Wichtigste regionale Ergebnisse
Die Schweizerische Forststatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) liefert jährlich Informationen, die bei den schweizerischen Forstbetrieben erhoben werden. Wichtigste Informationen sind die Holznutzung (nach Sortimenten und Holzarten), Pflanzungen und Finanzdaten der Betriebe.
Im Jahr 2025 betrug die Holzernte im Kanton Freiburg 278’778 m³, was einem Rückgang von 3,7% gegenüber dem Vorjahr (289'618 m³) entspricht. Über den gesamten Beobachtungszeitraum seit 1975 weist die Holzernte erhebliche Schwankungen auf. Der aussergewöhnliche Höchststand im Jahr 2000 mit 746’233 m³ ist hauptsächlich auf die Verarbeitung der durch den Sturm Lothar im Dezember 1999 umgestürzten Bäume zurückzuführen. Nach diesem aussergewöhnlich hohen Niveau ging die Holzernte allmählich zurück und erreichte 2012 219’413 m³. Seither bewegt sie sich auf einem stabileren Niveau mit jährlichen Schwankungen, wobei in den letzten Jahren eine leicht steigende Tendenz zu beobachten ist.
Holzernte im Kanton Freiburg, 2025
Starke Zunahme von Energieholz in Form von Hackschnitzeln
Langfristig hat sich die Zusammensetzung der Holzernte im Kanton Freiburg deutlich verändert. Stammholz bleibt das wichtigste Sortiment, sein Volumen ist jedoch leicht zurückgegangen, von 124’225 m³ im Jahr 1975 auf 117’475 m³ im Jahr 2025. Das Industrieholz hat dagegen im gleichen Zeitraum deutlich abgenommen, von 37’520 m³ auf 5’806 m³.Im Gegensatz dazu ist Energieholz in Form von Stückholz von 20’583 m³ im Jahr 1975 auf 26’727 m³ im Jahr 2025 gestiegen. Die für die Energieproduktion bestimmten Hackschnitzel, für die seit 2004 Daten verfügbar sind, verzeichneten eine sehr starke Zunahme: Ihr Volumen stieg von 13’172 m³ im Jahr 2004 auf 127’898 m³ im Jahr 2025 und hat sich damit nahezu verzehnfacht.Im Jahr 2025 machten Hackschnitzel somit knapp 45,9% der gesamten Holzernte aus, gegenüber rund 3,9% im Jahr 2004. Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Energieholz in Form von Hackschnitzeln bei den geernteten Holzsortimenten.
Holzernte nach Sortiment von 1975 bis 2025
Der Grossteil des Holzes wird in öffentlichen Wäldern geerntet
Der überwiegende Teil der Holzernte stammt aus öffentlichen Wäldern. Im Jahr 2025 wurden in den öffentlichen Wäldern 176’929 m³ Holz geerntet, gegenüber 101’849 m³ in den Privatwäldern. Dies entspricht 63,5% bzw. 36,5% der gesamten Holzernte. Langfristig hat der Anteil der Privatwälder jedoch zugenommen: Seit 1975 ist er um knapp 10 Prozentpunkte gestiegen, als er rund 26,9% der Holzernte ausmachte. Diese Entwicklung ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Holzernte in den öffentlichen Wäldern seit dem aussergewöhnlich hohen Niveau im Jahr 2000 stärker zurückgegangen ist als in den Privatwäldern.
Anteil des in den öffentlichen Wäldern des Kantons Freiburg geernteten Holzes 2025
Nadelholz deutlich dominanter als Laubholz
Das Gesamtvolumen des geernteten Nadelholzes lag bei 204'108 m³. Das entspricht fast der dreifachen der Menge an Laubholz (74'670 m³). Nadelholz wird überwiegend zu Stammholz verarbeitet (111'507 m³), während Laubholz vor allem für die Hackschnitzelproduktion verwendet wird (45'876 m³).
Holzernte nach Baumartengruppe 2025
Holzernte nach Besitzertyp 2025
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Standardtabellen
Metadaten
Stammholz ist Schaftholz ohne Rinde und ohne Stock (auch Säge-Rundholz), das einer Sortimentsklasse der Schweizerischen Holzhandelsgebräuche zugeordnet werden kann. Säge-Rundholz wird in Sägereien und Furnierwerken zu Schnittholz oder Furnieren verarbeitet.
Industrieholz ist Rohholz, das mechanisch oder chemisch zerkleinert und aufgeschlossen wird. Es dient der Herstellung von Holzschliff, Zellstoff, Holzwolle, Span- und Faserplatten sowie anderen industriellen Produkten. Industrieholz kurz (1 oder 2 m) unterscheidet sich von Energieholz durch qualitative Merkmale wie Gesundheit und Krümmung sowie Verunreinigung und Dicke.
Energieholz sind Holzsortimente für die energetische Verwertung von Waldenergieholz, Flurgehölzen, (Säge-) Restholz und Altholz.