14. November 2014 -14h15

Der Staatsrat legt seinen zweiten vierjährlichen Landwirtschaftsbericht vor. Dieser Bericht bietet die Gelegenheit, auf die letzten Jahre zurückzublicken und die Bedürfnisse der Freiburger Landwirtschaft für die kommenden Jahre zu präsentieren. Im Primärsektor sind 8% der Beschäftigten des Kantons tätig. Die Zukunft der Freiburger Landwirtschaft liegt in Produkten mit bestmöglicher Wertschöpfung. Die wichtigsten Handlungsachsen, die zum Erreichen dieses Ziels verfolgt werden müssen, sind: Bildung, Produkteförderung, Unterstützung der Zucht und der Zusammenarbeit mit den Forschungsanstalten im Agrarbereich.

Zum zweiten Mal veröffentlicht der Staatsrat den vierjährlichen Landwirtschaftsbericht. Seine Veröffentlichung im Jahr 2014, also 5 Jahre nach dem Bericht von 2009, lässt sich durch die Verschiebung der Agrarpolitik des Bundes (AP) um 2 Jahre rechtfertigen. Da die AP 2007-2011 bis 2013 verlängert worden war, wäre es nicht sinnvoll gewesen, ein kantonales Programm auszuarbeiten, ohne von den endgültigen Verordnungen der AP 2014-2017, die im Herbst 2013 veröffentlicht worden waren, Kenntnis zu haben.

Dieser Bericht bietet die Gelegenheit, auf die letzten Jahre zurückzublicken und den Zeitplan und die Bedürfnisse der Landwirtschaft für die kommenden Jahre aufzuzeigen.
Die Landwirtschaft spielt eine wesentliche Rolle in der Freiburger Wirtschaft. So waren im Jahr 2013 insgesamt 8% der Arbeitnehmer im Primärsektor beschäftigt. Der Kanton zählt noch knapp 3'000 Betriebe. Die Anzahl Betriebe ist jedoch zwischen 2000 und 2010 um 17% zurückgegangen. Der Kanton Freiburg verfügt über 75'835 ha landwirtschaftliche Nutzflächen. Der leichte Rückgang (-0,15%) lässt sich hauptsächlich durch eine Änderung der Erhebungsmethode erklären, teilweise aber auch durch die Flächen, die aufgrund der Urbanisierung verloren gingen. Die Landwirtschaftsbetriebe im Kanton Freiburg sind deutlich grösser als der Schweizer Durchschnitt (23,65 ha im Vergleich zu 17,8 ha auf nationaler Ebene). Die Anzahl Rindtiere ist stabil geblieben. Hingegen sind die Geflügel-, Schaf- und Schweinebestände stark angestiegen.
Der Gesamtwert der landwirtschaftlichen Produktion wird auf 706 Millionen Franken im Jahr 2013 geschätzt (759 Millionen im Jahr 2000). Die Direktzahlungen lagen im gleichen Jahr bei 182 Millionen Franken.

Der vierjährliche Bericht geht auch auf die Landwirtschaft und die Umwelt ein. Dabei stützt er sich auf die Prüfung der Situation des Wassers, der Luft, des Bodens und der Biodiversität.
Zudem werden im Bericht die Massnahmen vorgestellt, die für die kommenden Jahre vorgesehen sind. Sie sind auf das allgemeine Ziel - bestmögliche Wertschöpfung für die Produkte der Freiburger Landwirtschaft - ausgerichtet, und betreffen folgende Bereiche: Berufsbildung, Strukturhilfen, Förderung und Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Energie, Direktzahlungen, Landwirtschaft und Umwelt, Alpwirtschaft, Lebensmittelsicherheit, Tiergesundheit, Tierschutz, nachhaltige Entwicklung und Gesundheit.

Der Bericht wurde mit der Unterstützung und unter der Aufsicht der Landwirtschaftskommission erarbeitet. Er wird dem Grossen Rat in der Novembersession unterbreitet.