Hochmoore enstehen auf feuchten Böden oder aus Flachmooren dank der Arbeit eines kleinen Mooses, dem Torfmoos. Während die Spitze des Torfmooses wächst, stirbt der untere Teil der Pflanze und verwandelt sich in Torf. Sie zersetzt sich aufgrund der sehr sauren und sauerstoffarment Bedingungen in diesem Lebensraum nicht. So entwickelt sich im Laufe der Jahrtausende eine mächtige Torfschicht, die sich über den Grundwasserspiegel hebt, daher der Begriff Hochmoor.

Hochmoor "Tourbière au Pasquier" oberhalb von Hauteville
Hochmoor "Tourbière au Pasquier" oberhalb von Hauteville © Tous droits réservés - ANL
Vegetation

Das Hochmoor beherbergt hoch spezialisierte Arten, die nur in einem sauren und nährstoffarmen Lebensraum überleben können. Zu den spektakulärsten Anpassungen gehören fleischfressende Pflanzen (z.B. Sonnentau), die den im Boden fehlenden Stickstoff in ihrer Beute finden. Diese Arten können nur unter extremen Bedingungen überleben. In einer anderen Umgebung würden sie von konkurrenzstärkeren Pflanzen verdrängt werden.

Menschlicher Einfluss

Hochmoore gehören zu den störungsanfälligsten Biotopen unseres Landes. Drainagen, Nährstoffeintrag oder Trittschäden sind die wichtigsten Bedrohungen. Zudem wurde Torf seit dem Anfang des letzten Jahrhunderts intensiv abgebaut, hauptsächlich zum Heizen und für den Gartenbau. Aufgrund der extrem langsamen Regeneration der Umwelt (1 mm pro Jahr) besteht praktisch keine Möglichkeit einer nachhaltigen Nutzung.

Bundesinventar

Die Verordnung über den Schutz der Hoch- und Übergangsmoore von nationaler Bedeutung (Hochmoorverordnung) ist am 1. Februar 1991 inkraft getreten. Im Bundesinventar sind 31 Objekte des Kantons Freiburg erhoben.

Ähnliche News