Jean-Claude Simonet arbeitet seit 1999 bei der GSD und übernahm im Oktober 2016 die Leitung des Kantonalen Sozialamts (KSA). Mit seinen fundierten Kenntnissen in Fragen der Sozial- und Familienpolitik prägte er das Sozialamt dank seines Pragmatismus, seines Verständnisses für die wesentlichen Herausforderungen und seiner Beharrlichkeit.
Das KSA spielt eine tragende Rolle bei der Umsetzung der kantonalen Sozialpolitik. Auf kantonaler Ebene kümmert es sich um die Umsetzung der Asyl- und Sozialpolitik, um die Koordination der Hilfe für Opfer von Straftaten sowie um die Inkassohilfe und die Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen. Sein Vorsteher steht in engem Kontakt mit einem dichten Netzwerk von Partnerinnen und Partnern innerhalb und ausserhalb des Kantons.
Jean-Claude trug als profunder Kenner des institutionellen Gefüges von Freiburg mit einem offenen Ohr für die Anliegen von Menschen in prekären Lebenslagen entscheidend zur Überarbeitung des Anfang 2026 in Kraft getretenen Sozialhilfegesetzes. Er machte sich insbesondere durch sein Engagement in der Prävention und der Bekämpfung von Armut sowie durch seinen Einsatz für die Familienpolitik einen Namen. Im Bestreben, den Dialog zwischen den Akteuren im Kanton zu stärken und eine einheitliche Anwendung der Sozialhilfe im gesamten Kantonsgebiet zu gewährleisten, rief er insbesondere die kantonale Konferenz der Sozialhilfebehörden ins Leben und entwickelte Online-Plattformen für soziale und rechtliche Informationen für die Sozialdienste.
Er setzte sich zudem für eine stärkere Unterstützung der am stärksten benachteiligten Familien ein und trug zur Einführung von Ergänzungsleistungen für sozial schwache Familien im Kanton bei. In diesem Zusammenhang war er an der Ausarbeitung des Gesetzes über Inkassohilfe und Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen beteiligt.
Als Leiter des Stabs Ulysse trug Jean-Claude Simonet zur Bewältigung der Ukraine-Krise im Besonderen und der Migrationskrise im Allgemeinen im Kanton bei. Unter seiner Leitung hat sich das Aufnahme- und Integrationssystem im Bereich Asyl und Flüchtlinge erheblich weiterentwickelt, insbesondere in den Bereichen Gesundheitsversorgung, berufliche Integration, frühkindliche Förderung und vor allem durch ein Bildungs- und Ausbildungsprogramm für Jugendliche (Envole-moi). Im Bereich der beruflichen und sozialen Integration von Asylsuchenden sind zudem die Eröffnung von fünf Küchen mit Verpflegungs- und Ausbildungsangeboten sowie eine digitale Plattform zur Vernetzung von arbeitssuchenden Asylsuchenden mit kantonalen Arbeitgebern zu nennen.
Jean-Claude Simonet spielte zudem eine entscheidende Rolle bei der Westschweizer Koordination zur Einrichtung einer neuen einheitlichen nationalen Hotline für Opferhilfe. Ausserdem setzte er sich für den Ausbau des institutionellen und interkantonalen Austauschs im Rahmen der Association romande et tessinoise des institutions d’action sociale (ARTIAS) ein, deren Vizepräsidium er seit 2008 innehat.
Die DSAS dankt Jean-Claude Simonet für sein ausserordentliches Engagement und wünscht ihm einen schönen Ruhestand.