Die zehn interdisziplinären Teams, die sich insbesondere aus Fachpersonen der Bereiche Ingenieurwesen, Architektur, Landschaftsarchitektur und Mobilität zusammensetzten, präsentierten vielfältige Lösungen, um den Vorgaben in Bezug auf Mobilität, Sicherheit, landschaftliche Integration, Umweltschutz und Tragwerksleistung gerecht zu werden.
Die Jury, zusammengesetzt aus Vertreterinnen und Vertretern des Kantons Freiburg, des Bundesamts für Strassen (ASTRA), der Gemeinde Granges-Paccot, der Agglomeration Freiburg sowie unabhängigen Fachleuten, hat die Projekte in zwei Phasen bewertet. Nach Abschluss ihrer Beratungen wählte sie das Projekt «Papillon» zum Sieger und empfiehlt dem Bauherrn, dem ASTRA, die weiteren Planungsarbeiten den Verfassern dieses Projekts zu übertragen.
Ein Projekt, das sich harmonisch einfügt …
Das Projekt «Papillon» ist in der Verlängerung der Route d’Agy östlich der Lavapesson-Brücke vorgesehen. Es verbindet die Wohnquartiere effizient mit dem Sektor Portes de Fribourg und gewährleistet eine regionale Anbindung an die TransAgglo Freiburg–Düdingen.
Das vorgeschlagene Bauwerk besteht aus sechs Feldern, darunter ein 106 Meter langes Hauptfeld, das das Tal überspannt, ohne dass an dessen Hänge Eingriffe nötig sind. Durch seine Lage ermöglicht es zudem die Schaffung neuer Verbindungen auf Quartierebene. Die Linienführung fügt sich in die Landschaft ein und sieht am nördlichen Ende der Passerelle einen begrünten Bereich vor.
… und den künftigen Mobilitätsbedürfnissen gerecht wird
Die zwischen 1968 und 1970 erbaute Lavapesson-Brücke befindet sich in Granges-Paccot beim Autobahnanschluss Freiburg-Nord. Sie verbindet die verschiedenen Rampen der N12 und ermöglicht der Kantonsstrasse Murten–Freiburg die Überquerung der Autobahn und des Lavapesson.
Anlässlich der Sanierung des Viadukts durch das ASTRA in den Jahren 2018 und 2019 wurde ein provisorisches Trottoir erstellt. Dessen Breite reicht jedoch nicht aus, um den Fuss- und Veloverkehr unter zufriedenstellenden Bedingungen abzuwickeln. Aus diesem Grund hat der Kanton seine Unterstützung an die Realisierung einer eigenen Überführung für den Langsamverkehr geknüpft – ein Projekt, das zunächst vom Bund unterstützt und später von ihm übernommen wurde.
Die künftige eigenständige Passerelle für die sanfte Mobilität wird die Sicherheit der Fussgängerinnen und Fussgänger sowie der Velofahrenden zwischen den Sektoren Plateau d’Agy, Portes de Fribourg und Route de la Chenevière gewährleisten. Sie wird die bis 2040 vorgesehene Wohnbau- und Wirtschaftsentwicklung begleiten.
Öffentlich zugängliche Ausstellung
Im Anschluss an die Vernissage wird die Ausstellung an der Route d’Englisberg 23 in GrangesPaccot für das Publikum geöffnet. Die Öffnungszeiten sind an den Wochenenden vom 5./6. und 12./13. September 2026 von 9 bis 12 Uhr sowie von Montag, 7. September, bis Freitag,11. September 2026 jeweils von 16 bis 18 Uhr.