orange oder grün wurde von den Rinderhalterinnen und -haltern gut angenommen. Die gemeinsamen Anstrengungen der Betriebe und der Freiburger Behörden, insbesondere des LSVW, haben zu hervorragenden Ergebnissen in Sachen Risikominderung geführt. Was die Sammelstellen für tierische Abfälle betrifft, so wurde aus Kostengründen beschlossen, die Sammelstelle in Kerzers zu schliessen. Die anderen Sammelstellen sind das ganze Jahr über in Betrieb.