Sie müssen die Arbeit in Ihrem Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen vorübergehend reduzieren oder vollständig einstellen? In diesem Fall können Sie Kurzarbeitsentschädigung beantragen. Diese Seite wird regelmässig gemäss den im Rahmen der Coronavirus-Krise erlassenen Massnahmen aktualisiert.

Kurzarbeit im Zusammenhang mit COVID-19

Vereinfachtes Verfahren
Der Bundesrat hat entschieden, bis Ende Jahr das vereinfachte Verfahren für die Voranmeldung von Kurzarbeit (Formular an das Amt für den Arbeitsmarkt) sowie das summarische Verfahren für die Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung (Formular an die Arbeitslosenkasse) beizubehalten. Weitere Informationen in unserem Newsletter zur Kurzarbeit vom 19. August 2020.

Verlängerung der Höchstbezugsdauer von 12 auf 18 Monate
Am 1. September 2020 wird die Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung von 12 auf 18 Monate verlängert. 

1. Vereinfachtes Formular für Gesuche um Kurzarbeitsentschädigung im Zusammenhang mit COVID-19
Bis am 31. Dezember 2020 gilt für Gesuche um Kurzarbeitsentschädigung im Zusammenhang mit dem Coronavirus das vereinfachte Verfahren.
- Link zum
vereinfachten Formular 
Video: 
Wie wird das Formular richtig ausgefüllt?

Kontakt:
Tel.: 026 305 96 57
Montag bis Freitag von 8 bis 11.30 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr

Was es für Arbeitgeber zu beachten gilt
Was es für Arbeitgeber zu beachten gilt © Alle Rechte vorbehalten

Kurzarbeitsentschädigung (in Nichtkrisenzeiten)

DIE UNTEN STEHENDEN INFORMATIONEN ZUR KURZARBEIT GELTEN IN NORMALEN ZEITEN, ALSO WENN DIE COVID-19-KRISE WIEDER VORBEI IST. FÜR INFORMATIONEN ZUR KURZARBEIT IM ZUSAMMENHANG MIT DEM CORONAVIRUS LESEN SIE BITTE DIE ANGABEN AM SEITENANFANG SOWIE DIE NEWSLETTER «KA UND CORONAVIRUS: INFORMATIONEN DES AMA».

Unter bestimmten Voraussetzungen zahlt die Arbeitslosenversicherung Entschädigungsleistungen, die einen Teil der Lohnkosten der vom Arbeitsausfall betroffenen Arbeitnehmenden abdecken.

Am ordentlichen Zahltagstermin zahlt der Arbeitgeber den Arbeitnehmenden 80 % des Verdienstausfalls (Lohn + Zulagen). Dieser Vorschuss wird ihm danach von der Arbeitslosenkasse zurückerstattet.

Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben Arbeitnehmende, die für die Arbeitslosenversicherung beitragspflichtig sind, sowie die Arbeitnehmenden, die die obligatorische Schulzeit zurückgelegt, aber das Mindestalter für die AHV-Beitragspflicht noch nicht erreicht haben.

Folgende Arbeitnehmenden haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung:

  • Arbeitnehmende mit einem befristeten Arbeitsvertrag
  • Lernende
  • Temporärarbeitende
  • Arbeitnehmende, deren Arbeitszeit nicht ausreichend kontrollierbar ist
  • Arbeitnehmende mit einer dem Arbeitgeber nahe stehenden Funktion
  • ... ausführliche Liste in der Broschüre zur Kurzarbeitsentschädigung des SECO (PDF-Format).

Vorteile der Kurzarbeitsentschädigung

Für den Arbeitgeber

  • Die Arbeitsplätze bleiben erhalten.
  • Die Arbeitsverträge mit den Angestellten werden aufrechterhalten.
  • Das betriebliche Know-how wird bewahrt.
  • Das Personal ist umgehend verfügbar, sobald die Arbeit wieder aufgenommen werden kann.
  • Es entstehen keine Kosten für die Personalrekrutierung.

Für die Mitarbeitenden (verglichen mit den Leistungen für Arbeitslose)

  • Ihnen wird nicht gekündigt.
  • Sie müssen nichts unternehmen.
  • Es entstehen keine Beitragslücken bei der beruflichen Vorsorge.

