Starke Schmerzen während der Menstruation sind nicht normal. Dahinter kann sich eine Endometriose verbergen, eine chronisch-entzündliche gynäkologische Erkrankung, von der schweiz- und weltweit mehr als zehn Prozent aller Frauen betroffen sind. Viele von ihnen leiden jahrelang unter Schmerzen und Ungewissheit, bevor sie eine korrekte Diagnose und die passende Behandlung erhalten. Mit einem Publikumsvortrag auf Deutsch möchte das HFR zu einem besseren Verständnis dieser Krankheit beitragen.
Der Vortrag beleuchtet die Endometriose aus verschiedenen Blickwinkeln: Wie entsteht die Erkrankung? Wie kann sie behandelt werden? Und wie wirkt sie sich auf den Kinderwunsch aus? Zudem wird aufgezeigt, was Betroffene selbst tun können, um ihren Gesundheitszustand zu verbessern. Eine Fachärztin für Ernährung sowie die Vertreterin einer Selbsthilfegruppe geben dazu wertvolle Hinweise. Bei Endometriose ist nicht nur die medizinische Behandlung wichtig, auch das soziale Umfeld spielt eine Rolle. Deshalb richtet sich der Vortrag an alle Interessierten: Betroffene, Angehörige und Fachpersonen.
Ein Zentrum im Aufbau
Das HFR verfügt über ausgewiesene Fachärztinnen und Fachärzte und bietet ein interdisziplinäres Behandlungszentrum. Dieses zielt auf eine zusätzliche europäische Zertifizierung ab und unterstreicht damit sein Streben nach Qualität. Das Endometriosezentrum ist Teil der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe des HFR. Ein besonderes Merkmal des Zentrums ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten wie der Kinderwunschabteilung, der Radiologie, der Komplementärmedizin, der Schmerztherapie, der Psychosomatik, der Physiotherapie, der Psychologie und der Ernährungsberatung. Die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe ist schon heute als Ausbildungsstätte anerkannt. Zusätzlich bereitet das Zentrum eine europäische Zertifizierung vor. Der entsprechende Antrag wurde bereits eingereicht.
Endometriose: Ihr Weg zur Linderung der Beschwerden
Dienstag, 17. März 2026 um 17 Uhr
HFR Tafers, Saal Maggenberg,Vortrag in deutscher Sprache
Referentinnen:
- Dr. med. Carolin Marti, Leitende Ärztin, Spezialistin für Endometriose in der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am HFR
- PD Dr. med. Dorothea Wunder, Leitende Ärztin Gynäkologie und Geburtshilfe am HFR, Fertilitätsspezialistin
- Dr. med. Eléonore Villet, Ärztin für Allgemeine Innere Medizin, Ernährung, Mikroernährung und Lebensstil-Medizin, CPMI, Freiburg
- Sara Zanetti, Vorstandsmitglied Endo-Help, Schweizerische Endometriose-Vereinigung
Anmeldung
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich über die Website: www.h-fr.ch > Newsroom > Agenda oder telefonisch unter 026 306 01 20.
Über uns
Das freiburger spital (HFR) spielt als Kantonsspital mit seinen rund 3800 Mitarbeitenden eine wesentliche Rolle in der Freiburger Gesundheitsversorgung. Pro Jahr werden rund 20 000 Patientinnen und Patienten stationär betreut, dazu kommen 500 000 ambulante Behandlungen. Als Universitäres Lehr- und Forschungsspital bildet es gemeinsam mit der Universität Freiburg den Nachwuchs in der Grundversorgung von morgen aus.
Das HFR bietet eine sehr breite Palette an medizinischen Therapien an, darunter auch die wichtigsten chirurgischen Eingriffe. Kooperationen mit dem CHUV und dem Inselspital sorgen für einen direkten Anschluss an die hochspezialisierte Medizin.
Das Spitalnetz HFR mit einem Zentrum für Spitzenmedizin in Freiburg und regionalen Standorten in Riaz, Meyriez-Murten und Tafers, wo eine Permanence, Spitalbetten für die Innere Medizin, ambulante Behandlungen sowie Rehabilitation angeboten werden, ist nahe bei den Patientinnen und Patienten.