Die siebte Ausgabe von BIOKET fand vom 17. bis 19. März 2026 im Forum Freiburg statt und ging sehr erfolgreich zu Ende. Während dreier Tage wurde Freiburg mit 485 Teilnehmenden aus rund 30 Ländern zu einem internationalen Treffpunkt für Schlüsseltechnologien der Biowirtschaft.
Organisiert vom Cluster Bioeconomy For Change (B4C) in Partnerschaft mit der Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg (WIF) bot BIOKET ein dichtes Programm mit Konferenzen, technischen Sessions, B2B-Meetings, Workshops und Standortbesichtigungen. Rund fünfzig Unternehmen und Partnerorganisationen präsentierten zudem ihre Projekte im Ausstellungsbereich und gaben einen konkreten Einblick in laufende Initiativen.
«Diese Ausgabe in Freiburg verkörpert den Geist von BIOKET perfekt: Brücken zwischen Forschung, Industrie und Regionen zu schlagen. Wir haben hier ein besonders günstiges Umfeld vorgefunden, das die Entwicklung kollaborativer Projekte beschleunigen kann», sagt Johan De Coninck, Head of Connexions & International bei B4C.
Ein Schlüsselsektor zur Transformation der Produktionsmodelle
Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Biowirtschaft, die sämtliche Aktivitäten umfasst, die biologische Ressourcen nutzen, um Lebensmittel, Materialien, Moleküle, Biopolymere oder Energie zu erzeugen, zu verarbeiten und zu verwerten. An der Schnittstelle von Industrie, Forschung und Innovation spielt sie eine zentrale Rolle beim Übergang zu einer verstärkt kreislauforientierten Wirtschaft.
Die jüngsten Ereignisse im Nahen Osten und ihre Auswirkungen verdeutlichen die anhaltende Abhängigkeit unserer Volkswirtschaften von fossilen Energien. In diesem Kontext bietet die Biowirtschaft konkrete Alternativen, um deren Auswirkungen zu begrenzen und die Resilienz der Wertschöpfungsketten zu stärken.
Das Freiburger Ökosystem im Fokus
Neben den Konferenzen ermöglichte BIOKET 2026 auch einen direkten Einblick in das Freiburger Ökosystem durch Besuche bedeutender Standorte: die Liebherr Gruppe und ihre Technologien, insbesondere im Bereich Wasserstoffmotoren, der Campus AgriCo für Innovationen in der Nahrungsmittelproduktion sowie der Verwertung von Biomasse sowie das Ökosystem rund um bluefactory, das Institut ChemTech der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg und das Marly Innovation Center. Diese Einblicke zeigten die Fähigkeit des Kantons, die gesamte Wertschöpfungskette von der angewandten Forschung bis zur Industrialisierung abzudecken.
«BIOKET 2026 zeigt, dass Freiburg heute ein Ort ist, an dem Ideen konkret werden. Die Biowirtschaft ist mehr als nur ein Versprechen oder ein Potenzial, sondern eine sich in unserem Kanton rasch entwickelnde Realität, wie etwa die Start-ups Bloom Biorenewables oder Seprify zeigen. Letzteres hat vor wenigen Tagen eine Finanzierungsrunde von über 12 Millionen Franken erfolgreich abgeschlossen», betont Jerry Krattiger, Direktor der WIF.
Eine kohärente und langfristige Strategie
Die Austragung von BIOKET 2026 ist Teil der wirtschaftlichen Entwicklungsstrategie des Kantons, in der die Biowirtschaft – neben Industrie 4.0 – eine prioritäre Rolle einnimmt. Nach dem Bioeconomy Forum 2024 markiert diese internationale Konferenz einen weiteren Entwicklungsschritt und bestätigt die Verankerung und Bedeutung Freiburgs in den europäischen und globalen Netzwerken der Biowirtschaft.
BIOKET, ein Treffpunkt der Biowirtschaft
BIOKET (BIOeconomy Key Enabling Technologies) wurde 2018 vom Cluster Bioeconomy For Change (B4C) lanciert und hat sich als wichtiger Treffpunkt für die Akteure der Biowirtschaft etabliert. Die Veranstaltung stellt Technologien und Biotechnologien in den Vordergrund, die die Verwertung von Biomasse ermöglichen und neue Anwendungen mit hoher Wertschöpfung eröffnen.
Nach mehreren Ausgaben in Europa und Nordamerika, unter anderem in Lille, Reims, Brüssel oder Trois-Rivières (Kanada), findet BIOKET 2026 erstmals in der Schweiz in Freiburg statt. Jede Ausgabe vereint ein internationales Ökosystem von Fachleuten aus Forschung, Industrie und Innovation und fördert den Austausch sowie neue Partnerschaften.
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