« L’important dans la vie, c’est d’avoir des racines et des ailes. Il faut savoir d’où l’on vient, de quelle culture on est issu, pour prendre son envol et devenir soi-même ».
Patrick de Carolis
Wichtige Ereignisse
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Das Projekt DAOS, das die Finanzierung und Verwaltung der digitalen Ausstattung der Schulen der obligatorischen Stufe durch den Kanton vorsieht, wurde am 23. Mai 2025 vom Grossen Rat verabschiedet. Aufgrund der PAFE-Massnahmen wird die Umsetzung dieses Projekts jedoch erst im Jahr 2029 beginnen.
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Förderung des Sprachenlernens: Es wurden Empfehlungen in Form von Hinweisen zur Förderung des Sprachenlernens (Immersionsunterricht) ausgearbeitet. Darin werden die verschiedenen möglichen Formen des Immersionsunterrichts beschrieben und gleichzeitig wird den Schulen gezeigt, wie sie diese umsetzen können. Zur Erinnerung: Bei diesen verschiedenen Unterrichtsformen geht es um Austauschaktivitäten und Immersionsunterricht.
Die Lehrpersonen können Aktivitäten oder Unterrichtssequenzen in der Partnersprache durchführen. Diese Sequenzen dienen für das fachspezifische Lernen unter Verwendung der Partnersprache und sind für die Schülerinnen und Schüler verpflichtend. Wird ein Fach das ganze Jahr über während 20 % bis 50 % der Unterrichtszeit in der Partnersprache unterrichtet, spricht man von zweisprachigem Unterricht oder von einer zweisprachigen Klasse im Sinne von Artikel 26 SchR. Eine zweisprachige Klasse kann sich wie folgt zusammensetzen: aus zweisprachigen Schülerinnen und Schülern, die aus den beiden Sprachgemeinschaften stammen und in einem zweisprachigen Umfeld aufgewachsen sind; aus einsprachigen Schülerinnen und Schülern, die je zur Hälfte aus den beiden Sprachgemeinschaften stammen; aus mehrheitlich oder ausschliesslich einsprachigen Schülerinnen und Schülern. In Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg hat die BKAD zu Beginn des Schuljahres 2021/22 zwei zweisprachige Klassen 1H/2H an der französisch- und deutschsprachigen Primarschule Vignettaz eröffnet. Das Projekt wurde im Schuljahr 2024/25 fortgesetzt. Der Evaluationsbericht für den Zeitraum 2021/23 war positiv. Seit Beginn des Schuljahres 2024/25 werden zwei zweisprachige Klassen 1H‒2H dauerhaft geführt. Das Konzept zur Einführung von zwei zweisprachigen Klassenzügen 3H‒8H ab dem Schuljahr 2026/27 in den deutsch- und französischsprachigen Primarschulen Vignettaz in Freiburg sowie der entsprechende reglementarische Rahmen wurden am 5. Juni 2025 den Bildungsbehörden und der Staatsrätin vorgestellt. Das Konzept baut auf den beiden bestehenden zweisprachigen Klassen 1H/2H auf und sieht eine schrittweise Erweiterung und die Schaffung zweisprachiger Klassen ab der 3H vor, bis schliesslich ein zweisprachiger Klassenzug 1H‒8H gebildet wird, wobei die jeweiligen Gegebenheiten der deutsch- und französischsprachigen Schulen berücksichtigt werden. In den nächsten Monaten wird die genaue Planung der Organisation, die im August 2026 umgesetzt werden soll, erarbeitet. Das Projekt sieht die schrittweise Einführung zweistufiger zweisprachiger Klassen in der deutschsprachigen Sprachabteilung und einem einstufigen zweisprachigen Klassenzug in der französischsprachigen Sprachabteilung vor. Bis der Bildungsgang vollständig eingeführt, wird es im Prinzip sechs Jahre dauern.
Es wurden finanzielle und pädagogische Ressourcen bereitgestellt, um den Immersionsunterricht zu erleichtern und zu fördern. Zur Förderung des Praxisaustausches werden den Lehrpersonen auf Immersion – Startseite (sharepoint.com) [DM1] zur Verfügung gestellt, darunter Hinweise zur Förderung des Sprachenlernens, gemeinsame Materialien und eine Liste von Projekten. Das Immersionsangebot für Schülerinnen und Schüler der obligatorischen Schule wurde im Schuljahr 2024/25 weitergeführt, auch an den Primarschulen. 12 Orientierungs- und 20 Primarschulen sind daran beteiligt. Die Institutionen für die Ausbildung von Lehrpersonen vermitteln eine Didaktik des Immersionsunterrichts für alle Unterrichtsstufen, und die Pädagogische Hochschule, neu die Lehrerinnen und Lehrerbildung an der Universität Freiburg, bietet eine Weiterbildung im Bereich Immersion für Lehrpersonen beider Sprachregionen an.
