29. Mai 2020 -17h07

Die freiburgischen Jäger können im Juli und August 2020 Wildschweine jagen. Die Jagd ist auf drei Tage pro Woche sowie auf bestimmte Sektoren ausserhalb des Waldes beschränkt und nur morgens und abends erlaubt. Ziel ist es, die Verwüstungen in den am stärksten betroffenen Zonen einzuschränken.

Wildschwein
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Aufgrund des Anstiegs des Wildschweinbestandes, der Schäden, die dieser seit vier Jahren verursacht und dem deutlichen Anstieg im Jahr 2018, hat der Staatsrat auf Antrag der ILFD und ihres Amts für Wald und Natur eine Verordnung verabschiedet, die die Jagd auf das Wildschwein im Juli und August 2020 erlaubt.

Nach der Jagdgesetzgebung des Bundes und des Kantons kann der Abschuss von Wildschweinen zu Regulierungszwecken ausnahmsweise gestattet werden. Die Rechtsprechung empfiehlt jedoch, die Jagdsaison zu verlängern, bevor solche Massnahmen ergriffen werden. Aus diesem Grund sieht die Verordnung die Ausweitung der Jagdsaison auf Juli und August 2020 vor. Im Wald und in den Wildschutzgebieten ist die Jagd jedoch verboten. Sie ist auf die Sektoren beschränkt, in denen Schäden festgestellt worden sind.

Diese Jagd beschränkt sich auf drei Tage pro Woche (Dienstag, Donnerstag und Samstag) und ist jeweils morgens und abends für eine bestimmte Dauer vor und nach Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang gestattet. Die Jagdzeiten sind ähnlich wie im Kanton Waadt, wo die Jagd auf das Wildschwein im Juli und August ebenfalls erlaubt ist. Ziel ist es, das Vorgehen mit jenem der Nachbarkantone zu harmonisieren. Der Patentpreis von 50 Franken ist absichtlich tief gehalten, um den Jägern einen Anreiz zu bieten, an dieser Jagd teilzunehmen.

Die Jäger müssen jeden Abschuss der Einsatz- und Alarmzentrale der Kantonspolizei melden, damit allfällige Anfragen der Bevölkerung zu Schüssen früh am Morgen oder spät am Abend beantwortet und unnötige Einsätze verhindert werden können.

Diese Eröffnung der Jagd in einer Periode des Jahres, die üblicherweise ruhig ist für das Wild, könnte störend sein für die Brutvögel. Der Staatsrat ist jedoch der Ansicht, dass der Grundsatz der Verhältnismässigkeit gewahrt wird, zumal Massnahmen getroffen wurden, um allfälligen Störungen vorzubeugen. Es darf nämlich weder im Wald noch in den Wildschutzgebieten gejagt werden und die Jagd beschränkt sich auf die Wildsektoren, in denen wiederholt Schäden an den Kulturen festgestellt wurden

Der Staatsrat weist darauf hin, dass eine solche Massnahme in den Kantonen Bern, Waadt und Jura bereits erfolgreich angewendet wurde.