Massnahmen im Bereich Bau, Gebäudesanierung und Energie

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Mit den Massnahmen, die im Bereich Bau, Gebäudesanierung und Energie vorgeschlagen werden, sollen vor allem der Hoch- und der Tiefbau und die auf diesen Märkten tätigen Subunternehmen unterstützt werden. Es handelt sich dabei um Massnahmen, mit denen der Verlust von Arbeitsplätzen in diesem Bereich vermieden werden soll. Die Gesamtkosten der Massnahmen belaufen sich auf 21 930 000 Franken. Folgende Massnahmen sind geplant:
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    • Be­schrei­bung der Mass­nah­me: Das Ge­bäu­de­pro­gramm des Kan­tons Frei­burg ist seit 2017 in Kraft und um­fasst drei­zehn För­der­mass­nah­men für die Ge­bäu­de­sa­nie­rung und den Er­satz von fos­si­len Heiz­sys­te­men durch er­neu­er­ba­re En­er­gi­en. Das zur­zeit gül­ti­ge Ge­bäu­de­pro­gramm ge­ne­riert di­rek­te In­ves­ti­tio­nen in der Höhe von ins­ge­samt 115 Mil­lio­nen Fran­ken pro Jahr. Wer­den die För­der­bei­trä­ge für die drei­zehn Mass­nah­men um min­des­tens 50 % er­höht, so wird die Bau­wirt­schaft (die im Kan­ton be­son­ders aktiv ist) einen deut­li­chen An­stieg der Ar­beits­auf­trä­ge ver­zeich­nen. Dar­über hin­aus entspricht diese Mass­nah­me, die sich an ein sehr brei­tes Pu­bli­kum von Haus­ei­gen­tü­me­rin­nen und Haus­ei­gen­tü­mern rich­tet, den en­er­gie- und kli­ma­po­li­ti­schen Zie­len des Staats, da sie eine er­heb­li­che Sen­kung der CO2-Emis­sio­nen er­mög­licht. Das Pro­gramm wird zu einem Drit­tel vom Kan­ton und zu zwei Drit­teln vom Bund fi­nan­ziert. Der Mul­ti­pli­ka­tor­ef­fekt die­ser Mass­nah­me ist deshalb umso in­ter­es­san­ter.
    • Kos­ten: 5 000 000 Fran­ken
    • Er­war­te­ter Bun­des­bei­trag: 10 000 000 Fran­ken (in Form von Glo­bal­bei­trä­gen)
    • Frist für die Rea­li­sie­rung: so­fort
    • Ge­setz­li­che Grund­la­ge: En­er­gie­ge­setz vom 9. Juni 2000 (EnGe; SGF 770.1)

     

    Kontakt: https://www.leprogrammebatiments-fr.ch/2020/de/

    • Be­schrei­bung der Mass­nah­me: Mit der Mass­nah­me sol­len be­reits ge­plan­te Un­ter­halts-, Re­stau­rie­rungs- und Kon­ser­vie­rungs­ar­bei­ten an Ge­bäu­den des Staats durch­ge­führt wer­den, die zum Bei­spiel im Asyl­we­sen ge­nutzt wer­den (prio­ri­tär: Ste Eli­sa­beth). Eben­falls ein­ge­schlos­sen sind Mass­nah­men, die dar­auf ab­zie­len, op­ti­ma­len Som­mer­kom­fort in den (neuen und be­stehen­den) Ge­bäu­den des Staats haupt­säch­lich durch pas­si­ve Küh­lung zu ge­währ­leis­ten.
    • Kos­ten: 1 850 000 Fran­ken

    2020 :

     

    300 000 CHF SBat (3131.001), assainissement progressif et planifié du parc immobilier

    120 000 CHF SG-DAEC-DD (3131.001),

    35 000 CHF SEn (3130.000),

    300 000 CHF DSAS (pour St Elisabeth, sur AISO 5040.000 Construction d’immeubles)

    2021 :

    400 000 CHF SBat (3131.001), assainissement progressif et planifié du parc immobilier

    20 000 CHF SG-DAEC-DD (3131.001),

    80 000 CHF SEn (3130.000)

    550 000 CHF DSAS (idem)

