Der Service Check macht die Anmeldung von Hausangestellten und die Lohnabrechnung zum Kinderspiel. Seit zwei Jahrzehnten können Freiburger Haushalte, die Personal für Arbeiten im Haushalt beschäftigen (wie Putzen, Gartenarbeit, Kinderbetreuung usw.), die Unterstützung des Vereins in Anspruch nehmen, der den Grossteil der administrativen Aufgaben für sie erledigt. Und immer mehr Haushalte tun dies. Von den insgesamt 7450 Mitgliedern, die der Verein seit seiner Gründung zählt, hatten 3235 Arbeitgebende im Jahr 2025 mindestens einen aktiven Vertrag und beschäftigten insgesamt 1864 Angestellte, die korrekt entlöhnt wurden. In den letzten 20 Jahren wurden über den Service Check eine Lohnsumme von fast 120 Millionen Franken abgewickelt und Beiträge an die obligatorischen Sozialversicherungen in Höhe von über 20 Millionen Franken geleistet.
Der Service Check erfüllt somit voll und ganz die Ziele, die für seine Gründung massgebend waren, nämlich einer wachsenden Zahl von Arbeitnehmenden den Zugang zu einer sozialen Grundabsicherung (AHV, IV, Arbeitslosenversicherung und Unfallversicherung) zu ermöglichen und gleichzeitig Schwarzarbeit zu bekämpfen. Trotz diesem Erfolg darf die Sensibilisierungsarbeit aber nicht vernachlässigt werden. Zu seinem 20-Jahr-Jubiläum lanciert der Service Check daher in diesem Herbst eine Werbekampagne, die sich an ein breites Publikum richtet. Diese wird auf verschiedenen Kanälen ausgespielt und umfasst insbesondere Videos mit Erfahrungsberichten sowie Radiospots. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem deutschsprachigen Kantonsteil, wo der Verein nach wie vor über ein grosses Entwicklungspotenzial verfügt. Als Höhepunkt werden schliesslich bei einem Wettbewerb 20 Stunden Haushaltshilfe verlost.
Welchen Lohn für Hausangestellte? Genau wie die Anmeldung der Arbeitsverhältnisse ist ein fairer Lohn von entscheidender Bedeutung für die Anerkennung und Aufwertung der Arbeit in der Hauswirtschaft. Der Normalarbeitsvertrag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hausdienst empfiehlt Bruttomindestlöhne, die je nach Qualifikation der Angestellten zwischen 21 Franken und 24.05 Franken pro Stunde liegen. Die Zahlen des Service Check zeichnen hier ein erfreuliches Bild. Denn der Nettostundenlohn, den seine Mitglieder ihren Angestellten im Jahr 2025 gezahlt haben, lag leicht über 26 Franken.
Service Check: enge Zusammenarbeit zwischen dem AMA und dem CIS Das Amt für den Arbeitsmarkt (AMA) hat den Service Check im Auftrag des Staatsrats geschaffen und im Jahr 2006 lanciert. Es ist gemäss dem Gesetz über die Beschäftigung und den Arbeitsmarkt (BAMG) immer noch für die Kontrolle und Werbung für den Service Check verantwortlich. Die Verwaltung wurde dem Centre d’Intégration Socioprofessionnelle (CIS) übertragen.