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Im Schuljahr 2024/25 haben 49 675 Schülerinnen und Schüler an einer Aktivität dieses Programms «Kultur & Schule» teilgenommen. Die Lehrpersonen konnten aus fast 300 verschiedenen Aktivitäten auf Deutsch, Französisch oder zweisprachig auswählen und dabei von ermässigten oder freien Eintritten profitieren. Die Klassen konnten zudem ohne Mehrkosten mit dem öffentlichen Verkehr zu den gewünschten Veranstaltungsorten oder Kulturstätten fahren.
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Dieses Projekt wurde von der Staatsrätin Sylvie Bonvin-Sansonnens initiiert, unter anderem aufgrund ihrer Kontakte zu Elternvereinigungen. Es soll dazu beitragen, die Einstellung junger Menschen nach Abschluss ihrer obligatorischen Schulzeit besser zu verstehen und so die Überlegungen zur zukünftigen Entwicklung der Schule zu bereichern. Im Herbst 2025 haben französisch- und deutschsprachige Schülerinnen und Schüler der Klassen 11H über ihre Situation als Schülerin oder Schüler nachgedacht, insbesondere im Hinblick auf das vor elf Jahren (2014) verabschiedete Schulgesetz. Gleichzeitig wurden ihnen 11 vertiefende Themen vorgelegt. Höhepunkt dieser Aktivitäten bildete am 23. Januar 2026 ein Debattiertag im Freiburger Rathaus, an dem eine Delegation von Schülerinnen und Schülern aus allen 23 Orientierungsschulen (OS) sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik anwesend waren. Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an einer Sitzung, die in Form einer Vollversammlung des Grossen Rates organisiert wurde und mit einer Schlussabstimmung endete: So forderten die Teilnehmenden die BKAD auf, die verschiedenen Modelle der Klassenorganisation in der OS zu analysieren und zu bewerten.
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Um die Schullaufbahn besser mit einer sportlichen oder künstlerischen Karriere vereinbaren zu können, werden den Nachwuchstalenten Anpassungen angeboten. Dank dem Förderprogramm Sport-Kunst-Ausbildung (SKA) können Nachwuchstalente im Sport oder in künstlerischen Bereichen von Stundenplan-Anpassungen sowie zusätzlich von besonderen Unterstützungsmassnahmen profitieren. Für das Schuljahr 2025/26 gingen 670 (643) Gesuche ein, davon wurden 537 (555) gutgeheissen: 327 (323) für den Status SKA, 177 (195) als Nachwuchshoffnungen und 33 (37) für ausserkantonale Angebote. Von diesen Gesuchen entfallen 61 (58) auf Künstlerinnen und Künstler in den Bereichen Tanz und Musik, während die restlichen den Bereich Sport betreffen. Dabei stammen 5 (3) Sporttalente aus anderen Kantonen. Auf der Sekundarstufe 1 (OS) erhalten 187 (221) Schülerinnen und Schüler Fördermassnahmen, bei den Mittelschulen sind es 241 (263) und in der Berufsbildung 43 (64) (Stand im Jui 2025).
Die vier Freiburger Kollegien St. Michael, Heilig Kreuz, Gambach, das Kollegium des Südens und die Fachmittelschule Freiburg haben das Label «Swiss Olympic Partner School» der Dachorganisation des Schweizer Sports erhalten. Diese Zertifizierung, die ab dem 1. August 2025 für zwei Jahre gültig ist, stärkt die Position und Attraktivität dieser Schulen für junge Sportlerinnen und Sportler, die Ausbildung und Spitzensport miteinander verbinden möchten. Zudem stellt das Label sicher, dass sportlich begabte Schülerinnen und Schüler das gleiche schulische Niveau wie ihre Klassenkameradinnen und Klassenkameraden erreichen und bei der Wahl ihrer schulischen oder beruflichen Laufbahn keine Einschränkungen in Kauf nehmen müssen.
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Die zuständige Koordinatorin der Austausche von Schülerinnen und Schülern hat sich an den von Schul- und Berufsberatungsdiensten organisierten Anlässen im Kanton Freiburg und in der Schweiz beteiligt, um Informationen über die verschiedenen Austauschprogramme zu vermitteln und für diese zu werben.
