Die Betreuung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Bildungsbedarf und das Bestreben, jeder Schülerin und jedem Schüler die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken, sind Anliegen, die alle Lehrpersonen teilen. Das Co-Teaching bietet hierfür eine passende Lösung und leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung einer integrativen Schule.
Worum geht es?
Das Co-Teaching ist eine Unterrichtsform, bei der zwei Fachkräfte – meist eine Klassenlehrperson und eine schulische Heilpädagogin oder ein schulischer Heilpädagoge – gemeinsam den Unterricht für eine Klasse planen, durchführen und bewerten. Beide Lehrpersonen teilen die pädagogische Verantwortung für die Klasse und arbeiten eng zusammen.
Die verschiedenen Formen von Co-Teaching
Das Co-Teaching kann verschiedene Formen annehmen: gemeinsamer Unterricht zu zweit, das Arbeiten in parallelen Gruppen, rotierende Lernateliers oder eine gezielte Unterstützung in der Klasse. Dieser Ansatz ermöglicht es, die pädagogischen Methoden zu variieren und eine individuellere Betreuung anzubieten. Es fördert zudem die gegenseitige Beobachtung und die berufliche Weiterentwicklung der Lehrpersonen. Die Schülerinnen und Schüler profitieren von einem besseren Zugang zum Lernstoff und einer flexibleren Unterstützung. Das Co-Teaching basiert auf gemeinsamer Planung, regelmässiger Kommunikation und gegenseitigem Vertrauen.
Co-Teaching lässt sich nicht einfach verordnen, sondern muss gemeinsam aufgebaut werden
Co-Teaching lässt sich nicht einfach verordnen, sondern es wird dank dem Engagement der Schuldirektionen und der Lehrpersonen Tag für Tag aufgebaut. Das Co-Teaching kann verschiedene Bereiche betreffen: Die Organisation von Unterstützungsmassnahmen, die Handhabung im Bereich der gestalterischen oder spezifischen Aktivitäten wie beispielsweise Sport oder auch die Klasseneinteilung auf der Grundlage einer strategischen Vision.
Das Co-Teaching ist ein anspruchsvoller, kreativer und zufriedenstellender Ansatz.
Die Weiterbildung, die im August 2025 für schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen und Schuldirektionen im französischsprachigen Kantonsteil angeboten wurde, wirkte als Impulsgeber für dessen Ausbau an den Freiburger Schulen. Die Bemühungen werden fortgesetzt. Der Professor und Forscher Philippe Tremblay, ein echter Experte auf diesem Gebiet, der die Weiterbildungen im August 2025 leitete, war bereits an mehreren Schulen im Kanton Freiburg tätig. Er wird im Schuljahr 2026/27 noch mehrere Weiterbildungstage leiten.