Alle Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Freiburg sollen trotz der Krise und ihrer wirtschaftlichen Folgen in Würde leben können

8. Mai 2020 -08h44

Die Gesundheitskrise trifft jene besonders hart, die sich schon vor der Pandemie in einer prekären Lage befanden. Personen und Familien in wirtschaftlich-sozialen Schwierigkeiten sollten nicht zögern, sich beim Sozialdienst ihrer Gemeinde oder Region zu melden. Sie können sich auch an Notaufnahmeeinrichtungen wenden. Das soziale Auffangnetz des Kantons darf niemanden fallen lassen.

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Die Pandemie hat auf viele Freiburgerinnen und Freiburger starke wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen. Besonders betroffen sind Familien und Personen, deren Situation schon vor der Gesundheitskrise prekär war. Der Staat Freiburg hat deshalb rasch reagiert: Es wurden diverse Hilfen verstärkt oder ins Leben gerufen, mit denen Unternehmen und Personen, die von den aussergewöhnlichen Umständen betroffen sind, unterstützt werden: Kurzarbeit (KA), Erwerbsausfallentschädigungen (EO) und auch ein Unterstützungsfonds für die Wirtschaft. Die Standortbestimmung nach den ersten Wochen zeigt eine gewisse wirtschaftlich-soziale Stabilisierung und bestätigt die Zweckmässigkeit von KA und EO.

Trotz der ergriffenen Massnahmen befinden sich einige Familien und Einzelpersonen weiterhin in einer schwierigen finanziellen Lage. Aus diesem Grund weisen das Kantonale Sozialamt sowie die kommunalen und regionalen Sozialdienste auf Folgendes hin:

  • Ein Teil der Bevölkerung steht heute mit weniger als dem Sozialhilfe-Minimum da.
  • Die Indikatoren zeigen, dass die Zahl der Familien und Einzelpersonen in prekären Verhältnissen in den kommenden Wochen rasch anzusteigen droht.
  • Einige Familien und Personen, die von der Krise betroffen sind, verfügen nicht über die nötigen Informationen oder den Antrieb, sich beim Sozialdienst zu melden.

Für den Staat Freiburg und die Freiburger Gemeinden ist es von entscheidender Bedeutung, dass niemand vergessen geht und trotz der Krise und ihrer wirtschaftlichen Folge alle ihr Leben in Würde weiterführen können. Das kantonale Führungsorgan (KFO) empfiehlt deshalb allen Personen in Schwierigkeiten, nicht zuzuwarten und eine ihren Bedürfnissen entsprechende Unterstützung zu beantragen.

  • Für finanzielle Unterstützung und Beratung können sich Betroffene an den Sozialdienst ihrer Gemeinde oder Region wenden. Der Sozialdienst berät sie und prüft die jeweilige Situation, um Hilfeleistungen einzurichten, die je nach Entwicklung der Situation in Form von Nothilfe und/oder als regelmässige Hilfe ausgerichtet werden.
  • Für Sozialberatung und punktuelle materielle Hilfe können sich Betroffene an die Freiburger Notaufnahmeeinrichtungen wenden, die verschiedene Leistungen anbieten (z. B. Fri-Santé, SOS futures mamans, Le Tremplin, Banc public, Frauenhaus Freiburg, Caritas Freiburg, La Tuile und das Freiburgische Rote Kreuz).

Der Bereitschaftsdienst von «Freiburg für alle» weist Betroffene gerne an eine ihren Bedürfnissen entsprechende Einrichtung weiter. Bleibt zu erwähnen, dass sich alle oben genannten Akteure des Sozialbereichs rasch neu organisiert haben, um ihre Tätigkeit trotz der Krise unter strikter Einhaltung der geltenden Vorschriften des Bundes weiterführen zu können.