Barbara Vauthey Widmer wird Ende Dezember 2020 nach fast 20 Dienstjahren an der Spitze des Amtes für Universitätsfragen (UFA) in Pension gehen

26. Juni 2020 -13h12

Barbara Vauthey Widmer, die seit dem 1. Februar 2001 das Amt für Universitätsfragen (UFA) führt, wird am 31. Dezember 2020 in Pension gehen. Ihre Stelle wird aktuell ausgeschrieben.

Départ à la retraite
Départ à la retraite / Ruhestand © Alle Rechte vorbehalten

Nach einer naturwissenschaftlichen Matura, die sie 1977 in Wroclaw (Polen) erlangte, erwarb Barbara Vauthey Widmer 1985 an der Universität Genf ein Lizentiat der Geisteswissenschaften (Kunstgeschichte), legte 1988 an der Universität Freiburg die Lizentiatsprüfungen in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ab und beendete schliesslich ihre Studien an der Universität Freiburg 1993 mit dem Doktortitel in Informatik. Die Berufserfahrungen von Barbara Vauthey Widmer reichen vom Museum für Kunst und Geschichte in Freiburg, wo sie als wissenschaftliche Assistentin arbeitete, über das Getty Art History Information Program von Santa Monica (Kalifornien), wo sie am Aufbau einer Informatik-Datenbank für Gemäldesammlungen mitwirkte, die New York University (als Gastforscherin für Computerlinguistik) bis zu ihrer Tätigkeit an der Universität Freiburg (zuerst als Assistentin, dann als Lehrbeauftragte). An der Universität Freiburg war sie von 1995 an verantwortlich für den Euro-Guichet und von 1997 bis 1999 für Polygon, die Dienststelle für Forschungsförderung und Industriebeziehungen. 1999 verliess sie die Universität und wurde Projektkoordinatorin bei der Bedag Informatik in Bern. Zwei Jahre später kam sie nach Freiburg zurück und übernahm am 1. Februar 2001 die Leitung des UFA.

Die folgenden Punkte sind nur einige Beispiele für ihr Stehvermögen und die intensive Arbeit an Analyse, Vorbereitung, Koordination, Verhandlung und Projektleitung, die Barbara Vauthey Widmer im Rahmen ihrer Tätigkeit als Amtsvorsteherin geleistet hat. Sobald sie die Leitung der UFA übernommen hatte, beteiligte sie sich an der Gründung der neuen Pädagogischen Hochschule (PH), für die der Direktionsrat gebildet werden musste (2001), bevor mit der Ausbildung künftiger Primarlehrpersonen begonnen werden konnte (2002). Dann bereitete sie die Arbeiten für die interkantonale Diplomanerkennung vor. Auf der Perolles-Ebene wurden die Arbeiten am Gebäudekomplex Perolles 2 aufgenommen, der 2005 eingeweiht wurde. Die Hochschule für Gesundheit wurde 2003 der EKSD zugewiesen, wechselte aber 2015 zur Volkswirtschaftsdirektion. Die Hochschule für Soziale Arbeit wurde 2006 als kantonale Schule in die Organisation der EKSD aufgenommen, bevor sie 2015 ebenfalls der Volkswirtschaftsdirektion angegliedert wurde. Im Jahr 2003 weihte die Universität ihre Weiterbildungsstelle ein. Sie verstärkte darüber hinaus ihre Zusammenarbeit mit der Universität Bern auf dem Gebiet der Geowissenschaften. Dank einer grosszügigen Spende des verstorbenen Adolf Merkle konnte ein den Nanowissenschaften gewidmetes Institut (AMI) eröffnet werden. Das Institut für Mehrsprachigkeit wurde 2009 geschaffen. Gleichzeitig nahm die Idee eines dritten Studienjahres in Humanmedizin in Freiburg immer mehr Gestalt an. Es folgte der Startschuss für die Arbeiten am künftigen MOSAIK-Gebäude, in dem heute die Hochschule für Gesundheit und die Hochschule für Soziale Arbeit untergebracht sind. Ab 2010 wurden die Arbeiten am Gesetz über die Universität und am Gesetz über die Pädagogische Hochschule aufgenommen, aus denen schliesslich zwei neu revidierte Rechtsgrundlagen entstanden. 2013 bereitete die Hochschule für Gesundheit die Ausbildung künftiger Osteopathinnen und Osteopathen vor. Im Jahr 2014 verliess die Fachstelle Fritic die PH, um sich näher an die Unterrichtsämter anzuschliessen. Mit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Förderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich am 30. September 2011 hat sich die Steuerung des Hochschulbereiches auf nationaler Ebene grundlegend geändert. 2016 genehmigte der Grosse Rat das Dekret über die Einführung eines Masterprogramms in Humanmedizin an der Universität Freiburg. Barbara Vauthey Widmer spielte bei diesen und zahlreichen weiteren Projekten eine massgebende Rolle.

Die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport dankt Barbara Vauthey Widmer für ihr grosses und verdienstvolles Engagement für den Staat Freiburg. Sie wird ihr zu gegebener Zeit persönlich danken. Ihre Stelle wird heute ausgeschrieben.