Untersuchungen des Instituts für Virologie und Immunologie (IVI) haben bei Rindern ein Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe nachgewiesen. Die Abklärungen und die Überwachung werden fortgeführt.
Aktuelle Informationen zu den Untersuchungsergebnissen und zur Entwicklung der Situation sind auf der Website des IVI verfügbar.
Empfehlungen für Tierhaltende
Tierhaltende müssen bei Fieber, Durchfall, einem Rückgang der Milchleistung, einem Abort oder anderen Auffälligkeiten umgehend ihre Tierärztin oder ihren Tierarzt kontaktieren.
Orthobunyaviren der Simbu-Serogruppe werden hauptsächlich durch Gnitzen übertragen. Die Tiere soweit möglich vor den Stichen dieser Insekten zu schützen, kann dazu beitragen, das Infektionsrisiko zu verringern.
Während Hitzeperioden müssen die Tiere zudem konsequent vor Hitzestress geschützt werden, insbesondere durch ausreichend Wasser und Schatten sowie geeignete Kühlungsmassnahmen.
Das BLV verfolgt die Entwicklung gemeinsam mit dem IVI und den zuständigen Fachstellen. Weitere Informationen zu den Untersuchungen sind auf der Website des IVI verfügbar.
Die Untersuchungskosten werden momentan vom Bund übernommen (Sanima übernimmt die Kosten nicht).
Beobachtete klinische Symptome
Nahezu alle betroffenen Rinderbetriebe berichten über ein Krankheitsgeschehen mit einer Dauer von etwa 14–21 Tagen. Die häufigsten klinischen Symptome sind:
- Fieber (>40 °C) über 1–2 Tage
- Massiver Milchrückgang
- Fressunlust
- Durchfall
Weitere Informationen
- Institut für Virologie und Immunologie : Neues Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe bei Rindern entdeckt
- RGS Fieberhafte Durchfallerkrankungen bei Milchkühen
- BLV Erkrankungen bei Rindern: Informationen des IVI und Empfehlungen
- FLI weist neues Orthobunyavirus der Simbu-Serogruppe („Shamonda-like“) bei Rindern in Deutschland nach