Wichtige Ereignisse
Aktivitäten im Bereich der obligatorischen Schule
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Vorbereitung auf die Berufswahl
Die Vorbereitung auf die Berufswahl erfolgt sowohl in den Beratungszentren als auch im Unterricht durch Berufsberaterinnen und Berufsberater. Ein Ordner zur Vorbereitung auf die Berufswahl mit dem Titel «Une vie, des directions» (Ein Leben, verschiedene Richtungen) wird an alle französischsprachigen Schüler der 10. Klasse verteilt, während die deutschsprachigen Schüler andere Hilfsmittel verwenden.
Was die Aktivitäten im Unterricht betrifft, hat sich die BEA 2025 mit dem SEnOF zusammengetan, um die Vorbereitung auf die Berufswahl zu überarbeiten. Dieses Projekt wird zu einem neuen allgemeinen Ausbildungsprogramm führen, das das Erlernen von Querschnittskompetenzen und die Berufswahlberatung noch stärker miteinander verbindet.
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Berufsinformationen
Informationen zu Berufen und Ausbildungswegen werden in Form von Dossiers und Merkblättern sowie über kantonale und nationale Websites bereitgestellt. Im Bereich der Information besteht eine wichtige Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Dienstleistungszentrum Berufsbildung / Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung, dass die Website www.berufsberatung.ch betreibt. Der Kanton beteiligt sich an der Finanzierung dieses Dienstleistungszentrums. Die Dienststelle sorgt für die Aktualisierung der kantonalen Informationen, die auf der Website oder in den Unterlagen veröffentlicht werden, die allen Berufsberatungsstellen des Landes zur Verfügung gestellt werden.
Eine Web-App namens AppMeUp die vom Dienst lanciert wurde ermöglicht allen Interessierten einen schnellen und einfachen Zugang zu zahlreichen Informationen rund um Beruf und Ausbildung.
Nach einer Umfrage unter den Unternehmen veröffentlicht die BEA eine Liste der verfügbaren Lehrstellen. Die Zahl der auf der Website www.berufsberatung.ch im Jahr 2025 ausgeschriebenen Plätze beträgt 1 471 (1 528). Diese Zahl ist nicht vollständig, da viele Plätze nicht über die Website vergeben werden. Im Laufe des Jahres werden zusätzliche Umfragen durchgeführt.
Die Broschüren «Nach der obligatorischen Schulzeit : Die Bildungswege im Kanton Freiburg » und «Veranstaltungen und Eignungstests» werden jährlich für Schüler der Orientierungsschule und ihre Eltern veröffentlicht. Ziel ist es, sie zu motivieren, sich zu informieren und Kontakt zu Fachleuten aus dem jeweiligen Bereich aufzunehmen.
Die BEA veröffentlicht in ihren sozialen Netzwerken alle Veranstaltungen (Tag der offenen Tür, Informationsveranstaltungen), die von Berufsverbänden und Bildungseinrichtungen gemeldet werden. Dies hilft Jugendlichen der Sekundarstufe I und ihren Eltern, alle für ihre Berufswahl notwendigen Informationen zu erhalten.
Jährlich erhalten die Eltern der Schüler der Sekundarstufe zwei bis drei Newsletter der Dienststelle. Dieser Newsletter gibt den Eltern Ratschläge, Informationen und Neuigkeiten im Zusammenhang mit den einzelnen Schritten der Ausbildungswahl ihres Kindes.
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Veranstaltungen und Events
Die Entdeckung der Berufswelt ausserhalb des Klassenzimmers durch Besichtigungen und Austausch ist ein wesentlicher Bestandteil der Berufswahlvorbereitung. In diesem Zusammenhang beteiligt sich die BEA aktiv an der Organisation verschiedener Veranstaltungen für Jugendliche der CO.
START! Berufsforum: Als Mitglied des START!-Komitees und an der Organisation dieser Veranstaltung beteiligt, leitet das BEA auch die pädagogische Arbeitsgruppe, die dafür zuständig ist, Schulen und Lehrkräften das für den Besuch der Berufsmesse nützliche Unterrichtsmaterial zur Verfügung zu stellen.
Job-Dating: Job-Dating-Veranstaltungen sind Plattformen, die Jugendliche der Sekundarstufe I, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, mit Unternehmen zusammenbringen, die noch Ausbildungsplätze zu vergeben haben. Im Jahr 2025 nutzten 250 Jugendliche diese erleichterten Vorstellungsgespräche.
