Die Selbstkontrolle ist einer der wichtigsten Grundsätze des schweizerischen Lebensmittelgesetzes und gilt für alle, die Lebensmittel, Zusatzstoffe oder Gebrauchsgegenstände herstellen, behandeln, abgeben, einführen oder ausführen.

Die Trinkwasserverteiler sind verantwortlich für die Beherrschung der Behandlung sowie der Verteilung des Trinkwassers. Sie müssen in der Lage sein, anlässlich der durch die Vollzugsbehörden durchgeführten Kontrollen, den entsprechenden Nachweis (schriftlich) zu erbringen. Ausserdem müssen sie die Konsumenten regelmässig über die Qualität des gelieferten Wassers informieren. Die hierbei in Betracht gezogenen Beurteilungskriterien sind die mikrobiologischen, physikalischen und chemischen Messgrössen des verteilten Wassers. Diese Kriterien entsprechen zu einem grossen Teil ebenfalls der Gesetzgebung der umliegenden Länder und beruhen auf den internationalen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation. Die Informationspflicht enthält folgende Punkte:

  • eine allgemeine Information über die chemische und mikrobiologische Qualität des verteilten Trinkwassers. Wenn Qualitätsprobleme aufgetreten sind, müssen diese und die getroffenen Massnahmen aufgeführt werden;
  • Gesamthärte in französischen Härtegraden;
  • Nitratgehalt;
  • Herkunft des Wassers (Quellwasser, Grundwasser, aufbereitetes Seewasser, usw.);
  • Behandlung;
  • Genaue Adresse für weitere Auskünfte.

Die Kontrollorgane überprüfen die Einhaltung dieser Informationspflicht seitens der Trinkwasserverteiler. Die Nichteinhaltung dieser Pflicht hat eine Beanstandung zur Folge; zudem spricht das Kontrollorgan die in der Lebensmittelgesetzgebung vorgesehenen Massnahmen aus.
 

Annahme von Trinkwasserproben

    >  Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag: 08.00 - 11.30 Uhr