Nachhaltigkeit kann aus der Perspektive der öffentlichen Politik, der Wirtschaft oder auch der Raumplanung betrachtet werden. Der 6. kantonale Nachhaltigkeitstag widmete sich einer anderen Dimension: den religiösen Werten und Glaubensvorstellungen, die das Engagement für eine nachhaltige Entwicklung prägen. Anders formuliert: Ist Nachhaltigkeit eine Frage der Religionen?
Durch Fachreferate und thematische Diskussionen, die unterschiedliche Perspektiven von Fachpersonen aus verschiedenen Bereichen zusammenführten, wurden die Teilnehmenden dazu eingeladen, über die Rolle religiöser Traditionen bei der Bewältigung der grossen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nachzudenken und darüber, welchen Beitrag sie zum Aufbau einer wirklich nachhaltigen Zukunft leisten können.
Der Tag begann mit Plenarreferaten, die die Zusammenhänge zwischen Nachhaltigkeit, Spiritualität und Religionen beleuchteten. Anschliessend fanden thematische Diskussionen statt, die den Beitrag der verschiedenen Religionen zum sozialen Zusammenhalt, zur gegenseitigen Unterstützung sowie zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen aufzeigten. Das in Partnerschaft mit der Universität Freiburg organisierte Wissenschaftscafé zum Abschluss bot Gelegenheit, die Frage aus einer umgekehrten Perspektive zu beleuchten: Ist Nachhaltigkeit selbst eine Frage der Religion (im Singular)? Kann sie als System von Werten oder Überzeugungen verstanden werden?
Mit ihrem originellen Thema, das die Verbindungen zwischen Nachhaltigkeit, Werten und Religionen in den Fokus rückte, lud die diesjährige Ausgabe dazu ein, über die eigenen Leitwerte nachzudenken, konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entdecken und Kontakte zu anderen Menschen zu knüpfen, um gemeinsam auf eine nachhaltige Zukunft hinzuarbeiten.