Geboren am 8. April 1957 in Niedermuhren, Weiler der Gemeinde St. Antoni. Katholisch, von St. Antoni und Heitenried. Ammann und Grossrat, und Astrid, geb. Vonlanthen, Hausfrau. Er ist das älteste von drei Kindern, darunter der Maler Ivo Vonlanthen. 1985 heiratet er Gisela Stritt. Das Paar hat drei Kinder.

Beat Vonlanthen, Conseiller d'Etat/Staatsrat, (2004-2016)
Beat Vonlanthen, Conseiller d'Etat/Staatsrat, (2004-2016) © Tous droits réservés
Beat Vonlanthen (2004-2016), christlichdemokratisch


Nach der Primarschule in St. Antoni besucht er das Kollegium St. Michael, wo er die französische Sprache erlernt und 1977 seine Matura vom Typ Latein-Sprachen ablegt. An der Universität Freiburg studiert er Rechtswissenschaften, legt 1982 das Lizentiat ab und arbeitet anschliessend als wissenschaftlicher Assistent. 1984 begibt er sich nach England und kehrt im folgenden Jahr mit einem « Master of Laws » der London School of Economics and Political Science zurück, um seine Ausbildung 1986 mit einem Doktorat in Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg abzuschliessen.

Im gleichen Jahr beginnt Beat Vonlanthen in der Bundesverwaltung zu arbeiten, zunächst als Ausbildungschef beim Delegierten für das Flüchtlingswesen im Justiz- und Polizeidepartement. 1988 wechselt er ins Volkswirtschaftsdepartement, wo er als persönlicher Mitarbeiter des Direktors des Bundesamts für Industrie, Gewerbe und Arbeit tätig und für die « Weiterbildungsoffensive » verantwortlich ist. 1990 findet man ihn im Departement des Innern als Stabschef der Gruppe für Wissenschaft und Forschung. 1998 wird er Vizedirektor des Staatssekretariats für Wissenschaft und Forschung. Im Militär bekleidet er zuletzt den Rang eines Hauptmanns.

Aus Familientradition Christdemokrat, präsidiert Beat Vonlanthen die CVP Sense von 1989 bis 1994. 1995 wird er in den Grossen Rat gewählt und in den Wahlen von 1996 sowie 2001 in seinem Amt bestätigt. 2004 kandidiert er für die Nachfolge von Staatsrat Urs Schwaller. In dieser Ersatzwahl, die am 16. Mai stattfindet, stehen sich drei Kandidaten gegenüber. Mit 46% der Stimmen liegt Beat Vonlanthen deutlich vor seinen beiden Konkurrenten. In stiller Wahl gewählt, tritt er im Juli sein Amt an.

Seiner Studien in Grossbritannien eingedenk setzt er sich mit allen Kräften dafür ein, in der Kantonsverwaltung die Methoden des New Public Management (Neue öffentliche Verwaltung) einzuführen, welche die Produktivität steigern sollen. Er übernimmt die Raumplanungs-, Umwelt und Baudirektion. Bis zum 31. Dezember 2006 legt er dem Grossen Rat mehr als zehn Dekrete vor. Das wichtigste betrifft den Verpflichtungskredit für den Bau der Poyabrücke, den der Grosse Rat am 23. Juni 2006 und das Volk – mit 81% der Stimmen – am 24. September 2006 gutheissen.
Am 5. November 2006 wird Beat Vonlanthen im ersten Wahlgang in seinem Amt bestätigt und gelangt auf den zweiten Platz. In seiner zweiten Amtszeit leitet er die Volkswirtschaftsdirektion.Vom 2007 bis 2011 legt er dem Kantonsparlament erfolgreich rund zehn Gesetzes- und Dekretsentwürfe vor, darunter die Gesetze über die Berufsbildung (2007) und die Wirtschaftsförderung (2007) sowie die neue Energiestrategie (2009).

2010 ist Beat Vonlanthen Staatsratspräsident. Mit Stolz weist er auf den kantonalen Stabilisierungsplan von 2009 hin, dessen Umsetzung der Volkswirtschaftsdirektor leitet. Unter seinen Erfolgen ist zudem die Verstärkung der wirtschaftlichen Präsenz des Kantons in China zu nennen. Darüber hinaus ist er Mitglied des Vorstands der Versammlung der Regionen Europas und präsidiert zwei wichtige Institutionen : 2010–2011 die Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz der Westschweiz (VDK-WS) und ab 2011 die Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK).

Als Staatsratspräsident des Jahrs 2010 erläutert Beat Vonlanthen bereitwillig seine Ideen über die Zukunft des Kantons. Sein Gewinnerrezept – « win-win » ist eines seiner Lieblingswörter – besteht aus drei Schlüsselbegriffen : interregionale Kohäsion, Positionierung des Kantons und Öffnung.

Bei den Staatsratswahlen 2011 wird Beat Vonlanthen bequem wiedergewählt und belegt in beiden Wahlgängen den zweiten Rang.

Aus : "Der Freiburger Staatsrat : 1848-2011"

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