Sensibilisieren, ohne zu moralisieren, ganz nah an der Realität der Jugendlichen
Auch wenn das Glücksspiel für viele Menschen zum Alltag gehört, können bestimmte Praktiken erhebliche finanzielle, schulische, berufliche, soziale oder psychologische Folgen haben. Junge Erwachsene sind besonders gefährdet, insbesondere aufgrund der zunehmenden Vielfalt an Glücksspielangeboten und deren Zugänglichkeit.
Die Ausstellung, die an der GIBS und der KBS gezeigt wird, verfolgt einen präventiven, interaktiven und nicht schuldbewussten Ansatz. Sie ermöglicht es den Schülern, die Mechanismen des Glücksspiels besser zu verstehen, bestimmte Vorurteile (Kontrollillusionen, Gewinnwahrscheinlichkeiten) zu erkennen und sich der Risiken einer unkontrollierten Spielpraxis bewusst zu werden.
Eine interaktive Ausstellung mit Führung
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Stand „Tous joueurs“ (Alle Spieler) mit interaktiven und spielerischen Aktivitäten, die zum Ausprobieren und Austausch anregen. Der Besuch beginnt mit einer gemeinsamen Aktivität rund um ein „Rad des Unglücks“, das die möglichen Folgen von exzessivem Spielen veranschaulicht, bevor die Besucher die verschiedenen Module auf eigene Faust entdecken können.
Die Klassen nehmen im Rahmen des Schulunterrichts in Begleitung ihrer Lehrkraft an der Besichtigung teil und werden dabei von einem speziell zur Unterstützung der Aktivität entwickelten pädagogischen Leitfaden begleitet.
Informieren und auf Hilfsangebote hinweisen
Über die Sensibilisierung hinaus informiert die Ausstellung auch über Hilfsangebote für Lernende, sei es durch Mediationsdienste der Berufsfachschulen oder durch spezialisierte Strukturen, die im Kanton und auf nationaler Ebene tätig sind.
Ziel ist es, daran zu erinnern, dass es Lösungen gibt und dass es normal und wünschenswert ist, Hilfe für sich selbst oder einen Angehörigen in Anspruch zu nehmen.
Zusammenarbeit im Dienste der Prävention
Diese Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit der Organisation REPER, der sich für Prävention und Gesundheitsförderung bei Jugendlichen und Erwachsenen einsetzt, und dem PILDJ angeboten hat. Sie ist Teil der Bemühungen der Freiburger Berufsfachschulen, Präventionsmassnahmen und die Förderung des Wohlbefindens der Lernenden zu verstärken.