Wie wir Menschen brauchen auch die Wildtiere Erholungsphasen, um bei guter Gesundheit zu bleiben. Wichtig ist daher, dass sie in ihrem natürlichen Lebensraum ungestörte Gebiete finden, besonders im Winter, wenn die Bedingungen schwierig sind und die Tiere Energie sparen müssen. Wildtiere können sich nur dann an die Anwesenheit des Menschen gewöhnen, wenn sie seine Bewegungen voraussehen können, wie beispielsweise auf einem markierten oder gut bekannten Weg.
Freizeitaktivitäten und Wildtiere
Freizeitaktivitäten und Sport in freier Natur ziehen mehr und mehr Liebhaber und LIebhaberin an. Wandern, Mountainbiking, Skitouren oder Schneeschuhwandern sind beliebt. All diese Aktivitäten finden jedoc im Lebensraum von Wildtieren wie Rothirsch, Gämse, Steinbock oder Birkhuhn statt. Diese haben ganz besonders im Winter ihre Ruhe nötig, da sie wegen der Kälte und dem Nahrungsmangel Energie sparen müssen. Wird ein Tier gestört und muss es fliehen, zehrt dies an seinen Kräften – im Schnee noch viel stärker. Diesen Energieverlust müssen die Tiere mit mehr Nahrung kompensieren; da diese nur spärlich vorhanden ist, laufen sie Gefahr, an Hunger und Erschöpfung zu sterben. Auch der Wald kann indirekt unter den menschlichen Störungen leiden. Wildlebende Huftiere, die oft gestört werden, haben die Tendenz, junge Bäume abzunagen, was den natürlichen Verjüngungsprozess des Waldes beeinträchtigt.
Im Rahmen von besonderen Regulierungsbedingungen kann die Jagd bestimmter Arten, wie Wildschwein und Reh, in gewissen Ruhezonen bewilligt werden.
Massnahmen zur Minimierung und Kanalisierung von Störungen
- Zugangsbeschränkung (ausser für Eigentümer sowie Landwirte und Waldbewirtschafter)
- Pflicht, auf den Wegen zu bleiben
- Leinenpflicht für Hunde
- Kanalisierung der Aktivitäten (Sport usw.)
- Absolutes Verbot, (mit oder ohne Zelt) ausserhalb der dafür vorgesehenen Plätze zu campieren und Feuer zu machen
- Verbot des Einsatzes unbemannter Luftfahrzeuge
- Start- und Landeverbot
- Beschränkung von Veranstaltungen
- Bewilligung für wissenschaftliche Forschungsaktivitäten während der Schonzeit erforderlich
Verordnung und Karten
Verordnung über die Wildruhezonen 2026Link zu den anderen Seiten des Amt
Externe links
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Kontakt zum Thema
Ansprechperson: Elias Pesenti
Amt für Wald und NaturSektion Fauna, Jagd und FischereiRoute du Mont Carmel 51762 Givisiez