Wichtigste regionale Ergebnisse
Die Arbeitsmarkstatistik des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) liefert Informationen über den Arbeitsmarkt auf Landes-, Kantons-, Bezirks- und Gemeindeebene. Die wichtigsten Indikatoren sind die Arbeitslosigkeit, die Kurzarbeit (KA) und die offenen Stellen. Die Arbeitslosenquoten ab 2023 wurden im Juli 2025 revidiert (siehe Metadaten).
Arbeitslosenquote
Seit 2004 schwankt die monatliche Arbeitslosenquote im Kanton Freiburg zwischen 1,8% und 3,9%, mit saisonalen Schwankungen und Anstiegen in Krisenzeiten. Insgesamt liegt die Freiburger Arbeitslosenquote unter dem nationalen Durchschnitt oder seit einigen Jahren sehr nahe daran. Die Arbeitslosigkeit reagiert in der Regel mit einer leichten Verzögerung auf konjunkturelle Veränderungen.
So stieg die durchschnittliche jährliche Arbeitslosenquote im Kanton Freiburg aufgrund der globalen Finanzkrise von 2,5% im Jahr 2008 auf 3,3% im Jahr 2009. Die COVID-19-Pandemie hat einen ähnlichen Anstieg verursacht: Die durchschnittliche Arbeitslosenquote stieg von 2,5% im Jahr 2019 auf 3,3% im Jahr 2020, bevor sie 2021 auf 3,0% zurückging, was immer noch über dem Vorkrisenniveau lag. Die Jahre 2022 und 2023 waren durch einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosenquote gekennzeichnet, die 2023 einen Tiefststand von durchschnittlich 2,0% erreichte. Die konjunkturelle Verlangsamung führte zu einem Wiederanstieg im Jahr 2024, der sich 2025 fortsetzte. Im Jahresdurchschnitt lag die Arbeitslosenquote im Kanton Freiburg 2025 bei 2,6%, d.h. 0,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Der Saanebezirk wies die höchste Arbeitslosenquote auf (3,3 % im Jahresdurchschnitt), während der Sense- (1,3 %) und der Seebezirk (1,8 %) die niedrigsten Quoten verzeichneten.
Arbeitslosenquote im Kanton Freiburg im Jahresdurchschnitt 2025
Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt von 2004 bis 2025
Im Jahr 2025 zählte der Kanton Freiburg durchschnittlich 4684 registrierte Arbeitslose, das sind 564 mehr als im Jahr 2024. Davon waren 2609 Männer und 2074 Frauen. Die durchschnittliche jährliche Arbeitslosenquote war somit bei den Männern (2,7%) etwas höher als bei den Frauen (2,5%).
Es ist auch zu beobachten, dass ausländische Staatsangehörige stärker von Arbeitslosigkeit betroffen sind (4,9% im Jahresdurchschnitt 2025) als Schweizer Staatsangehörige (1,7%). Die Arbeitslosenquote stieg 2025 in allen Altersklassen an, wobei der Anstieg bei den 25- bis 49-Jährigen am stärksten ausfiel (2,8%, +0,4 Prozentpunkte gegenüber 2024) . Bei den Jugendlichen (15-24 Jahre) und den 50- bis 64-Jährigen lag sie im Jahresdurchschnitt bei 2,4%, d.h. 0,2 Prozentpunkte höher als 2024.
Jugendarbeitslosenquote (15-24 Jahre) im Kanton Freiburg im Jahresdurchschnitt 2025
Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt nach Geschlecht, Nationalität und Altersklasse, 2024 und 2025
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Standardschemata
Open Government Data (OGD)
Metadaten
Als registrierte Stellensuchende gelten alle arbeitslosen und nichtarbeitslosen Personen, die bei einem regionalen Arbeitsvermittlungszentrum gemeldet sind und eine Stelle suchen.
Als registrierte Arbeitslose gelten alle Personen, die bei einem regionalen Arbeitsvermittlungszentrum gemeldet sind, keine bezahlte Arbeit ausüben, sofort verfügbar sind und eine Arbeit suchen.
Nicht gezählt werden Stellensuchende, die mehr als 30 Tage nicht vermittlungsfähig sind (z.B. kranke oder verunfallte Arbeitslose, Personen, die sich in einer Rekrutenschule oder in einem Programm zur vorübergehenden Beschäftigung befinden usw.).
Die Arbeitslosenquote ermittelt den Anteil der zu einem gewissen Zeitpunkt gemeldeten Arbeitslosen im Verhältnis zum Bestand der Erwerbspersonen, der anlässlich der letzten Volkszählung (bis 2009), respektive alle drei Jahre auf Basis der Strukturerhebung des Bundesamts für Statistik (BFS), berechnet wird.
Die Arbeitslosenquoten ab 2023 wurden im Juli 2025 revidiert. Sie werden nun auf der Grundlage der durchschnittlichen Erwerbsbevölkerung der Jahre 2021 bis 2023 berechnet (181'109 Erwerbspersonen für den Kanton Freiburg).