Gesundheitsrisiko und Ärgernis
Die Tigermücke kann Krankheiten wie Dengue- und Chikungunya-Fieber oder Zika-Virus-Infektionen übertragen. Das Risiko einer Übertragung von einer erkrankten auf eine gesunde Person bleibt im Kanton Freiburg sehr gering. Lokale Ausbrüche können jedoch nicht ausgeschlossen werden, falls sich die Populationen der Tigermücke dauerhaft im Freiburger Gebiet etablieren.
Da die Tigermücke tagsüber besonders aggressiv ist und mehrfach sticht, wird sie zudem dort, wo sie vorkommt, als äusserst lästig wahrgenommen.
Bislang ist in der Schweiz kein Fall einer autochtonen Übertragung der genannten Krankheitserreger bekannt. Im Jahr 2025 wurden im Kanton Freiburg jedoch 14 Fälle von Dengue-Fieber sowie 2 Fälle von Chikungunya gemeldet. Die betroffenen Personen waren zuvor aus Ländern zurückgekehrt, in denen diese Krankheiten endemisch sind.
Bevölkerung gefordert
Die Mithilfe der Bevölkerung ist unerlässlich, um Brutstätten zu beseitigen und erste Anzeichen einer Ansiedlung zu erkennen. Dadurch kann auf Privatgrundstücken gehandelt werden, wo der Grossteil der Ansiedlungen (80 %) stattfindet. Zwei einfache Massnahmen genügen:
- Eiablage verhindern: Leeren oder entfernen Sie alle kleinen Wasseransammlungen rund ums Haus, etwa Wasserschalen, Blumentopfuntersetzer, alte Reifen, Giesskannen, unbedeckte Behälter oder Risse in Mauern. Teiche sowie natürliche Feuchtgebiete wie Sümpfe oder Feuchtwiesen stellen hingegen keine Brutstätten für die Tigermücke dar.
- Sichtungen melden: Helfen Sie mit, indem Sie Beobachtungen tagaktiver Mücken über die Plattform www.muecken-schweiz.ch melden. Nach der Bestätigung des Fundes wird die Gemeinde vom Kanton informiert und eine Überwachung eingerichtet. Falls nötig kann eine gezielte Behandlung mit einem biologischen Larvizid durchgeführt werden, das keine Auswirkungen auf die übrige Fauna und Flora hat.
Kein privater Einsatz von Insektiziden
Vom Einsatz handelsüblicher Insektizide wird dringend abgeraten, da sie der Tierwelt erheblichen Schaden zufügen.
Nach der Reise
Die Tigermücke ist in vielen Ländern verbreitet und kann verschiedene Krankheiten übertragen. Daher ist es wichtig, sowohl während des Aufenthalts als auch nach der Rückkehr bei Symptomen wie Fieber, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Hautausschlag oder Kopfschmerzen ärztlichen Rat einzuholen.