Partnersprachliches Schuljahr (ZPS)
Im Schuljahr 2024/25 wurden 148 Schülerinnen und Schüler für das 12. partnersprachliche Schuljahr vermittelt (in der Schweiz). Rund fünfzehn Schülerinnen und Schüler haben dieses Angebot im Laufe des Jahres abgebrochen. Das Verhältnis von Deutschsprachigen (49) und Französischsprachigen (99) blieb weiterhin stabil. Dieses Programm wird in drei Varianten angeboten: 76 Schülerinnen und Schüler wählten die Variante 1 (tägliche Heimkehr), wohingegen 4 sich für die Variante 2 (gegenseitiger Austausch) entschieden und 68 Schülerinnen und Schüler in einer Gastfamilie unterkamen (Variante 3). Der Mangel an Gastfamilien für die Schülerinnen und Schüler stellt weiterhin ein Problem dar.
Austausch von Schüler/innen und Klassen (SAKA)
Zu Beginn des Schuljahres 2023/24 wurde die kantonale Plattform für Partnerschaften zugunsten der Website https://www.matchnmove.ch/de/ aufgegeben. Dieses Suchinstrument wird von Movetia, der nationalen Agentur für Austausch und Mobilität, verwaltet. Es ist anzumerken, dass die meisten Partnerschaften von Jahr zu Jahr zwischen den Austauschpartnern fortgeführt werden.
Die Koordinationsstelle verzeichnete im Schuljahr 2024/25 für den Kanton Freiburg gesamthaft 4195 Schülerinnen und Schüler aller Schulstufen, die an den bei ihr gemeldeten Austauschformen (Austausch von Schüler/innen und Klassen) teilgenommen haben. Allerdings laufen viele Klassenaustausche nicht über die Koordinationsstelle, da es sich um virtuelle Aktivitäten handelt oder weil sie keine Förderbeiträge benötigen.
Ferien-Einzel-Austausch (FEA-EIV-SIV)
Dieses Programm wird vollumfänglich von Movetia verwaltet. Die Anmeldungen erfolgen über die Plattform www.matchnmove.ch. Es handelt sich um einen ein- oder zweiwöchigen Austausch. Die Jugendlichen verbringen die Zeit gemeinsam nacheinander in beiden Familien. Schweizweit wurden 118 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für einen Ferienaustausch im Jahr 2024/25 vermittelt (27 auf der Primarstufe, 64 auf der Sekundarstufe 1 und 27 auf der Sekundarstufe 2).
Movetia
Die nationale Agentur für Austausch und Mobilität Movetia (www.movetia.ch) bietet verschiedene Austauschprogramme und auch finanzielle Hilfe an. Zusätzlich zu den Austauschangeboten für Klassen von der Primarschule bis zur Sekundarstufe 2 sowie Ferien-Austauschen für Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahren hat Movetia seit diesem Jahr auch ein individuelles nationales Austauschprogramm entwickelt. Zudem betreibt Movetia die Plattform match&move, die als Vermittlungsstelle zwischen den verschiedenen Austauschpartnern fungiert.
Die kantonalen Austauschverantwortlichen (KAV) stehen in engem Kontakt mit Movetia, insbesondere zur Verteilung von Dokumentationsmaterialien über Sprachaustausche und Mobilität auf nationaler und internationaler Ebene. Die Schweiz hat im Rahmen des EU-Bildungsprogramms Erasmus+ den Status eines Partnerlandes. Die schweizerischen Bildungsinstitutionen können sich daher weiterhin an Kooperations- und Mobilitätsaktivitäten mit den Mitgliedsländern dieses Programms beteiligen.
Hauptstadtregion Schweiz (HSR–CH)
Die in den vergangenen Jahren erfolgten Klassenaustausche «Sprachbad – Immersion» in der Hauptstadtregion Schweiz werden weitergeführt. Die logistische Unterstützung übernimmt weiterhin das Forum der Zweisprachigkeit in Biel, die Finanzierung erfolgt durch den Kanton und durch Movetia. Mit dem Projekt ergänzt und stärkt die Hauptstadtregion Schweiz Aktivitäten, die bereits auf kantonaler oder kommunaler Ebene stattfinden und fördert gezielt den gemeinde- und kantonsübergreifenden Austausch unter den Kantonen Bern, Wallis, Freiburg, Solothurn und Neuenburg.
