Eine Seite spannen, sie zupfen und dann auf den entstandenen Ton horchen – die Harfe gehört zu den ältesten Instrumenten der Welt. Man findet sie fast überall auf der Erde, wobei die Form natürlich unterschiedlich sein kann, das Prinzip jedoch das gleiche bleibt.
Heute gibt es vor allem zwei verschiedene Arten, nämlich eine einfache Form, die in der Volksmusik verwendet wird und die man in Irland, Tirol oder Paraguay antrifft, und eine komplexe Form, wie wir sie im klassischen Orchester finden.
«Keltische Harfe» wird die einfachste Variante genannt. Hierbei handelt es sich um ein Instrument ohne Pedale mit 34-38 Saiten, das weniger als 1,60 Meter misst. «Pedalharfe» wird die komplexeste Form der Harfe genannt. Das bis zu 1,85 Meter hohe Instrument hat 47 Saiten und sieben Pedale.
Am Konservatorium kommen beide Arten von Harfen zur Anwendung. Kinder beginnen mit der keltischen Harfe, da diese zu ihrer Körpergrösse passt. Als Jugendliche können sie dann zur Pedalharfe wechseln.
Aufnahmebedingungen
Im Allgemeinen beginnen die Kinder im Alter von ca. 7 Jahren.
Alle nötigen Informationen zur Miete oder zum Kauf einer keltischen Harfe stellt die Lehrperson den angemeldeten Schüler·innen zur Verfügung. Es ist sicher von Vorteil, wenn die Kinder vorher die musikalische Grundschule («Früherziehung») besucht haben, aber unerlässlich ist dies nicht.
Der Kurs «Gehörbildung und Musiklehre» ist freiwillig, es ist aber ratsam, ihn parallel zum Instrumentalunterricht zu besuchen. Zur Erlangung des Amateurzertifikats muss das Fach Gehörbildung und Musiklehre (GM) erfolgreich abgeschlossen worden sein.