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Sie müssen die Arbeit in Ihrem Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen vorübergehend reduzieren oder vollständig einstellen? In diesem Fall können Sie Kurzarbeit beantragen und unter gewissen Bedingungen eine Entschädigung erhalten.

Alle Formulare zur Kurzarbeit finden Sie auf dem Portal der Arbeitslosenversicherung arbeit.swiss.

1. Ordentliches Verfahren für KAE

Dieses Verfahren gilt auch für die Beantragung von Kurzarbeit im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine. Für Anträge im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie siehe Punkt 2.

Unter bestimmten Voraussetzungen zahlt die Arbeitslosenversicherung Entschädigungsleistungen, die einen Teil der Lohnkosten der vom Arbeitsausfall betroffenen Arbeitnehmenden abdecken.

Am ordentlichen Zahltagstermin zahlt der Arbeitgeber den Arbeitnehmenden 80 % des Verdienstausfalls (Lohn + Zulagen). Dieser Vorschuss wird ihm danach von der Arbeitslosenkasse zurückerstattet.

Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben Arbeitnehmende, die für die Arbeitslosenversicherung beitragspflichtig sind, sowie die Arbeitnehmenden, die die obligatorische Schulzeit zurückgelegt, aber das Mindestalter für die AHV-Beitragspflicht noch nicht erreicht haben.

Folgende Arbeitnehmenden haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung:

  • Arbeitnehmende mit einem befristeten Arbeitsvertrag
  • Lernende
  • Temporärangestellte
  • Arbeitnehmende, deren Arbeitszeit nicht ausreichend kontrollierbar ist
  • Arbeitnehmende mit einer dem Arbeitgeber nahe stehenden Funktion
  • ... ausführliche Liste auf arbeit.swiss

Vorgehen

Tabelle, die dem Arbeitgeber anzeigt, wie bei Kurzarbeit vorzugehen ist
Vergrössern Was es für Arbeitgeber zu beachten gilt © Alle Rechte vorbehalten
Tabelle, die dem Arbeitgeber anzeigt, wie bei Kurzarbeit vorzugehen ist

Voraussetzungen

Kurzarbeit ist in der Regel wirtschaftlich bedingt.

Als Kurzarbeit gelten aber auch Arbeitsausfälle:

  • die auf behördliche Massnahmen zurückzuführen sind;
  • die auf vom Arbeitgeber nicht zu vertretende Umstände zurückzuführen sind;
  • die auf wetterbedingte Kundenausfälle zurückzuführen sind.

Keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung geben Arbeitsausfälle, wenn sie:

  • voraussichtlich nicht vorübergehend sind;
  • nicht mindestens 10 % der Arbeitsstunden ausmachen, die normalerweise im Betrieb insgesamt geleistet werden;
  • Arbeitsplätze nicht erhalten;
  • durch betriebsorganisatorische Massnahmen (Reinigungs-, Reparatur- oder Unterhaltsarbeiten) verursacht werden;
  • durch branchen-, berufs- und betriebsübliche oder durch saisonale Beschäftigungsschwankungen verursacht werden;
  • ... ausführliche Liste auf arbeit.swiss

Weiterbildung während der Kurzarbeit

Der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung bleibt bestehen, wenn der Arbeitgeber mit Einwilligung des AMA (kantonale Amtsstelle) die ausfallende Arbeitszeit ganz oder teilweise zur Weiterbildung der betroffenen Arbeitnehmenden verwendet.

Das AMA darf seine Einwilligung nur geben, wenn die Weiterbildung:

  • Fertigkeiten oder Kenntnisse vermittelt, die der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer auch bei einem Stellenwechsel nützlich sein können;
  • durch sachkundige Personen nach einem zum Voraus festgelegten Programm durchgeführt wird;
  • von der üblichen Tätigkeit im Betrieb klar getrennt ist;
  • nicht im alleinigen oder überwiegenden Interesse des Arbeitgebers liegt.

Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein.

Um die ausgefallene Arbeitszeit zur Weiterbildung der betroffenen Arbeitnehmenden verwenden zu dürfen, muss der Arbeitgeber das entsprechende Gesuch gemäss der Rechtsprechung analog der Voranmeldefrist nach Artikel 36 AVIG spätestens 10 Tage vor Beginn der Weiterbildung einreichen.

Bei dieser Frist handelt es sich um eine Verwirkungsfrist. Wird das Gesuch verspätet eingereicht, kann die Weiterbildung erst für die Zeit nach Ablauf der Frist bewilligt werden (G6 ff. AVIG-Praxis KAE).

Bitte kontaktieren Sie vorab den Rechtsdienst des AMA, um die Weiterbildung zu melden und zusätzliche Informationen zum Ausfüllen des Gesuchs zu erhalten.

Kurzarbeit im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine

Kurzarbeit kann auch aufgrund der Situation in der Ukraine gewährt werden. Damit sie eine Entschädigung erhalten, müssen die Betriebe nachweisen, dass ein Kausalzusammenhang zwischen dem erlittenen wirtschaftlichen Schaden und dem Russland-Ukraine-Konflikt besteht.

Voranmeldung von Kurzarbeit: Die Betriebe können das Formular für die ordentliche Voranmeldung nutzen, das auf den Portal der Arbeitslosenversicherung arbeit.swiss verfügbar ist.
Abrechnungsformular – ACHTUNG! Die Betriebe dürfen nicht die Abrechnungsformulare verwenden, die auf dem Portal arbeit.swiss verfügbar sind, da diese noch die Regelung für geringe Einkommen beinhalten, die nur für die KAE im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie gültig ist. Sie erhalten das Abrechnungsformular zusammen mit der Grundsatzbewilligung für Kurzarbeit vom Amt für den Arbeitsmarkt (AMA).

Alle erforderlichen Informationen zu den derzeit geltenden Regeln in Bezug auf die Kurzarbeit finden Sie auf der Website arbeit.swiss.

2. Kurzarbeit im Zusammenhang mit COVID-19

Wir kehren in Bezug auf die Kurzarbeit im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wieder ins normale Verfahren zurück. Das bedeutet, dass die Voranmeldung von Kurzarbeit wieder nach dem ordentlichen Verfahren erfolgt. Bis am 31. Dezember 2022 gelten aber noch drei Ausnahmen:

  • Aufhebung der Voranmeldefrist
  • Bewilligung von Kurzarbeit für eine Dauer von bis zu sechs Monaten 
  • Höhere Kurzarbeitsentschädigung für geringe Einkommen  

Die Formulare, die Sie für die Einreichung Ihrer Voranmeldung und Ihrer Abrechnung benötigen, sowie eine Übersicht über die derzeit geltenden Bestimmungen finden sie auf der Website arbeit.swiss.  

Sie haben Fragen?

Amt für den Arbeitsmarkt - AMA
Rechtsdienst
Boulevard de Pérolles 25
1701 Freiburg

026 305 96 57
juridique.spe@fr.ch
Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr.

 

 

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KA - Kurzarbeitsentschädigung
KA - Kurzarbeitsentschädigung © Etat de Fribourg - Etat de Fribourg
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Herausgegeben von Amt für den Arbeitsmarkt

Letzte Änderung : 29.04.2022