Wichtigste regionale Ergebnisse
Die Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) ist Teil des eidgenössischen Volkszählungssystems. Sie liefert Informationen zum Bestand und zur Struktur der Wohnbevölkerung am Jahresende sowie zu den Bevölkerungsbewegungen während des laufenden Jahres. Zusammen mit der Strukturerhebung bildet sie zudem die Grundlage für die Haushaltsstatistik.
Die ständige Wohnbevölkerung des Kantons Freiburg belief sich Ende 2025 auf 350'918 Einwohnerinnen und Einwohnern, was einer Zunahme von 1,2% gegenüber dem Vorjahr entspricht (+4244Personen). Seit 2010 ist die Bevölkerung um +26,0% gewachsen und hat damit eine der stärksten Zuwachsraten unter den Schweizer Kantonen.
Langfristig zeichnet sich der Kanton Freiburg durch eine starke demografische Dynamik aus. Der Entwicklungsindex (1900 = 100) stieg für den Kanton Freiburg von 145 im Jahr 1980 auf 274 im Jahr 2025, gegenüber einem Anstieg von 192 auf 275 für die Schweiz, wodurch sich der Abstand zu der gesamtschweizerischen beobachteten Entwicklung deutlich verringert hat. Die Bevölkerung des Kantons weist bis 1980 ein relativ moderates Wachstum auf, gefolgt von einer Beschleunigung zwischen 1980 und 2000 sowie von einer stärkeren Beschleunigung seit 2000. Die erste Phase dieser Beschleunigung steht im Zusammenhang mit der verbesserten Erreichbarkeit des Kantons, insbesondere durch die schrittweise Fertigstellung der Autobahn A12 (1971-1981), während seit 2000 die Migration zunehmend an Bedeutung gewann.
Bevölkerung des Kantons Freiburg 2025
Bevölkerungswachstum des Kantons Freiburg in den letzten 14 Jahren, Referenzjahr 2025
Bevölkerungsentwicklung im Kanton Freiburg und in der Schweiz von 1900 bis 2025
Entwicklung des Wanderungssaldos und Geburtenüberschusses
Das Bevölkerungswachstum beruht in erster Linie auf dem internationalen Wanderungssaldo (+2031 Personen im Jahr 2025). Auch der interkantonale Wanderungssaldo (+1201) trägt dazu bei, während der Geburtenüberschuss zwar weiterhin positiv, aber bescheiden bleibt (+981). Nach dem Höchststand im Jahr 2023 (+4378) geht der internationale Wanderungssaldo im zweiten Jahr in Folge zurück: auf +2889 im Jahr 2024 und auf +2031 im Jahr 2025.
Bevölkerungsbilanz von 2014 bis 2025
Entwicklung in den Gemeinden
Die Entwicklungen auf Gemeindeebene sind unterschiedlich. Zwischen 2010 und 2025 verzeichneten einige Gemeinden ein starkes Wachstum, etwa Crésuz (+72,2%, von 295 auf 508), Prévondavaux (+71,4%, von 63 auf 108), oder Remaufens (+62,1%, von 902 auf 1462). Umgekehrt verloren einige Gemeinden Einwohnerinnen und Einwohner, zum Beispiel Villarsel-sur-Marly (-18,4%, von 87 auf 71), Fräschels (-9,8%, von 482 auf 435) oder Ferpicloz (-7,3%, de 261 à 242).
Entwicklung der ständigen Wohnbevölkerung in % zwischen 2011 et 2025
Bevölkerung nach Alter und Nationalität
Mit einem Anteil von 21,6% an jungen Menschen unter 20 Jahren bleibt Freiburg der jüngste Kanton der Schweiz, verglichen mit einem landesweiten Durchschnitt von 19,8%. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung im Kanton Freiburg beträgt 25,8% der Gesamtbevölkerung, gegenüber 27,7% in der gesamten Schweiz. Der Anteil der 65-Jährigen und Älteren beträgt im Kanton 17,5% und liegt damit unter dem gesamtschweizerischen Wert (19,8%). Freiburg gehört damit zusammen mit Genf (16,7%) und Waadt (17,1%) zu den Kantonen mit den tiefsten 65+-Anteilen.
Demografische Entwicklung seit Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkommens
Das Abkommen über die Freizügigkeit (FZA) zwischen der Schweiz, der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) ist seit dem 1. Juni 2002 in Kraft. Es erleichtert die Aufenthalts- und Arbeitsbedingungen für die Staatsangehörigen dieser Staaten in der Schweiz. Die nachfolgend dargestellten Ergebnisse beziehen sich auf den Kanton Freiburg.
Die ständige Wohnbevölkerung des Kantons Freiburg nahm von 243'400 Einwohnerinnen und Einwohnern am 31.12.2002 auf 350'918 am 31.12.2025 zu, was einer Zunahme um 107'518 Personen (+44,2%) entspricht. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von +1,6%.
Zwischen dem 31.12.1982 und dem 31.12.2002 stieg die Bevölkerung von 187'597 auf 243'400 Einwohnerinnen und Einwohner (+29,7%), was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von +1,31% entspricht. Das seit 2002 beobachtete Wachstum liegt somit über jenem der vorangegangenen zwanzig Jahre. Seine Intensität variiert jedoch je nach Bezirk und Gemeinde.
Demografische Bilanz nach Staatsangehörigkeitskategorie von 1981 bis 2025
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Open Government Data (OGD)
Metadaten
Die ständige Wohnbevölkerung ist die Referenzbevölkerung der Bevölkerungsstatistik.
Seit 2010 umfasst die ständige Wohnbevölkerung alle schweizerischen Staatsangehörigen mit einem Hauptwohnsitz in der Schweiz sowie alle ausländischen Staatsangehörigen mit einer Anwesenheitsbewilligung für mindestens 12 Monate oder ab einem Aufenthalt von 12 Monaten in der Schweiz (Ausweise B/C/L/F oder N oder EDA-Ausweis, d.h. internationale Funktionäre, Diplomaten und deren Familienangehörige).
Die Daten stammen hauptsächlich aus den Einwohnerregistern der Kantone und Gemeinden (EWR) und den amtlichen Personenregistern des Bundes: dem Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS), den Zivilstandsregistern (Infostar), dem Auslandschweizerregister (eVera) und dem Register der internationalen Funktionäre und Diplomaten (OrdiPro).