Kariyon, die Plattform zur Unterstützung von lokalen Geschäften und Dienstleistungsanbietern

1. Juli 2020 -11h00

Zur Unterstützung von Geschäften, Restaurants und Dienstleistungsanbietern kann die freiburgische Bevölkerung ab dem 1. Juli 2020 auf der Plattform kariyon.ch Gutscheine kaufen. 20% des Betrags werden vom Staat übernommen. Für diese Massnahme werden 4 Millionen Franken zur Verfügung gestellt. Sie erfolgt im Rahmen der Sofortmassnahmen des Staates zugunsten der von der Covid-19-Krise in Mitleidenschaft gezogenen lokalen Wirtschaft. Die Plattform kariyon.ch tritt an die Stelle der Plattform soutien-aux-commercants-fribourgeois.ch, die von der Jeune chambre internationale de Fribourg entwickelt wurde.

Logo kariyon.ch
Logo kariyon.ch © Alle Rechte vorbehalten

Während der Pandemie hat sich die freiburgische Bevölkerung gegenüber lokalen Produzenten und Geschäften sehr solidarisch gezeigt, unter anderem dank der Plattform soutien-aux-commercants-fribourgeois.ch, die von der Jeune chambre internationale Fribourg ins Leben gerufen worden war. Der Erfolg dieser Plattform hat den Staatsrat dazu bewogen, ihren beiden Mitbegründern, Eléonore und Oliver Price, den Auftrag zu geben, die neue Plattform zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft, kariyon.ch, zu entwickeln und zu verwalten.

Die am 5. Juni 2020 angekündigte Plattform kariyon.ch ist seit dem 1. Juli 2020 in Betrieb. Der Ausdruck kariyon aus dem freiburgischen Patois steht für das Glockenklingeln, das ertönt, wenn ein Kunde die Türe zu einem Geschäft öffnet. Auf der elektronischen Plattform können Gutscheine erworben werden (höchstens 100 Franken pro Gutschein und höchstens 1'000 Franken pro Person, damit möglichst viele profitieren können) für freiburgische Geschäfte, Restaurants und Dienstleistungsanbieter, die während der Coronavirus-Pandemie schliessen mussten, sowie für Mitglieder von Terroir Fribourg, die den Konsum von lokalen Produkten unterstützen. Der Staat Freiburg übernimmt 20% der jeweiligen Beträge bis zu einem Betrag von insgesamt 4 Millionen. Dadurch können 20 Millionen Bestellungen für die freiburgische Wirtschaft generiert, sowie zu lokalem Konsum angeregt und die lokale Produktion stimuliert werden. Zudem ist es eine willkommene Geste für die Konsumentinnen und Konsumenten, die ebenfalls unter der Krise gelitten haben. 

Diese Unterstützungsmassnahme für die lokalen Geschäfte wird zweifellos dazu beitragen, den lokalen Konsum im Sinne der Nachhaltigkeit anzuregen. Sie erfolgt im Rahmen der Sofortmassnahmen, die der Staatsrat ergreift, um den von der Covid-19-Krise betroffenen Unternehmen zu helfen. Über 61 Millionen Franken wurden vom Staatsrat für diese Soforthilfemassnahmen bereitgestellt.

Eine ständige Plattform
Diese neue Plattform ist auf lange Frist angelegt. Ihr Hauptziel besteht darin, durch die Vermarktung der lokalen Geschäfte und des freiburgischen Handwerks die Bevölkerung dazu anzuregen, lokal zu konsumieren. Sie will den Gewerbetreibenden eine Schnittstelle, auf der sie ihre Gutscheine und ihre Informationen online effizient verwalten können, und Hilfe in Bezug auf die Digitalisierung bieten.

Hinter Kariyon.ch steht nach wie vor das Mitbegründer-Paar sowie vier weitere Geschäftspartner, alle zwischen 30 und 40 Jahre alt, die dieses Projekt mit Begeisterung verfolgen. Um die Plattform intensiv betreiben und weiterentwickeln zu können und ihren Fortbestand auch über die vom Staat angebotene Förderung hinaus zu gewährleisten, wurde eine Gesellschaft gegründet.

Die Nutzungsbedingungen von kariyon.ch bleiben für die Dauer der staatlichen Förderung unverändert. Danach können Händler, die die Vorteile der Plattform weiterhin nutzen möchten, ein Abonnement abschliessen.

Verordnung über die wirtschaftlichen Massnahmen zur Abfederung der Auswirkungen des Coronavirus durch die Unterstützung der lokalen Wirtschaft (ULWV-COVID-19) RS 821.40.53