Berufs-Info-Métiers: Jedes Jahr organisiert die BEA in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Arbeitgeberverband (UPCF) die Berufs-Info-Métiers. Im Jahr 2025 ermöglichte diese Veranstaltung mehr als 1000 Jugendlichen und ihren Familien, Berufsverbände zu treffen und sich direkt mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Berufsbranchen auszutauschen.
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Berufsberatungsstellen
Die Berufsberatungsstellen bieten die Möglichkeit, sich über Berufe und Ausbildungswege zu informieren, indem sie Informationsmaterialien zur freien Einsichtnahme zur Verfügung stellen. Im gesamten Kanton wurden insgesamt 33 392 (30 285) Besucher gezählt, was 22 450 (20 334) Beratungsgesprächen entspricht.
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Berufsinformationspraktikum
Die Berufsberaterinnen und Berufsberater weisen die Schülerinnen und Schüler regelmässig im Unterricht und individuell darauf hin, wie wichtig es ist, während der obligatorischen Schulzeit Schnupperpraktika zu absolvieren. Im künftigen Programm zur Berufswahlberatung wird diesem Thema besonderer Stellenwert eingeräumt. Als Ergebnis einer öffentlich-privaten Zusammenarbeit (BEA – Arbeitgeberverband des Kantons Freiburg) wirbt www.fristages.ch für Berufspraktika. Diese Website hilft Jugendlichen und Unternehmen im Kanton, einen ersten Kontakt herzustellen.
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Hilfe für Jugendliche in Schwierigkeiten
Die BEA widmet Jugendlichen, die die grössten Schwierigkeiten bei der beruflichen Eingliederung haben, besondere Aufmerksamkeit.
Die Massnahme OMax wurde in zwei Berufsschulen des Kantons (Belluard und Bulle) fortgesetzt, während sie in drei Berufsschulen eingestellt wurde. Über 77 % der an OMax teilnehmenden Schüler fanden nach der Berufsschule eine Lösung. Für das Schuljahr 2024-2025 hat die IV-Stelle die Massnahme OMax mit 23'000 CHF pro Jahr mitfinanziert, und die OMax-Spezialisten des BEA haben im Gegenzug eine Früherkennung von Risikoschülern durchgeführt.
Von Juni bis August wurden auch Jugendliche begleitet, die keinen Ausbildungsplatz gefunden hatten. Die Sonderaktion «Last Minute» ermöglichte es, während des gesamten Sommers einen Bereitschaftsdienst einzurichten. 161 Jugendliche (168) nahmen diesen Dienst in Anspruch.
Die Dienstleistung Focus Pro hat zum Ziel, Jugendlichen zu helfen, die am Ende ihrer Schulpflicht aufgrund von Wissenslücken oder anderen Schwierigkeiten keine Berufsausbildung gefunden haben.
Focus Formation ist ein Case-Management-Programm für Jugendliche in Schwierigkeiten. Es besteht darin, intensiver auf Schüler einzugehen, die am Ende der Schulpflicht und in den Übergangsmassnahmen nach der OS mit Eingliederungsproblemen konfrontiert sind, Schwierigkeiten in ihrer Berufsausbildung haben oder ihre Ausbildung abgebrochen haben.
Kennzahlen für das Jahr 2025
Im Jahr 2025 haben 4 476 (4 350) Schüler die Orientierungsstufe verlassen und sich für folgende schulische und berufliche Lösungen entschieden:
| Gewählte Richtung in % | _ | _ | 2025 | 2024 |
|---|---|---|---|---|
| _ | Männer | Frauen | Betrag | Betrag |
| Lehre, Grundausbildung | 48 | 25 | 37 | 39 |
| Mittelschulen | 29 | 49 | 39 | 39 |
| Andere Schulen | 4 | 3 | 4 | 3 |
| Erwerbsarbeit | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 12. partnersprachliches Schuljahr | 3 | 3 | 3 | 3 |
| Übergangslösung oder unbekannte Lösung | 1 | 2 | 1 | 1 |
| Vorbereitungs- oder Intergrationskurs | 10 | 11 | 11 | 10 |
Der Anteil der Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung entschieden haben, beträgt 37 % (39 %), das sind 1 450 Personen (1 253). Der Anteil der Jugendlichen, die nach der obligatorischen Schulzeit eine Lehre beginnen, ist um 3 % gesunken.
