08 Januar 2021 - 15H04

Angesichts der anhlatenden Schliessungen und Programmierungsunsicherheiten hat der Bundesrat am 17. Dezember 2021, in Zusammenarbeit mit den Kantonen, gestützt auf das angepasste Covid-19-Gesetz zudem das Instrument der Ausfallentschädigung für Kulturschaffende, für den finanziellen Schaden, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen infolge der Umsetzung staatlicher Massnahmen entsteht, wieder eingeführt.

Auf dieser Seite finden Sie nähere Einzelheiten sowie die Gesuchs- und Vergabeverfahren für solche Ausfallentschädigungen.

Wichtige Mitteilung

⚠ Nächste Frist: 31. Mai 2022. Siehe unten. ⚠

Vereinfachtes Verfahren

Kulturschaffende mit einer Corona Erwerbsersatzentschädigung (EO Corona) von weniger als 60 Franken pro Tag (basierend auf einem EO-Entscheid im Jahr 2020, 2021 oder 2022) haben die Möglichkeit, ein Gesuch nach dem sogenannten «vereinfachten Verfahren» einzureichen. Dieses ermöglicht es ihnen, lediglich beim Amt für Kultur ein Gesuch einzureichen, ohne sich an ihre Ausgleichskasse oder den Verein Suisseculture Sociale wenden zu müssen. Die vom Amt für Kultur gewährte Entschädigung deckt bis zu 80 Prozent ihres finanziellen Schadens.
 
⚠ Mit diesem Verfahren können die Kulturschaffenden zwar ihren Verwaltungsaufwand verringern, jedoch ist dabei zu beachten, dass die vom Amt für Kultur gewährte Entschädigung nicht monatlich erfolgt, wie es bei anderen Entschädigungen (EO, SCS, usw.) der Fall ist. Die Berechnung des Schadens erfolgt nämlich für einen bestimmten Schadenszeitraum (siehe den Kalender für die Schadenszeiträume).

Wenn Sie ein vereinfachtes Verfahren in Anspruch nehmen möchten, geben Sie dies bitte in dem üblichen Online-Formular an, wenn Ihnen dieses angeboten wird.

Zweck

Den Kulturschaffenden soll für den finanziellen Schaden, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von kulturellen Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen infolge der Umsetzung staatlicher Massnahmen entsteht, eine Ausfallentschädigung gewährt werden.

 

Voraussetzungen

Die Ausfallentschädigungen gemäss Covid-19-Gesetz sind subsidiär, d.h. ergänzend zu anderen Ansprüchen der Kulturschaffenden. Sie decken damit den Schaden, für den keine anderweitige Deckung erfolgt (z.B. Privatversicherung und Corona-Erwerbsersatzentschädigung).

 

Aufgrund der allgemeinen Planungsunsicherheit kann sich die Aufstellung der Schäden auch auf die Honorare aus den Vorjahren beziehen (in der Steuererklärung 2018/19 angegebene Einnahmen aus Honoraren).

 

Gesuchsteller/in:

  • ist eine natürliche Person;
  • ist als Selbständigerwerbende-r vor Beginn der Schadensperiode (und bei der Ausgleichskasse angemeldet), und arbeitet hauptsächlich in den Bereichen darstellende Künste, Design, Film, visuelle Kunst, Literatur, Musik und Museen;
  • hat Wohnsitz im Kanton Freiburg;
  • hat einen finanziellen Schaden, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen entsteht, verursacht durch Massnahmen der Behörden des Bundes, der Kantone oder der Gemeinden zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19);
  • hat einen finanziellen Schaden, der zwischen dem 1. Dezember 2021 und dem 30. Juni 2022* entstanden ist;
  • hat einen finanziellen Schaden, der noch nicht durch Nothilfe an Kulturschaffende von Suisseculture Sociale, Sozialversicherungen (insbesondere Corona-Erwerbsersatzentschädigung der AHV-Ausgleichskassen gemäss Covid-19-Gesetz), eine Privatversicherung oder eine andere Entschädigungsmöglichkeit gedeckt wird.

Die Ausfallentschädigung deckt maximal 80 Prozent des finanziellen Schadens.

*Falls die staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus erneut eingeführt werden, wird die Unterstützung bis zum 31. Dezember 2022 fortgesetzt (Frist für die Einreichung von Gesuchen bis zum 30. November 2022).

 

Verfahren

Gesuche sind beim Amt für Kultur (KA) des Kantons Freiburg, über das Online-Portal www.myfribourg-culture.ch einzureichen. Die Termine und Fristen sind verbindlich einzuhalten (Kalender).

⚠ Nächste Frist: Gesuche für finanzielle Schäden, die zwischen 1. Januar und 30. April 2022 entstanden sind, sind bis spätestens 31. Mai 2022 einzureichen. ⚠

 

Grundsätzlich müssen Anträge rückwirkend eingereicht werden, was bedeutet, dass der Schaden zum Zeitpunkt der Einreichung des Antrags bereits eingetreten sein muss. Dieser Grundsatz gilt für alle Anträge, außer für Anträge, die sich auf Schäden im Dezember 2022 beziehen, die bis Ende Januar 2023 angemeldet bzw. präzisiert werden können.

Die Dauer der Zeiträume und die Stichtage sind verbindlich (Verfallsfrist). Zu früh oder zu spät gemeldete Schäden werden nicht berücksichtigt.

Die für eine Schadensperiode angegebenen Daten beziehen sich auf die geplanten Daten der Veranstaltungen oder der Durchführung der Projekte in der Periode. Kosten im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung oder diesem Projekt, z.B. Mietkosten, die vor oder nach diesem Zeitraum entstanden sind, können jedoch auch in dem Antrag für diesen Zeitraum berücksichtigt werden.

Jedes Kulturunternehmen kann pro Periode (vgl. Kalendernur ein Gesuch für alle seine Schäden einreichen, sobald die tatsächlichen Zahlen bekannt sind, spätestens aber gemäss den Fristen des Kalenders. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte per E-Mail an das Amt für Kultur.

 

Reichen Sie Ihre Gesuche um Unterstützung über das Online-Portal ein.