Im Jahr 2025 wurde das Verzeichnis der unbeweglichen Kulturgüter in keiner Gemeinde revidiert, was auf eine Intensivierung der Revision des Verzeichnisses der Ortsbilder (SCRoL) zurückzuführen ist. Im Rahmen des Verzeichnisses für bewegliche Kulturgüter wurden 8 Gebäude besucht, darunter 3 Kirchen und 2 Kapellen. Insgesamt wurden 669 Objekte in die Datenbank aufgenommen. Das Amt prüfte ausserdem 46 OP-Anfragen und entschied über 2 131 Genehmigungsanträge. Es zahlte Subventionen in der Höhe von 3 984 852 Franken aus. Wie jedes Jahr organisierte das Amt für Kulturgüter am 13. und 14. September die Europäischen Tage des Denkmals (ETD) im Kanton, diesjährig zum Thema "Architekturgeschichten". Die Veranstaltung zog 5.043 Besucher an.
Wichtige Ereignisse
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Parallel zur Revision der Ortsbilder von regionaler und lokaler Bedeutung (Projekt SCRoL) befasst sich das KGA auf vielfältige Weise mit dem Konzept Baukultur, das zu den vom BAK im Jahr 2020 erarbeiteten nationalen Strategien gehört. Das Amt hat an mehreren Diskussionsrunden zu diesem Thema teilgenommen. Zudem führt es eine Reihe von Reflexions- und Analyseworkshops mit Raumplanungsbüros und Gemeinden des Broyebezirks durch. Auf der Grundlage dieser Workshops sollen Richtlinien erarbeitet werden, die den Gemeinden bei der Berücksichtigung der Baukultur in ihrer Raumplanung als Leitfaden dienen sollen.
Ein weiterer Kernpunkt dieses Ansatzes ist die Sensibilisierung eines jungen Publikums für diese Fragestellungen und die damit verbundene Debatte. Das KGA hat dazu ein Spiel entwickelt, bei dem der Bau, die Planung und die Entwicklung eines typischen Dorfes simuliert werden, und das anlässlich der Museumsnacht getestet wurde.
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Das Projekt des Verzeichnisses der Archive und beweglichen Kulturgüter der katholischen Pfarreien des Kantons Freiburg, das 2023 gemeinsam mit der kantonalen kirchlichen Körperschaft initiiert und vom Staatsarchiv sowie der Diözese Lausanne, Genf und Freiburg begleitet wird, ist nun zur Hälfte abgeschlossen. Bis Ende 2025 wurden 103 Archivbestände, also 1678 Laufmeter an Dokumenten erfasst; 100 Kirchen und Kapellen wurden besichtigt, wobei 5502 bewegliche Kulturgüter inventarisiert wurden.
Mit Blick auf die dringlichsten Herausforderungen, die das RAMP-Team hinsichtlich der Erhaltung des kantonalen kirchlichen Kulturerbes vor Ort feststellen konnte, wurde ein neues Beratungsangebot zur präventiven Konservierung beweglicher Kulturgüter ins Leben gerufen. Rund zehn Pfarreien haben dieses Beratungsangebot in Anspruch genommen, sodass geeignete Massnahmen ergriffen werden konnten.
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Das KGA positioniert sich dank der Einstellung einer entsprechenden Fachperson als Kompetenzzentrum für die Vereinbarung von nachhaltiger Energie und Kulturerbe. Das Amt hat zudem mit mehreren Artikeln an der im Dezember 2025 erschienenen Ausgabe der Zeitschrift ProFreiburg mit dem Titel Die energetische Renovation von Gebäuden mit Denkmalcharakter mitgewirkt.
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Die 2021 in Angriff genommenen Restaurierungsarbeiten an der Abteikirche von Altenryf wurden zu Ostern 2025 abgeschlossen. Die Gemeinschaft der Zisterziensermönche konnte die Kirche für ihre täglichen Gottesdienste in einer neu gestalteten liturgischen Einrichtung wieder beziehen. Fortan nehmen die Gläubigen gemeinsam mit den Brüdern an den Gebeten im restaurierten Chorgestühl aus dem 15. Jahrhundert teil. Die neue Einrichtung wurde im September 2025 der Öffentlichkeit vorgestellt, insbesondere im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals, anlässlich derer fast 2000 Besucherinnen und Besucher in der Abtei empfangen wurden.
Kennzahlen
Genehmigungsanträge (alle Verfahren zusammen)
Kantonalen Subventionen für Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten
Fluktuation des Personals (Turnover)