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Klimawoche
Zum zweiten Mal in Folge nahmen im Mai rund 500 Schulklassen an der kantonalen Klimawoche teil. Über 10 000 Schülerinnen und Schüler haben sich mit dem Thema Klima auseinandergesetzt und dank konkreten Aktionen Wissen erworben und gleichzeitig zu einem ausgewogenen Klima beigetragen. Klassen der Primar- und der Orientierungsschulen haben sich aktiv engagiert.
Im Mittelpunkt dieser Woche standen die Zusammenhänge zwischen Klima und Biodiversität. Der Biber ist zu einer Art Maskottchen geworden, für das ein spezielles Spiel entwickelt wurde, das in vielen Klassen genutzt wird. Im Mai 2026 wird die Klimawoche dank der Unterstützung des kantonalen Klimaplans, der pädagogischen Mitarbeitenden des FOA und des DOA sowie zahlreicher Lehrpersonen und Schuldirektionen erneut organisiert. Die diesjährige Klimawoche wird sich dem Thema «Klima und Konsum» gewidmet sein.
Beispiele für Projekte in Broc und Tafers
Zu Beginn des Schuljahres 2025/26 hat sich die Schule in Broc dem Bildungsprogramm Eco-Schools angeschlossen, das zum Ziel hat, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, sich für eine nachhaltige Welt einzusetzen. Es unterstützt die Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung und stützt sich dabei auf den Westschweizer Lehrplan, wobei es ein unterhaltsames, handlungsorientiertes und sozial verantwortliches Lernen anbietet.
Zunächst wurde eine Arbeitsgruppe aus Lehrpersonen gebildet, um anschliessend mit allen Klassen die sieben Schritte der Eco-Schools (Öko-Schulen) zum gewählten Thema Biodiversität durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler werden die Hauptakteurinnen und Hauptakteure des Programms sein, in dem Themen und Herausforderungen der Nachhaltigkeit anhand konkreter Situationen untersucht werden. Die Schulgemeinschaft wird die Schulgebäude und ihre Umgebung als Orte des Lernens und Experimentierens nutzen. Die Schülerinnen und Schüler werden so lernen, wie sie konkret und auf ihre Weise zu einem nachhaltigeren Alltag beitragen können.
Ein partizipatives mehrjähriges Projekt zugunsten eines attraktiven und vielseitig nutzbaren Pausenareals wurde an der OS Tafers 2025 abgeschlossen. Aspekte wie Anpassung an den Klimawandel, Biodiversität, attraktive Aussenräume zum Leben und Lernen und Bewegungs- und Gesundheitsförderung wurden dabei berücksichtig und umgesetzt.
Das grosse Projekt wurde mit vereinten Kräften geplant, realisiert und finanziert. Zahlreiche Hände und Köpfe von der Schuldirektion, über Gemeindemitarbeitende, Lehrpersonen, Eltern, Lernende, Klimaplan, Fachstelle Gesundheit, Architekturbüros, Landschaftsgärtnerinnen und viele mehr haben zum guten Gelingen eines bereichernden Schulareals an der OS Tafers beigetragen.
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Als gesetzlicher Bestand gemäss Schulgesetzgebung gilt die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler, die für die Klasseneröffnungen und -schliessungen nach Artikel 44 Abs. 3 und 48 Abs. 5 des SchR berücksichtigt wird.
Französischsprachiger Kantonsteil
HarmoS-Schuljahr 2025/26 Effektiver Bestand 2025/26 Gesetz-licher Bestand 2024/25 Gesetz-licher Bestand
2024/25 Gesetz-licher Bestand
1H 2794
2864
2838
2906
2H 2842
2944
2906
3018
Total 1H-2H 5636
5808
5744
5924
3H 2956
3084
2947
3097
4H 3005
3193
2864
2992
5H 2859
3029
2940
3132
6H 2959
3175
2858
3012
7H 2912
3092
2874
3102
8H 2897
3143
2790
3006
Förderklassen 19
19
28
28
Total 3H-8H 17'607
18'735
17'301
18'369
9H 2834
3028
2808
2986
10H 2826
2988
2950
3116
11H 3176
3318
3268
3434
Förderklassen 167
167
118
118
Total 9H-11H 9003
9501
9144
9654
Gesamttotal 32'246
34'044
32'189
33'947
Kennzahlen
Anzahl Schülerinnern und Schüler - gesetzlicher Bestand - Französischsprachiger Kantonsteil, im Schuljahr 2025/26