Am 31. März 2026 genehmigte der Staatsrat den Aktionsplan «I mache mit» 2027–2031. Mit diesem dritten Teil der Umsetzung der kantonalen Strategie im Bereich Kinder- und Jugendpolitik bekräftigt er den Willen des Kantons Freiburg, weiterhin eine kohärente und koordinierte Politik zugunsten von Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 25 Jahren zu verfolgen.
Bestandsaufnahme und kantonale Jugendsession
Der Aktionsplan sieht eine Evaluation der aktuellen Strategie, eine Bestandsaufnahme im Kinder- und Jugendbereich im Kanton sowie Vorbereitungsarbeiten für die Strategie bis 2045 vor. Diese Arbeiten werden es ermöglichen, die künftige Strategie auf einer aktuellen Analyse der Bedürfnisse und Lebensrealitäten der Freiburger Kinder und Jugendlichen zu gründen.
Schliesslich wird auf die auf kantonaler Ebene geäusserten Erwartungen, namentlich in der Motion 2022-GC-216, hinsichtlich einer dauerhaften Unterstützung für die Organisation der kantonalen Jugendsession ab 2027 eingegangen.
Strukturierte und bereichsübergreifende Massnahmen gegen aktuelle Herausforderungen
Auf der Grundlage der Arbeiten der kantonalen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (JuK) und der Empfehlungen aus der kantonalen Tagung von 2024 über Jugendliche in komplexen Lebenslagen sowie in Zusammenarbeit mit verschiedenen institutionellen Partnern wurden sieben Schwerpunktthemen und -aufgaben für den Zeitraum 2027–2031 festgelegt. Der Aktionsplan zeugt von der Umsetzung der Prioritäten des Staates durch seine Politik; er konzentriert sich dabei auf die Koordinierung, die Partizipation von Kindern und Jugendlichen sowie die Förderung und Umsetzung ihrer Rechte.
Die Massnahmen des Aktionsplans «I mache mit» 2027–2031 werden
- einerseits von der Fachstelle für Kinder- und Jugendförderung (FKJF) getragen, die sich insbesondere mit der Koordination und der bereichsübergreifenden Unterstützung, der Partizipation sowie der Förderung der Rechte von Kindern und Jugendlichen befasst;
- andererseits von weiteren Dienststellen des Staates im Rahmen diverser kantonaler Strategien zur Umsetzung der Massnahmen und zur Zielerreichung im Bereich der Kinder und Jugendpolitik.
Dieser Ansatz verdeutlicht den bereichsübergreifenden Charakter der kantonalen Kinder- und Jugendpolitik, die eine enge Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Direktionen erfordert. Er berücksichtigt die Erkenntnisse aus dem Zeitraum 2023–2026 und zielt darauf ab, die Verständlichkeit und den Mehrwert des Aktionsplans als Instrument der Koordination und strategischen Ausrichtung zu erhöhen. Dabei werden Doppelspurigkeiten mit Politikbereichen vermieden, die bereits über eigene Steuerungsinstrumente verfügen.
Schritt in Richtung Strategie 2045
Der Aktionsplan «I mache mit» 2027–2031 ist ein Umsetzungsinstrument, gibt aber auch den Rahmen für den Übergang vor. So bereitet er die Erneuerung der kantonalen Strategie im Bereich der Kinder- und Jugendpolitik vor, mit dem Ziel, das öffentliche Handeln an die gesellschaftlichen Entwicklungen und die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen des Kantons Freiburg anzupassen.