Der neue Massnahmenplan Senior+ 2026–2030, der im vergangenen Mai vom Staatsrat verabschiedet wurde, ist ein wichtiger Pfeiler der kantonalen Politik zugunsten älterer Menschen. Er sieht Massnahmen in den Bereichen Arbeit, persönliche Entwicklung, Vereins- und Gemeinschaftsleben, Infrastruktur, Wohnsituation und Dienstleistungen sowie Pflege und soziale Begleitung geschwächter Personen vor. Einige Massnahmen betreffen mehrere Bereiche und finden sich in einem sechsten bereichsübergreifenden Bereich wieder.
Neben den Personalkosten sieht der Plan einen Gesamtbetrag von 5,088 Millionen Franken vor bzw. rund 695 000 Franken mehr als im vorherigen Massnahmenplan. 100 000 Franken werden für generationenübergreifende Projekte bereitgestellt.
Neue Ausschreibung für generationenübergreifende Projekte
An einer Pressekonferenz in den Räumlichkeiten der Bibliothek MEMO der Stadt Freiburg wurden zwei generationenübergreifende Projekte vorgestellt.
Im Rahmen des ersten Projekts, das 2024 von der Stadt Freiburg eingereicht wurde, fanden in der zweisprachigen Bibliothek und Ludothek MEMO der Stadt Freiburg sogenannte Cafés-récits statt. Unter der Leitung von Hélène Cassignol, Autorin von Lebensgeschichten, tauschten die Anwesenden mündlich Erfahrungen, Anekdoten und Auszüge aus ihren Lebensgeschichten aus. Das Hauptziel bestand darin, Interaktionen zu fördern, Lebenserfahrungen zu würdigen und soziale Bindungen zu schaffen, um das Leben in der Gemeinschaft zu stärken.
Das zweite vorgestellte Projekt trägt den Titel «Generationen am Herd». Es handelt sich um ein gemeinschaftliches, generationsübergreifendes und interkulturelles Projekt, das vom Verein COOLINARIK getragen wird. Es bringt Menschen verschiedener Generationen und unterschiedlicher Herkunft zusammen , um gemeinsam zu kochen und zu essen. Durch das gemeinsame Zubereiten und Essen tauschen die Teilnehmenden ihr Wissen, ihre Rezepte und ihre kulinarischen Traditionen aus. Die Küche wird auf diese Weise zu einem Ort der Begegnung, des Wissensaustauschs und des Dialogs, an dem alle ihr Know-how einbringen und das der anderen Teilnehmenden entdecken können.
Von 14 im Juni 2025 eingereichten Projekten wurden acht Projekte von einer Jury ausgewählt, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Kinder- und Jugendbereichs, des Staats Freiburg und der Gemeinden sowie Seniorinnen und Senioren zusammensetzte. Seit der Lancierung dieser Unterstützung im November 2018 hat der Staat Freiburg im Rahmen von Senior+ Projekte zur Förderung der Solidarität und des Austauschs unter den Generationen unterstützt.
Es wurde erneut ein Projektaufruf lanciert. Interessierte können ihr Dossier bis zum 13. November 2026 beim Sozialvorsorgeamt einreichen. Das Verfahren, das Formular für das Unterstützungsgesuch sowie die Kriterien für die Einreichung eines Dossiers stehen auf dem Internetportal des Kantons Freiburg zur Verfügung.