Die Hotline 142 richtet sich an Opfer körperlicher, psychischer oder sexueller Gewalt sowie an Angehörige oder Zeugen, die Unterstützung oder Beratung suchen. Staatsrätin Florence Nater (NE) und Staatsrat Philippe Demierre (FR) haben die offizielle Lancierung der von den Westschweizer Kantonen (FR, NE, JU, GE, VS, VD) betriebenen Nummer für den 1. Mai 2026 angekündigt.
«Die Einführung der Nummer 142 erfolgt vor dem besorgniserregenden Hintergrund zunehmender häuslicher Gewalt», erklärt Florence Nater, Staatsrätin und Leiterin des Département de l'économie et de la cohésion sociale (DECS) des Kantons Neuenburg.
Unter dieser Telefonnummer erhalten Betroffene rund um die Uhr eine vertrauliche Beratung und professionelle Begleitung sowie eine rasche Weitervermittlung an geeignete Hilfsangebote in den jeweiligen Kantonen – und das kostenlos. Die Schweizer Einheitsnummer 142 leitet Anrufe an Fachpersonen weiter, die darauf geschult sind, entsprechend den Besonderheiten des jeweiligen Kantons, aus dem der Anruf stammt, zu reagieren.
Die Umsetzung dieses wirksamen Ansatzes erforderte eine intensive Koordination der Kantone, damit eine durchgängige und einheitliche Verfügbarkeit des Angebots gewährleistet werden konnte. Die Westschweizer Kantone haben sich deshalb für eine gemeinsame Umsetzung entschieden und verknüpfen bestehende kantonale Strukturen mit der neuen interkantonalen Hotline:
- Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr: Anrufbearbeitung durch die kantonalen Opferhilfestellen
- ausserhalb dieser Zeiten (18 bis 8 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen): Anrufbearbeitung durch die interkantonale Hotline
Aufgrund seiner anerkannten Fachkompetenz im Umgang mit Gewaltsituationen, seiner über 40-jährigen Erfahrung in der Betreuung von Opfern sowie seines Angebots mit Hotline, Opferhilfestelle und Notunterkunft haben die Westschweizer Kantone den Betrieb der 142 dem Freiburger Verein «Frauenhaus freiburg» übertragen.
Staatsrat Philippe Demierre, Direktor für Gesundheit und Soziales des Kantons Freiburg, erklärt: «Den Kantonen liegt sehr viel daran, dass dieses neue Angebot allen Gewaltopfern echte Unterstützung bietet und als neue Anlaufstelle Opfern häuslicher Gewalt hilft, aus dieser Situation herauszufinden und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.»
Die Staatsrätinnen und Staatsräte der betroffenen Kantone loben die erfolgreiche interkantonale Koordination zur Schaffung dieses einheitlichen Dispositivs für unsere Region.