Bekämpfung von Gewalt in Paarbeziehungen und ihren Auswirkungen auf die Familie
Lead
Gewalt kann in keinem Fall geduldet, toleriert oder entschuldigt werden. Das Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen (GFB) setzt sich für die Bekämpfung von Gewalt in Paarbeziehungen und ihren Auswirkungen auf die Familie ein.
Im Notfall
Medizinische Versorgung
Für die medizinische Versorgung nach einer Gewalterfahrung wenden Sie sich an die Notaufnahme des HFR oder wählen Sie 144.
Ab dem 1. Mai 2026 erhalten alle Opfer körperlicher, psychischer oder sexueller Gewalt unter der Nummer 142 Hilfe und Beratung. Das Angebot ist kostenlos, vertraulich und rund um die Uhr verfügbar.
Die 142 ist keine Notrufnummer für lebensbedrohliche Notfälle.
Gewalt in Paarbeziehungen wurde lange als private Angelegenheit betrachtet, ist aber mittlerweile ein wichtiges Thema für die Behörden und die Gesellschaft allgemein.
Die Auswirkungen von Gewalt in Paarbeziehungen auf die direkt betroffenen Personen, aber auch auf deren Umfeld, die langfristigen Folgen für die Gesundheit und die Psyche der Opfer, sowie die direkten und indirekten Kosten haben den Staatsrat dazu veranlasst, den Kampf gegen Gewalt in Paarbeziehungen mit einem kantonalen Handlungskonzept zu einer Priorität zu machen.
Die Folgen dieser Gewalt sind nach wie vor schwerwiegend und traumatisierend für die Opfer, ihre Kinder und ihr Umfeld. Die Prävention sowie koordinierte Interventionen von öffentlichen und privaten Institutionen im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie der Justiz haben grosse Verbesserungen im Umgang mit dem Phänomen mit sich gebracht. Ein verbesserter Opferschutz, aber auch soziale Trainingsprogramme für Gewalt ausübende Personen sollen dazu beitragen, die Gewaltspirale zu bremsen und zu unterbrechen.
Die Betreuung der Opfer soll verbessert werden, mit prioritärem und dringendem Fokus auf die Gewaltmedizin durch die Stärkung der medizinischen Notfallversorgung und die Feststellung von Schlägen und Verletzungen.
Ein ärztlicher Befund dokumentiert die Folgen der Gewalttat, ohne dass dies automatisch rechtliche Schritte einleitet.
Bei körperlicher Gewalt: Die Abteilung für Gewaltmedizin des HFRempfängt nach Terminvereinbarung alle Personen ab 16 Jahren zur Feststellung und Dokumentation der erlittenen Verletzungen.
Bei sexueller Gewalt: Die Notaufnahme des HFR steht volljährigen Personen rund um die Uhr zur Verfügung und leitet sie weiter an die zuständige Stelle zur Feststellung des Übergriffs.
Für Kinder: Die pädiatrische Notaufnahme versorgt Opfer von Gewalt unter 16 Jahren und erstellt einen ärztlichen Befund.
Die gewaltausübenden Personen müssen behandelt werden, wenn man das Phänomen bekämpfen will, denn sie wenden in ihrer aktuellen Beziehung weiterhin Gewalt als Kommunikationsform an. Im Falle einer Trennung steigt das Risiko für einen Gewaltausbruch an.
Gewalt ausübende Personen Der Verein EX-pression Fribourg bietet Beratung und Unterstützung für Gewalt ausübende Personen, die ihr Verhalten ändern möchten: Tel. 0848 08 08 08 (Fr. 0.04/min.)
En 2023, 19 918 infractions dans le domaine de la violence domestique ont été enregistrées par la police, ce qui se traduit par une diminution de 0,3% par rapport à l’année précédente.
Les délits les plus fréquents recensés dans cette catégorie sont les voies de fait (6378), les menaces (4090), les insultes (3807) et les lésions corporelles simples (2045 infractions). Dans 407 infractions, il s’agissait d’infractions d’ordre sexuel avec des enfants. Pour certains délits impliquant la violence, cette proportion augmente sensiblement au fil des ans ; tel est le cas des homicides (2023 : 47,2 %), des voies de fait selon l’art. 126 CP (44,4 %) et des viols (43,9 %). Environ la moitié des infractions enregistrées par la police dans le contexte domestique sont perpétrées dans des relations de couple actuelles (2023 : 47,4 %). Les infractions commises entre ex-partenaires viennent en deuxième position (26 %). La violence dans les relations de couple actuelles ou anciennes est en grande partie exercée au sein de couples hétérosexuels. 2 % des infractions de violence dans le couple sont relevées entre lésé-e-s et accusé-e-s du même sexe. Depuis 2009, ces valeurs sont relativement constantes et ne diminuent pas.
A Fribourg, les chiffres transmis par la Police cantonale s’inscrivent dans la moyenne nationale. En 2023, 577 interventions pour violence domestique ont eu lieu dont 295 en présence d’enfants soit plus de la moitié. La Police cantonale a procédé à 133 éloignements de domicile pour un total de 1470 jours.
Solidarité femmes fribourg / Centre LAVI a traité 1228 situations au Centre de consultation (-6% par rapport à 2022) et 146 accueils en hébergement d’urgence (maison d’accueil ou hôtels) soit une augmentation de 36% par rapport à 2022.
EX-pression a animé 1338 séances (1319 en 2022) dont 65% des participant-e-s étaient des personnes astreintes (police ou justice) et 35% de personnes volontaires pour un total de 78 hommes et 12 femmes.
Il est établi que, selon une étude complémentaire au sondage de victimisation en Suisse de 2011, seuls 22% des cas de violence domestique ont été dénoncés à la police. Les chiffres relayés par les statistiques sont donc en deçà de la réalité.
Das GFB stellt kostenlos Präventionsmaterial zur Verfügung - zum Bestellen oder Herunterladen: