Studienauftrag: Pflichtenheft

Die prospektiven Analysen für die Planung des Sektors Chamblioux–Bertigny begannen mit dem Studienauftrag, der von September 2019 bis Februar 2020 dauerte. Ziel dieser Studienphase war es, verschiedenen Varianten der Siedlungs- und Landschaftsentwicklung unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit nachzugehen, um Empfehlungen für die Entwicklung des Sektors Chamblioux–Bertigny auszuarbeiten.

Der Sektor Chamblioux–Bertigny wird von der Autobahn N12 durchquert und erstreckt sich über die Gemeinden Freiburg, Givisiez, Granges-Paccot und Villars-sur-Glâne. Die Autobahn stellt eine physische, visuelle und akustische Barriere im Zentrum der Freiburger Agglomeration dar.

Mit dem Ziel, die Raumplanung für dieses Gebiet zu bestimmen, beschlossen die kantonalen und kommunalen Behörden, einen Wettbewerb in Form eines Studienauftrags nach SIA-Ordnung 143 zu lancieren. Die teilnehmenden Teams hatten die Aufgabe, Vorschläge für die Raumplanung zu formulieren, die die Besonderheiten des Ortes und Themen wie Landschaft, Siedlungsgestaltung und Mobilität sowie als übergeordnetes Thema die nachhaltige Entwicklung berücksichtigen.

Der Bauherr entschied sich für einen Studienauftrag ohne Folgeauftrag und ohne Preisträger. Diese Vorgehensweise wurde deshalb gewählt, weil sie dem Beurteilungsgremium, bestehend aus qualifizierten Fachleuten aus den massgeblichen Fachgebieten und Vertretern des Bauherrn, die Möglichkeit gab, während des Verfahrens mit den Teams zu diskutieren. Zudem konnten die teilnehmenden Teams sich austauschen und sich von der Arbeit der anderen inspirieren lassen. Dies erlaubte eine Arbeitsdynamik der Zusammenarbeit und eröffnete neue Möglichkeiten, um die besten Lösungen für die Ausgestaltung des Sektors zu finden.

Der Studienauftrag lief in 3 Etappen ab. Die erste Phase, die im Juli 2019 begann, konzentrierte sich auf die Erarbeitung in partizipativen Workshops des Pflichtenhefts für den Studienauftrag. Diese erste Phase bot auch die Gelegenheit, die teilnehmenden Teams auf der Grundlage der Ausschreibung auszuwählen. Die zweite Phase bestand aus zwei Treffen zwischen dem Beurteilungsgremium und den teilnehmenden Teams. Am 11. und 13. November 2019 sowie am 10. und 13. Februar 2020 stellten die Teams ihre Planungsprojekte vor. Der Dialog zwischen den Teams und dem Beurteilungsgremium ermöglichte einen gehaltvollen und für beide Seiten bereichernden Austausch, um Antworten auf die definierten Herausforderungen betreffend Siedlungsentwicklung, Landschaft, Gesellschaft, Umwelt und Mobilität zu geben. Diese Antworten flossen in die letzte Phase, die in der Erarbeitung eines Berichts mit Empfehlungen zugunsten der Projektpartner bestand. Der Bericht soll als Grundlage für die Entwicklung von Planungsempfehlungen für den Perimeter Chamblioux–Bertigny und die Ausarbeitung eines Aktionsplans dienen. Der detaillierte Zeitplan für die verschiedenen Etappen des Studienauftrags steht auf dieser Seite zur Verfügung.

Die Teams, die am Studienauftrag teilnahmen, richteten eine besondere Aufmerksamkeit auf die nachhaltige Entwicklung mit folgenden allgemeinen Zielen: Schaffung von Raum für die Artenvielfalt, indem Landschaften und Freiräumen eine adäquate Bedeutung beigemessen wird; Gewährleistung eines Umfelds, das einer ausgewogenen Ernährung, der körperlichen Aktivität, der geistigen Gesundheit und dem Wohlbefinden förderlich ist; Förderung der Entwicklung der urbanen Landwirtschaft durch die Verkürzung der Distanzen zwischen Produktions- und Verbrauchsorten; Bereitstellung einer umweltfreundlichen Versorgung und eines geringen Verbrauchs von Energie- und Materialressourcen; Gewährleistung einer Infrastruktur, die den Langsam- und den öffentlichen Verkehr fördert; sowie Schaffung von Räumen und Einrichtungen, die es den Bewohnern ermöglichen, soziale Beziehungen zu knüpfen und gleichzeitig zum Wohle des Quartiers zusammenzuarbeiten.

Die Vorschläge mussten auch die Visionen der Agglomeration Freiburg berücksichtigen, um zu ihrer Entwicklung beizutragen, und das Projekt für den Umzug des Freiburger Kantonsspitals (HFR) einbeziehen. Kurz, die Aufgabe der Teams bestand darin, eine flexible und anpassungsfähige Planung zu definieren, die es erlaubt, im ganzen Sektor urbane Qualität zu schaffen. Die Vorschläge können hier eingesehen werden.

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