    2022 : 45 000 CHF SEn (3130.000)
    • Er­war­te­ter Bun­des­bei­trag: -
    • Frist für die Rea­li­sie­rung: so­fort, Ar­bei­ten für die Jahre 2020 bis 2022
    • Ge­setz­li­che Grund­la­gen: keine not­wen­dig, da der Staat die Auf­ga­be hat, die Räum­lich­kei­ten in sei­nem Be­sitz zu un­ter­hal­ten.
    • Be­schrei­bung der Mass­nah­me: Mit der Mass­nah­me sol­len be­reits ge­plan­te Un­ter­halts-, Re­stau­rie­rungs- und Kon­ser­vie­rungs­ar­bei­ten an his­to­ri­schen Ge­bäu­den des Staats fi­nan­zi­ell un­ter­stützt wer­den. Sie ist ins­be­son­de­re für die Klos­ter­kir­che, die alte Mühle und den Bau­ern­hof des Klos­ters Al­ten­ryf be­stimmt, einen Stand­ort von na­tio­na­ler Be­deu­tung.
    • Kos­ten: Das Pro­gramm zur Sa­nie­rung der be­trof­fe­nen Ge­bäu­de wird auf 13 500 000 Fran­ken ge­schätzt. Etwa 1 600 000 Fran­ken sollten durch or­dent­li­che Sub­ven­tio­nen (Bund und Kan­ton) gede­ckt sein. Es wird eine zu­sätz­li­che fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung von 6 000 000 Fran­ken vor­ge­schla­gen. Wei­te­re Bei­trä­ge wer­den von der Lo­te­rie ro­man­de in Form von Schen­kun­gen er­war­tet.
    • Er­war­te­ter Bun­des­bei­trag: 800 000 Fran­ken (wei­te­re Bei­trä­ge mög­lich, wie etwa über die Lo­te­rie ro­man­de oder das För­der­pro­gramm des Bun­des­amts für Raum­ent­wick­lung ARE
    • Frist für die Rea­li­sie­rung: so­fort, Ar­bei­ten für die Jahre 2020 bis 2022
    • Ge­setz­li­che Grund­la­ge: Das Ge­setz über den Schutz der Kul­tur­gü­ter er­mög­licht die üb­li­chen Fi­nanz­hil­fen für der­ar­ti­ge Ar­bei­ten. Für eine zu­sätz­li­che fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung braucht es eine ge­setz­li­che Grund­la­ge. 
    • Be­schrei­bung der Mass­nah­me: Zur­zeit lau­fen meh­re­re Gross­pro­jek­te (im Sta­di­um Mach­bar­keits­stu­die oder Vor­pro­jekt), na­ment­lich am Land­wirt­schaft­li­chen In­sti­tut des Kan­tons Frei­burg (Pro­jek­te «La Gran­ge Neuve» und «Kä­se­kul­tu­ren») und auf dem Wein­gut Les Fa­ve­r­ges (Sa­nie­rung und Re­no­va­ti­on), für rund 30 Mil­lio­nen Fran­ken. Um diese In­ves­ti­tio­nen zu be­schleu­ni­gen und die Durch­füh­rung von Auf­la­gen und ers­ten Aus­schrei­bun­gen im Jahr 2021 zu er­mög­li­chen, be­nö­tigt das Hoch­bau­amt für einen Zeit­raum von zwei Jah­ren zu­sätz­li­che Pro­jekt­lei­ter und eine Bau­her­ren­un­ter­stüt­zung. Auch das Bau- und Raum­pla­nungs­amt be­nö­tigt Un­ter­stüt­zung bei der Be­ar­bei­tung der Orts­plä­ne. Die Be­ar­bei­tung die­ser Dos­siers wurde durch ein Ur­teil des Kan­tons­ge­richts vom 3. Sep­tem­ber 2019 er­heb­lich ver­lang­samt. Rund dreis­sig Ge­samt­re­vi­sio­nen ste­hen zur­zeit still, bis das Bun­des­ge­richt in einer vom Staat er­ho­be­nen Be­schwer­de ent­schie­den hat. Aus­ser­dem müs­sen 230 Re­kur­se im Rah­men der Prü­fung der Pla­nungs­dos­siers be­han­delt wer­den. Dar­über hin­aus haben rund dreis­sig Ge­mein­den im Kan­ton Frei­burg be­an­tragt, dass ihr Fall be­han­delt wird, ohne dass der Ent­scheid des Bun­des­ge­richts ab­ge­war­tet werde.
    • Kos­ten: 2 220 000 Fran­ken für ein Projekt zum Vorziehen von Investitionsprojekten und zur beschleunigten Bearbeitung der Ortsplanung. Darunter fallen:
      • 720 000 CHF für das BRPA (Ortsplanung)
