Eine neue Delegation des Staatsrats zur Stärkung der digitalen Transformation

15. Januar 2021 -11h09

Zur Begleitung des Prozesses der digitalen Transformation der Kantonsverwaltung auf politischer Ebene hat der Staatsrat eine neue Delegation für die Digitalisierung und die Informationssysteme (DIS) eingesetzt. Diese setzt sich zusammen aus den Direktoren der RUBD, der ILFD und der FIND (Präsidium) und soll die Governance erleichtern und die operative Leitung der digitalen Transformation des Staates sicherstellen. Sie hat ihre Tätigkeit am 1. Januar 2021 aufgenommen.

Verwaltung 4.0
Verwaltung 4.0 © Etat de Fribourg - Staat Freiburg

Die bereichsübergreifende Steuerung der IT des Staates oblag bisher der Informatikkommission des Staates (IKS). Die aus Vertreterinnen/Vertretern der verschiedenen mit der Informatik befassten Bereiche des Staates und aus externen Personen zusammengesetzte IKS unterstützte das Amt für Informatik und Telekommunikation (ITA)während vielen Jahren als Informations- und Koordinationsorgan.

Angesichts der strategischen Bedeutung des Digitalisierungsdossiers ist nach Auffassung des Staatsrats namentlich zur Gewährleistung einer einheitlichen und bereichsübergreifenden Verwaltung und zur Erreichung der Zielvorgaben eine aktivere politische Steuerung unabdingbar geworden. Die Regierung will auch den dem Hauptprojekt Freiburg 4.0 verliehenen Stellenwert festigen. Vor diesem Hintergrund hat sie zur Vereinfachung des Entscheidungsprozesses und zur Stärkung der Einführung neuer Technologien die DIS eingesetzt.

Die Aufgabe der DIS besteht darin, die Governance der Digitalisierung und der Informationssysteme zu erleichtern und die digitale Transformation des Staates Freiburg operativ zu leiten. Es ist auch ihre Aufgabe, dem Staatsrat die erforderlichen Massnahmen vorzuschlagen und für ihre Umsetzung zu sorgen. Sie beschliesst bedeutende Informatikprojekte und betreut das Projektportfolio, insbesondere unter den Gesichtspunkten der Projektleitung, der Finanzen und der Einhaltung der staatsrätlichen Prioritäten. Weiter nimmt sie Stellung zu Verordnungen und Richtlinien, Konzepten und sonstigen wichtigen Informatikfragen, insbesondere solchen, über die der Staatsrat entscheiden muss Die Staatskanzlerin und der Direktor des ITA haben beratende Stimme.

Die IKS wird als beratende Kommission beibehalten. In ihrer Hauptfunktion fungiert sie als Bindeglied zwischen den Fachkommissionen der verschiedenen IT-Bereiche des Staates und der DIS, und sie nimmt zuhanden der DIS Stellung zu bedeutenden Projekten. Die Sichtweise der externen Mitglieder zum Thema Digitalisierung sind ebenfalls ein wichtiger Aspekt für das Gelingen dieser Transformation.