Altholz und Totholz als Lebenselixier.

Altholz und Totholz
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Alte Bäume und Totholz gehören zu naturnahen Wäldern und sind Schlüsselelemente für den Erhalt der Waldbiodiversität. Etwa 20% der mitteleuropäischen Tier- und Pflanzenarten sind von Alt- und Totholz abhängig. Absterbende Bäume und Totholz sind nicht Schädlingsherde, sondern Lebensraum für einen Grossteil der Fauna und Pilzflora.

Im Regelfall werden Bäume gefällt, lange bevor sie ihr natürliches Höchstalter erreichen. Die Umtriebszeit liegt oft zwischen 100 und 160 Jahren. Über 250-jährige Bäume sind bei uns selten, obwohl viele Baumarten über 400-jährig werden können. Ein Baum stirbt nicht von heute auf morgen, sondern über Jahrzehnte. In dieser lange dauernden Zerfallphase ist er für unzählige Organismen besonders interessant. Auch Totholz ist Lebensraum für viele Arten, fördert den Lichteinfall, bringt Nähr- und Mineralstoffe in den Boden und ist Anwachshilfe für junge Bäumchen.

Ein Waldbestand ist für Fauna und Flora vor allem dann wertvoll, wenn er auch sehr alte und absterbende Bäume sowie genügend Totholz in verschiedenen Formen enthält: stehend, liegend, dick, dünn, besonnt, beschattet, frisch, morsch, vermodert, usw.

Fördermassnahmen für Totholz:

  • Stehenlassen von beschädigten,
  • sterbenden und abgestorbenen Bäumen
  • Liegenlassen von Sturmholz
  • Ausscheiden von Altholzinseln und Waldreservaten mit einem hohen Tot- und Altholzanteil

Was sind Altholzinseln?

Eine Altholzinsel ist eine aus der Nutzung genommene Waldfläche (bis 5 ha Fläche), auf der sämtliche Bäume ihren ganzen natürlichen Lebenszyklus durchlaufen bis und mit Zerfall und Zersetzung. Ein Bestand, der als Altholzinsel in Frage kommt, weist standortsgerechte, einheimische Baumarten, bereits alte Bäume und relativ viel Totholz auf.

Kontakt zum Thema

Ansprechperson: Adrian Aebischer

Amt für Wald und Natur
Route du Mont Carmel 5
1762 Givisiez

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