Trennung eines unverheirateten Paares: sämtliche Etappen auf einen Blick
Die Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) veröffentlicht die Broschüre: «Unverheiratete Paare: die Etappen der Trennung», weil bei ihren Dienststellen immer wieder zahlreiche Fragen eingehen. Sie ist sowohl ein präventives Instrument, das es erlaubt, mehr über die Auswirkungen einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft zu erfahren, als auch eine konkrete Hilfe für die Betroffenen.
Veröffentlicht am 16. September 2026 - 11h00
Relevante Informationen finden, wenn man eine Trennung in Betracht zieht
Diese Broschüre wurde aufgrund einer konkreten Feststellung erarbeitet: Die Anlaufstelle für soziale Information und Orientierung Freiburg für alle (FfA) und das Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen (GFB) sind immer wieder mit Fragen im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung konfrontiert. Die Betroffenen finden sich in diesen komplexen Prozess kaum zurecht.
Fünf Jahre nach der Veröffentlichung eines ersten Faktenblatts für verheiratete Paare richtet sich dieses neue Hilfsmittel an unverheiratete Paare mit oder ohne Kinder. Besonderes Augenmerk wurde auf das Wohl des Kindes gelegt, die Ratschläge richten sich direkt an die Eltern.
Da unverheiratete Paare keinen tatsächlichen Rechtsstatus besitzen, gelten bestimmte gesetzliche Schutzmechanismen für sie nicht. Die Broschüre «Unverheiratete Paare: die Etappen der Trennung» erläutert die spezifischen Besonderheiten dieser Lebensform und hilft so dabei, die familiären, sozialen, finanziellen und versicherungsrechtlichen Auswirkungen im Falle einer Trennung besser einzuschätzen. Sie bietet einen Überblick über den einzuschlagenden Weg, einschliesslich der unvermeidlichen Schritte bei einer Trennung, der notwendigen behördlichen Formalitäten, der verfügbaren Unterstützungsangebote sowie der juristischen Orientierungspunkte. Mithilfe der Broschüre, die an einen U-Bahn-Plan erinnert, soll sich die Bevölkerung bei Trennung oder Scheidung zurechtfinden können, bei Bedarf mit Unterstützung von Fachpersonen der Paarbegleitung.
Dieses Dokument ist das Ergebnis einer amtsübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem GFB und FfA, basiert aber auch auf einem breit angelegten Partizipationsprozess: Es wurde auf der Grundlage von Interviews mit rund fünfzig Instanzen aus dem juristischen, sozialen und administrativen Bereich erstellt. Es ist auf Deutsch und Französisch direkt auf der Website des Staates verfügbar. Die Broschüre kann per E-Mail unter folgenden Adressen bestellt werden: bef@fr.ch oder Fribourgpourtous@fr.ch. Eine gedruckte Version kann auch direkt bei der sozialen Anlaufstelle von Freiburg für alle bezogen werden.
Mit dieser Broschüre möchte die GSD die Bevölkerung besser informieren und gleichzeitig die Prävention fördern und die Armutsrisiken bekämpfen. Tatsächlich zeigen die Ergebnisse des Berichts über die soziale Situation und die Armut im Kanton Freiburg deutlich, dass eine Scheidung oder Trennung einen besonders kritischen Moment im Leben darstellt, in dem sich die Betroffenen mit Armut konfrontiert sehen. Die Armutsquote bei Alleinerziehenden liegt bei 12,75 %. Ausserdem machen Alleinerziehende 18,9 % der Sozialhilfefälle aus, während ihr Anteil in der Allgemeinbevölkerung 5,4 % beträgt.
Dokumente
Herausgegeben von Direktion für Gesundheit und Soziales
Letzte Änderung: 16.09.2026 - 19h00