Der Auftrag des SoA besteht in der Umsetzung der Sonderpädagogik im Kanton Freiburg in enger Zusammenarbeit mit allen Partnern der Schule, insbesondere mit den beiden Ämtern der obligatorischen Schule, dem DoA und dem SEnOF, sowie den sonderpädagogischen Einrichtungen. Weitere wichtige Aufgaben prägten das Jahr 2025, wie die Weiterentwicklung des kantonalen IFI-Zentrums für Kinder mit frühkindlichem Autismus , die Finanzierung von technischen Hilfsmitteln (THM) für Schülerinnen und Schüler mit spezifischen Lernstörungen oder die Entwicklung der Prävention in der Logopädie.
Wichtige Ereignisse
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Vor zwei Jahren wurde das Zentrum für intensive Frühintervention (IFI-Zentrum) für Kinder im Alter von 24 bis 54 Monaten mit einer Autismus-Spektrum-Störung eröffnet. Fünf Kinder wurden im August 2023 in die Betreuung aufgenommen. Nach zwei Jahren Betreuung wurden sie im August 2025 entweder in die obligatorische Schule (Regelschule) oder in eine sonderpädagogische Einrichtung eingeschult. Um die Lehrpersonen der Schulen, die sie aufgenommen haben, vorzubereiten, hat eine zweisprachige Arbeitsgruppe, bestehend aus Fachpersonen des IFI-Zentrums, von Autismus Freiburg und des SoA sowie aus zwei Primarschuldirektionen, ein Konzept für sie erarbeitet, das die Orientierungsverfahren je nach Art der Schule (Regelschule oder Sonderschule) detailliert beschreibt und den Schulen spezifische Instrumente zur Verfügung stellt. Ein Rückblick auf die ersten beiden Jahre der Tätigkeit des Zentrums wird erstellt und den Medien Anfang 2026 vorgestellt.
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Für Schülerinnen und Schüler mit einer frühkindlichen Lernstörung (mit behinderungsbedingten Erschwernissen) werden die THM seit dem 1. Juli 2024 vom Kanton finanziert. Zur Erinnerung: Bis zu diesem Zeitpunkt wurden diese Mittel von der kantonalen IV-Stelle (IVSt) finanziert. Im Jahr 2025 bestätigte sich die hohe Anzahl an Gesuchen, die bei der Überprüfung im Juli 2024 geschätzt worden war. So wurden im Jahr 2025 vom Kanton 344 technische Hilfsmittel an Schülerinnen und Schüler der obligatorischen Schule ausgeliehen (338 neue und 6 Verlängerungen von zuvor von der IV ausgeliehenen Hilfsmitteln).
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Die Entwicklung der Prävention in der Logopädie in zwei Kindertagesstätten der Stadt Freiburg in enger Zusammenarbeit mit der zuständigen Stelle der Gemeinde ist das Ergebnis eines Projekts, das in einer Kindertagesstätte im Glanebezirk entwickelt wurde. Dies ermöglicht die Umsetzung der Sekundärprävention durch die Intervention einer Logopädin im frühen Kindesalter, um schwerwiegendere Störungen in der Entwicklung des Kindes zu verhindern. Diese Entwicklung wird 2026 fortgesetzt.
Kennzahlen
Das ist die Anzahl Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2025/26 mit einer VM in den 10 Freiburger sonderpädagogischen Einrichtungen, verteilt in 166 Klassen. Das sind 72 Schülerinnen und Schüler mehr als im letzten Schuljahr. Im Schuljahr 2015/16 waren es 884 (+28%).
Dies sind die Leistungsstunden der heilpädagogischen Früherziehung (HFE), die im Jahr 2025 für die rund 600 Vorschulkinder erbracht wurden, die vom Früherziehungsdienst (FED) betreut werden. Dieses Angebot richtet sich an Kinder mit einer gefährdeten, auffälligen oder verzögerten Entwicklung oder einer Behinderung.
Dies ist die Anzahl Schülerinnen und Schüler mit einer VM, die im Schuljahr 2025/26 in der öffentlichen Regelschule unterrichtet werden. Das sind 21 mehr als im vorigen Schuljahr. Im Schuljahr 2015/16 waren es 590 (+91%).
Ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit einer VM aller Freiburger Schülerinnen und Schüler in der obligatorischen Regelschule im Schuljahr 2025/26. Im Schuljahr 2015/16 waren es 3,72%.
Im Jahr 2025 wurden vom Kanton 344 technische Hilfsmittel an Schülerinnen und Schüler der obligatorischen Schule ausgeliehen.