      • 1 500 000 CHF für Mandate für Machbarkeitsstudien / Vorprojekte an Bauherrenunterstützungen für Projekte wie «La Grange Neuve», «Käsekulturen» und auf dem Weingut Les Faverges (Sanierung und Revonation). Die Beträge werden verteilt auf die ILFD (LIG) und die RUBD (HBA) unter folgenden Positionen: 3440 IAGR 5040.000, BATI-I-674-100 (Sanierung und Vergrösserung Weingut Les Faverges): 5040.002
    • Er­war­te­ter Bun­des­bei­trag: -
    • Frist für die Um­set­zung: öf­fent­li­che Auf­la­ge in den Jah­ren 2021 und 2022 / so­fort für die Be­ar­bei­tung der Orts­plä­ne
    • Ge­setz­li­che Grund­la­ge: keine not­wen­dig, da das Hoch­bau­amt für die Durch­füh­rung der Bau­pro­jek­te des Staa­tes und das Bau- und Raum­pla­nungs­amt für die Be­ar­bei­tung der Orts­plä­ne zu­stän­dig ist. 
    • Be­schrei­bung der Mass­nah­me: Die Mass­nah­me be­inhal­tet die Durch­füh­rung eines Pi­lot­pro­jekts für die Rea­li­sie­rung von An­la­gen für den Ve­lo­ver­kehr durch das Tief­bau­amt zwi­schen 2020 und 2022. Ins­be­son­de­re ist die Ein­rich­tung von Ve­lo­park­plät­zen an den Schnitt­stel­len zum öf­fent­li­chen Ver­kehr ge­plant, wobei die ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren für die Ein­rich­tung die­ser Plät­ze, deren Di­men­sio­nie­rung im Sach­plan Velo vor­ge­se­hen ist, ge­nutzt wer­den sol­len. Die Mass­nah­me sieht auch die För­de­rung der Nut­zung des Zwei­rad­ver­kehrs durch die Ver­ga­be von Auf­trä­gen an Kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men im Kan­ton vor.
    • Kos­ten: 1 000 000 Fran­ken
    • Er­war­te­ter Bun­des­bei­trag: -
    • Frist für die Rea­li­sie­rung: so­fort
    • Ge­setz­li­che Grund­la­ge: keine not­wen­dig, da das Tief­bau­amt für die Durch­füh­rung von Bau­pro­jek­ten des Staats im Be­reich der Mo­bi­li­tät zu­stän­dig ist.
    • Be­schrei­bung der Mass­nah­me: Die Mass­nah­me be­inhal­tet die be­schleu­nig­te Um­set­zung von ge­plan­ten Bau­pro­jek­ten der tpf, indem ihre Fi­nan­zie­rung durch rück­zahl­ba­re Dar­le­hen si­cher­ge­stellt wird. So be­fin­den sich bei­spiels­wei­se meh­re­re Bus­bahn­hö­fe in un­ter­schied­li­chen Pla­nungs­sta­di­en (9 Bahn­hö­fe). Ins­be­son­de­re beim Bahn­hof Frei­burg sind Ar­bei­ten im Zu­sam­men­hang mit der Neu­ge­stal­tung des Bahn­hofs­plat­zes (tech­ni­sche Sa­nie­rung, Er­neue­rung der Per­rons, Än­de­rung der Ver­kehrs­rich­tung zur Tren­nung der Ver­kehrs­strö­me usw.) nötig. Ge­plant ist auch die Schaf­fung eines War­tungs­zen­trums in Bulle, Sek­tor Plan­chy, mit dem Bau einer neuen Ga­ra­ge für Stras­sen­fahr­zeu­ge, um Syn­er­gie­ef­fek­te zu er­zie­len. Ge­stützt auf den kan­to­na­len Richt­plan pla­nen die tpf aus­ser­dem In­ves­ti­tio­nen in die Park & Ride-An­la­gen (P+R) (ins­ge­samt 210 P+R-Plät­ze).
    • Kos­ten: 5 860 000 Fran­ken
    • Er­war­te­ter Bun­des­bei­trag: für ge­wis­se Bus­bahn­hö­fe ge­stützt auf den Na­tio­nal­stras­sen- und Ag­glo­me­ra­ti­ons­ver­kehrs­fonds (NAF) und Fi­nan­zie­rung von Ab­schrei­bun­gen und Zin­sen für Bus­bahn­hö­fe und Ga­ra­gen ge­stützt auf das Per­so­nen­be­för­de­rungs­ge­setz
    • Frist für die Rea­li­sie­rung: so­fort
    • Ge­setz­li­che Grund­la­ge: Ver­kehrs­ge­setz vom 20. Sep­tem­ber 1994 (VG; SGF 780.1).
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Letzte Änderung : 28.11.2020