Aktivitäten in der Berufsberatung (nach der Schulpflicht und für Erwachsene)
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Individuelle Beratungen
Spezifische Dienstleistungen werden Schülern und Studenten der Sekundarstufe II (beruflich und akademisch), Studenten der Tertiärstufe sowie Erwachsenen unter 40 Jahren und über 40 Jahren angeboten.
Alle diese Karriereberatungsleistungen wurden erbracht für:
433 Personen in einer Übergangsphase, die 664 Beratungsgespräche in Anspruch genommen haben.
2153 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren (Studierende und Erwachsene), die 3509 Beratungsgespräche in Anspruch genommen haben.
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Leistungen im Workshop (Techniken der Stellensuche, Präsentation usw.)
Es wurden 103 Workshops zu Techniken der Stellensuche für 279 Teilnehmer in beiden Sprachen organisiert.
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Beratung für Arbeitssuchende
48 registrierte Arbeitssuchende erhielten im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit der öffentlichen Arbeitsvermittlung (Massnahme zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt) Unterstützung bei der Ausarbeitung eines beruflichen Projekts.
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Berufsberatung in der Sekundarstufe II (für Schüler*innen der Mittelstufe und der FMS)
Die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe und der allgemeinbildenden Schulen profitieren während des gesamten Schuljahres von Besuchen der Berufsberaterinnen und Berufsberater in ihren Klassen, um über ihren zukünftigen Bildungsweg nachzudenken.
Das Berufsinformationsforum Perspectiva findet jährlich statt. Diese Veranstaltung bringt alle Schüler*innen des 3. Jahrgangs des Kantons an zwei Tagen zusammen. Im Jahr 2025 hielten 170 Referent*innen an zwei Tagen vor mehr als 1200 Schüler*innen Vorträge über ihren Berufszweig. Am Rande dieser Veranstaltung werden rund hundert Videos dieser Vorträge (oder Auszüge daraus) in den sozialen Netzwerken der BEA veröffentlicht. Sie sind auf dem YouTube-Kanal des Dienstes verfügbar, der von 4960 Abonnenten verfolgt wird.
Im gesamten Kanton wurden insgesamt 33 392 (30 285) Besucher gezählt, was 22 450 (20 334) Beratungsgesprächen entspricht.
Im gesamten Kanton wurden insgesamt 33 392 (30 285) Besucher gezählt, was 22 450 (20 334) Beratungsgesprächen entspricht.
Erwachsenenbildung
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Kommission für Erwachsenenbildung
Die Vergabe von Subventionen über eine Querfinanzierung zwischen Kanton und Bund (SBFI) erfolgt jährlich. Gemäss Ausschreibung konnten 14 Trägerschaften Subventionen erhalten. 10 Bildungsanbieter boten Kurse im Bereich der Grundkompetenzen (GKE) für Erwachsene an. Insgesamt wurden 510 338 Franken ausbezahlt, davon 255 700 Franken aus dem Staatsbudget, der Restbetrag stammt aus Beiträgen des Bundes.
Die Kommission für Erwachsenenbildung hielt zwei Sitzungen ab, prüfte die Subventionsgesuche und war in die strategischen Aspekte der Thematik eingebunden.
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Berufliche Zertifizierung für Erwachsene
Mehrere Laufbahnberaterinnen und -berater unterstützen Erwachsene, die einen eidgenössischen Abschluss (EFZ – EBA) erwerben möchten. Das Laufbahnzentrum ist die Anlaufstelle für Personen, die eine Ausbildung nach Art. 32, eine verkürzte Berufsausbildung oder eine Validierung von erworbenen Bildungsleistungen und Berufserfahrungen (VAE) absolvieren möchten. Dieser Weg führt zum Erwerb anerkannter Abschlüsse.
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Lernstube
2025 wurde die Lernstube im Laufbahnzentrum eingeweiht. Dieser mit Bundesbeiträgen finanzierte Bereich bietet Erwachsenen ab 25 Jahren Unterstützung beim Erwerb von Grundkompetenzen (Lesen, Schreiben, Rechnen, Grundkenntnisse in Informatik). Im Rahmen dieses Angebots werden die Begünstigten dabei begleitet, ihre Fähigkeiten zu verbessern und mehr Selbständigkeit zu erlangen.