Mitgliedsgemeinden und Statutenentwurf
Zweiundzwanzig Gemeinden haben ihren Willen bekundet, der neuen Kulturregion beizutreten: Avry, Belfaux, Bois‑d’Amont, Corminboeuf, Düdingen, Ferpicloz, Freiburg, Gibloux, Givisiez, Granges‑Paccot, Grolley‑Ponthaux, Hauterive, La Brillaz, La Sonnaz, Marly, Matran, Neyruz, Pierrafortscha, Prez, Treyvaux, Villars‑sur‑Glâne und Villarsel‑sur‑Marly.
Alle Mitgliedsgemeinden leisten einen jährlichen Grundbeitrag von 5 Franken pro Einwohnerin bzw. Einwohner. Zusätzlich können sie thematische Module wählen – Förderung kultureller Aktivitäten (zwei Unterstützungsstufen) sowie Unterstützung kultureller Infrastrukturen. Mit diesen Zusatzmodulen erhöht sich der Gemeindebeitrag; gleichzeitig erhalten die Bevölkerung und die auf dem Gemeindegebiet wohnhaften Kulturakteurinnen oder Kulturakteuren Zugang zu erweiterten Leistungen.
Das modulare System ermöglicht es, die von der Agglomeration und von Coriolis Infrastructures aufgebauten kulturpolitischen Errungenschaften zu bewahren und zugleich neu interessierten Gemeinden einen schrittweisen Einstieg in die regionale Kulturförderung zu erleichtern.
Eine gute Nachricht für die Kultur allgemein und die Regionalkultur im Besonderen
Die einstimmige Unterstützung der zweiundzwanzig Gemeinden stellt einen wichtigen Schritt für die regionale Kulturentwicklung dar. Vorbehältlich der Genehmigung der Statuten durch die kommunalen Legislativen ermöglicht sie die Schaffung einer Struktur, die nicht nur die bisher von der Agglomeration und Coriolis Infrastructures gewährte Kulturförderung weiterführen, sondern diese auch auf neue Anspruchsgruppen ausdehnen kann.
Dies ist einerseits auf die zehn Gemeinden zurückzuführen, die bereits heute Beiträge leisten und ihre Unterstützung beibehalten oder gar verstärken möchten; andererseits auch auf den Beitritt von zwölf weiteren Gemeinden, die neu zur regionalen Kulturförderung beitragen werden. Dadurch erhöhen sich sowohl die verfügbaren Mittel als auch der Kreis der potenziellen Begünstigten.
Kontext
Das Auslaufen der Agglomeration Freiburg in ihrer heutigen Form sowie das bevorstehende Inkrafttreten des Gesetzes über die Förderung kultureller Aktivitäten (FKAG/LEAC) machen eine Neugestaltung der regionalen Kultur-Governance notwendig. In Fortführung der 2023 von der Stadt Freiburg, der Agglomeration und Coriolis Infrastructures eingeleiteten Arbeiten wurde im Mai 2025 ein Entwurf der Statuten einer neuen Kulturregion – in Form eines Gemeindeverbands – den Gemeinden zur Konsultation unterbreitet. Auf Grundlage der Rückmeldungen aus diesem Verfahren wurde eine definitive Fassung ausgearbeitet und am 29. Januar 2026 von den beteiligten Gemeinden verabschiedet.
Weiteres Vorgehen
In den kommenden Tagen wird im Rahmen eines Wettbewerbs ein Name für den neuen Gemeindeverband bestimmt. Anschliessend werden die zweiundzwanzig am Prozess beteiligten Gemeinden die verabschiedeten Statuten bis zum 12. Juni 2026 entweder ihrer Gemeindeversammlung oder ihrem Generalrat vorlegen. Damit der Gemeindeverband gegründet werden kann, muss in jeder Gemeinde das zuständige Organ zustimmen.