Am Mittwoch, 16. September 2026, versammelten sich mehr als 70 Personen im Ausbildungs- und Integrationshaus der Caritas Schweiz in Matran zur 7. Ausgabe der Konferenz für unbegleitete Minderjährige im Kanton Freiburg. Die diesjährige Ausgabe legte einen besonderen Fokus auf die psychische Gesundheit dieser Jugendlichen.
Dr. Sydney Gaultier hielt den Teilnehmenden einen spannenden und praxisorientierten Vortrag über die Förderung der psychischen Gesundheit von unbegleiteten Minderjährigen und jungen Erwachsenen. Getreu der Tradition dieser Veranstaltung nahmen die versammelten Fachpersonen anschliessend an interaktiven Workshops teil. In diesen sollten konkrete Wege aufgezeigt werden, wie die Praktiken weiterentwickelt und dadurch die positiven Auswirkungen der Betreuung auf die psychische Gesundheit dieser Jugendlichen gestärkt werden können.
Das Programm Envole-moi betreut heute mehr als 330 Jugendliche. Was diese Zahl nicht zeigt: 42 % von ihnen befinden sich derzeit in Ausbildung oder sind berufstätig, 53 % nehmen an Integrationsmassnahmen oder Vorbereitungskursen teil, insbesondere um Grundkenntnisse in Französisch oder Deutsch zu erlangen, während sich 10 % in einer deutlich schwierigeren Lage befinden.
Für diese Personen wurde ein spezielles Konzept umgesetzt, das auf einem mobilen Betreuungsteam und der Verstärkung eines speziellen Teams bei ORS basiert; ORS ist im Auftrag des Staates Freiburg für die Aufnahme und Integration von Personen aus dem Asylbereich zuständig.
Jean-Claude Simonet, Vorsteher des Kantonalen Sozialamts, stand der Taskforce Envole-moi seit ihrer Gründung im Jahr 2016 vor. In den vergangenen zehn Jahren unterstützte er das Programm dabei, die Krise von 2015–2016 und anschliessend den Ukraine-Krieg zu meistern, und ermöglichte dadurch mehr als 500 jungen Menschen eine nachhaltige Begleitung auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Getragen von einem engagierten Netzwerk erfindet sich das Programm Envole-moi ständig neu und passt sich den vielfältigen Bedürfnissen dieser Jugendlichen an, damit auch sie ihren eigenen Weg gehen können.