Ursache und erste Massnahmen
Die Verschmutzung der Albeuve wurde durch Abwasser verursacht, das aus einer an das kommunale Abwassernetz angeschlossenen Einleitstelle stammte, die flussaufwärts verstopft war. Ein von der Gemeinde beauftragtes Unternehmen griff umgehend ein, um die Leitungen zu reinigen und den ordnungsgemässen Betrieb wiederherzustellen. Das Baden in der Albeuve wurde verboten.
Wasseranalysen der Trême
Nach Meldungen über gesundheitliche Beschwerden (Gastroenteritis) bei mehreren Personen nach dem Baden in der Trême in Epagny am Samstag, 20. Juni 2026, entnahm das Amt für Umwelt Proben. Die Ergebnisse zeigen Enterokokkenkonzentrationen, die gemäss den Empfehlungen für Badegewässer einem Gesundheitsrisiko der Stufe D (mögliche Beeinträchtigung) entsprechen.
Aktuelle Lage und Empfehlungen
Das Amt für Umwelt hat Massnahmen ergriffen, um die betroffene Gemeinde sowie die Organisatoren des Memorials Sekulic zu informieren, dessen nächste Ausgabe für Samstag, 27. Juni, in Broc und Epagny geplant ist.
Die aktuellen Wetterbedingungen, die durch Trockenheit und grosse Hitze gekennzeichnet sind, könnten das Fortbestehen der Bakterien in den Gewässern begünstigen. Zur Verbesserung der Situation durch Verdünnung wären erhebliche Niederschläge erforderlich.
Vor diesem Hintergrund rufen die Behörden die Bevölkerung dazu auf:
- das Badeverbot in der Albeuve und in der Trême auf dem Gebiet der Gemeinde Gruyères einzuhalten;
- bei Symptomen nach Wasserkontakt ärztlichen Rat einzuholen.
Das Amt für Umwelt wird in der kommenden Woche weitere Probenahmen durchführen.