Voraussetzungen

Kurzarbeit ist in der Regel wirtschaftlich bedingt.

Als Kurzarbeit gelten aber auch Arbeitsausfälle:

  • die auf behördliche Massnahmen zurückzuführen sind;
  • die auf vom Arbeitgeber nicht zu vertretende Umstände zurückzuführen sind;
  • die auf wetterbedingte Kundenausfälle zurückzuführen sind.

Keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung geben Arbeitsausfälle, wenn sie:

  • voraussichtlich nicht vorübergehend sind;
  • nicht mindestens 10 % der Arbeitsstunden ausmachen, die normalerweise im Betrieb insgesamt geleistet werden;
  • Arbeitsplätze nicht erhalten;
  • durch betriebsorganisatorische Massnahmen (Reinigungs-, Reparatur- oder Unterhaltsarbeiten) verursacht werden;
  • durch branchen-, berufs- und betriebsübliche oder durch saisonale Beschäftigungsschwankungen verursacht werden;
  • ... ausführliche Liste in der Broschüre zur Kurzarbeitsentschädigung des SECO (PDF-Format).

Vorgehen für den Arbeitgeber

1. Reichen Sie das Gesuch um Kurzarbeitsentschädigung mindestens 10 Tage vor Beginn der Kurzarbeit beim Amt für den Arbeitsmarkt ein (Adresse siehe unten).

Bei einem positiven Entscheid des AMA zahlt die von Ihnen ausgewählte Arbeitslosenkasse die Schlechtwetterentschädigung.

2. Beantragen Sie die Kurzarbeitsentschädigung bei der Arbeitslosenkasse Ihrer Wahl. Der Entschädigungsanspruch verfällt, wenn er nicht innerhalb von 3 Monaten nach Ende der entsprechenden Kontrollperiode geltend gemacht wird. Nach Prüfung des Gesuchs zahlt die Kasse dem Arbeitgeber die entsprechenden Leistungen in der Regel innerhalb eines Monats aus.

  • Alle Formulare im Zusammenhang mit der Kurzarbeit finden Sie auf der Website arbeit.swiss.
  • Was Arbeitgeber beachten müssen, können Sie in folgendem Dokument nachlesen:
Formulare für Kurzarbeitsentschädigung

Weiterbildung während der Kurzarbeit

Der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung bleibt bestehen, wenn der Arbeitgeber mit Einwilligung des AMA (kantonale Amtsstelle) die ausfallende Arbeitszeit ganz oder teilweise zur Weiterbildung der betroffenen Arbeitnehmenden verwendet.

Das AMA darf seine Einwilligung nur geben, wenn die Weiterbildung:

  • Fertigkeiten oder Kenntnisse vermittelt, die der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer auch bei einem Stellenwechsel nützlich sein können;
  • durch sachkundige Personen nach einem zum Voraus festgelegten Programm durchgeführt wird;
  • von der üblichen Tätigkeit im Betrieb klar getrennt ist;
  • nicht im alleinigen oder überwiegenden Interesse des Arbeitgebers liegt.

Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein.

Um die ausgefallene Arbeitszeit zur Weiterbildung der betroffenen Arbeitnehmenden verwenden zu dürfen, muss der Arbeitgeber das entsprechende Gesuch gemäss der Rechtsprechung analog der Voranmeldefrist nach Artikel 36 AVIG spätestens 10 Tage vor Beginn der Weiterbildung einreichen. Bei dieser Frist handelt es sich um eine Verwirkungsfrist. Wird das Gesuch verspätet eingereicht, kann die Weiterbildung erst für die Zeit nach Ablauf der Frist bewilligt werden (G6 ff. AVIG-Praxis KAE).

Bitte kontaktieren Sie vorab den Rechtsdienst des AMA, um die Weiterbildung zu melden und zusätzliche Informationen zum Ausfüllen des Gesuchs zu erhalten.

Kontakt

Das AMA ist für die Bearbeitung der Gesuche um Kurzarbeitsentschädigung im Kanton Freiburg zuständig und unterstützt Sie gerne bei allen notwendigen Schritten.

Amt für den Arbeitsmarkt - AMA
Rechtsdienst
Boulevard de Pérolles 25
1701 Freiburg

026 305 96 57
juridique.spe@fr.ch