19. landwirtschaftlicher Innovationspreis: Die fünf Finalisten sind bekannt
Der Preis für landwirtschaftliche Innovation zeichnet alle zwei Jahre die innovativsten Projekte in den Bereichen Landwirtschaft und Lebensmittel aus. Für diese 19. Ausgabe hat die Jury unter dem Vorsitz von Staatsrat Didier Castella fünf Finalisten ausgewählt. Entdecken Sie die fünf Projekte im Detail und geben Sie Ihrem Lieblingsprojekt eine Stimme. Die Bekanntgabe der Gewinnerinnen und Gewinner sowie die Preisverleihung finden am 16. September 2026 statt.
Veröffentlicht am 04. Mai 2026 - 14h22
Der Preis wird in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Freiburger Raiffeisenbanken (für den deutsch- und den französischsprachigen Kantonsteil) durchgeführt. Dabei werden 30 000 Franken, davon 5000 Franken für den Publikumspreis, unter den verschiedenen Gewinnerprojekten aufgeteilt.
Entdecken Sie die fünf Finalisten:
1/ Elektrische Blackengabel
Projekt: Die elektrische Blackengabel ist eine Lösung zur chemiefreien Unkrautbekämpfung, die sich für den ökologischen Landbau sowie für sensible Bereiche und Randstreifen eignet.
Ziel: Wirksame Alternative zu chemischen Behandlungen, die den gesetzlichen Auflagen und der Resistenz von Unkräutern gerecht wird, die Arbeitsbelastung verringert und gleichzeitig eine nachhaltigere und effiziente Landwirtschaft fördert.
2/ 100% Schweizer Käsemarken auf Molkebasis
Projekt: Eine vom Adolphe-Merkle-Institut und der Interprofession du Gruyère (IPG) gemeinsam entwickelte Innovation, die die importierten Käsemarken durch einheimische ersetzt. Diese werden auf Basis von Molke hergestellt, die bei der Herstellung von Gruyère anfällt.
Ziel: Sicherung der Käsemarkenproduktion in der Schweiz, Verbesserung der Rückverfolgbarkeit und der Fälschungssicherheit sowie die Verwertung eines Nebenprodukts der Milchindustrie im Sinne der Kreislaufwirtschaft.
3/ PHAGRI+: Viren im Kampf gegen Bakterien
Projekt: Biologische Lösung zur Bekämpfung bakterieller Pflanzenkrankheiten, insbesondere der Erreger, die für die «Schwarzbeinigkeit» bei Kartoffeln verantwortlich sind. Der Ansatz dieses Projekts basiert auf der Verwendung von Bakteriophagen (auch Phagen genannt): Das sind Viren, die bereits in der Natur vorkommen und in der Lage sind, diese Bakterien gezielt anzugreifen und zu eliminieren.
Ziel: Verbesserung der landwirtschaftlichen Erträge bei gleichzeitiger Erhaltung der Ökosysteme durch eine gezielte und nachhaltige Lösung.
4/ Wheydrogen: Von Milchabfällen zu Bio-Wasserstoff
Projekt: eine innovative Lösung, die ein Nebenprodukt der Milchindustrie in erneuerbare Energie umwandelt. Molke, die bei der Käseherstellung anfällt und im Kanton Freiburg in grossen Mengen vorliegt, lässt sich derzeit nur schwer verwerten. Das Projekt erforscht die Umwandlung von Molkenpermeat in grünen Wasserstoff.
Ziel: Umwandlung eines landwirtschaftlichen Nebenproduktes in lokale Energie, Verringerung der mit seiner Aufbereitung verbundenen Umweltbelastung und Stärkung der Energieautarkie der Milchwirtschaft. Dieser Ansatz folgt dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft, indem er einem reichlich vorhandenen Nebenprodukt einen neuen Wert verleiht und erneuerbare Energie erzeugt, die direkt vor Ort genutzt werden kann.
5/ Drohnenüberwachung: Eine schnelle und gezielte technologische Methode zum Schutz von Bestäubern, der Artenvielfalt und der Landwirtschaft
Projekt: Die Asiatische Hornisse bedroht Bestäuber und beeinträchtigt die Ernten. Die derzeitigen Methoden zur Ortung von Nestern sind langsam und wenig effizient, insbesondere in der Höhe oder bei dichter Vegetation. Die Lösung kombiniert Drohnen mit Telemetrietechnologie, um die Hornissen präzise zu verfolgen.
Ziel: Das Projekt schützt die Bienen vor den Asiatischen Hornissen durch die Kombination von Luftmobilität und Spitzentechnologie. Die Betriebe profitieren von einem strategischen Instrument zur Erhaltung der Biodiversität und der Ernten und führen gleichzeitig einen neuartigen technologischen Ansatz ein.
Publikumspreis
Der Publikumspreis in der Höhe von 5000 Franken wird ebenfalls am 16. September übergeben. Ab Juni kann auf der Webseite abgestimmt werden
Herausgegeben von Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft
Letzte Änderung: 04.05.2026 - 19h00