Die aktuelle Niedrigwasserperiode beeinträchtigt das natürliche Gleichgewicht von Fliessgewässern und Seen. Der geringe Wasseraustausch und die steigenden Wassertemperaturen fördern die Entwicklung von Mikroorganismen, darunter bestimmter Bakterien, die die hygienische Wasserqualität vorübergehend verschlechtern können.
Empfehlungen
Das Amt für Umwelt erinnert daran, dass das Baden in Flüssen, Weihern oder anderen Gewässern ausserhalb offizieller Badeplätze und überwachter Badestellen nicht risikofrei ist, insbesondere während Niedrigwasser-, Trockenheits- und Hitzeperioden. Im Gegensatz zu den offiziellen Badeplätzen werden die rund 3'000 km Fliessgewässer sowie die Seen des Kantons in der Regel nicht regelmässig auf ihre hygienische Wasserqualität kontrolliert.
Das Amt für Umwelt empfiehlt daher:
- offizielle Badeplätze zu bevorzugen, deren Wasserqualität regelmässig überwacht wird;
- Personen mit empfindlicher Haut, einschliesslich Kleinkindern, vom Baden abzuraten;
- kein Wasser zu schlucken;
- nach dem Baden gründlich zu duschen und sich sorgfältig abzutrocknen;
- nicht in Bereichen zu baden, die von Algenmatten bedeckt sind.
Neben den gesundheitlichen Aspekten machen die geringen Wasserstände die aquatischen Lebensräume besonders empfindlich. Alle sind eingeladen, sich respektvoll zu verhalten, um diese Ökosysteme zu schützen, die durch die klimatischen Bedingungen bereits stark belastet sind.
Situation in der Albeuve und der Trême
Nach der im Juni in Epagny festgestellten Verschmutzung der Albeuve durch Abwasser, die dank der ergriffenen Massnahmen rasch eingedämmt werden konnte, hat die Gemeinde Greyerz das Baden in der Albeuve und der Trême verboten. Die jüngsten Kontrollen des Amts für Umwelt zeigen eine leichte Verbesserung der Wasserqualität in beiden Gewässern. Obwohl die Analysen auf eine positive Entwicklung der Situation hinweisen, bleibt eine gewisse Vorsicht angebracht. Das Baden ist möglich, jedoch gelten die oben genannten Empfehlungen weiterhin.