Chamblioux-Bertigny - FAQ

Fragen und Antworten zum Projekt für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung des Sektors Chamblioux–Bertigny

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Weshalb finanziert der Staat die Überdeckung nicht selber, statt auf Immobilienspekulationen zur Deckung der Kosten zu setzen?

Der Grosse Rat hat noch nicht über die Finanzierung der Überdeckung debattiert. Der Staatsrat schlägt für die erste Studienphase vor, dass sich die verschiedenen Partner gestützt auf ihre jeweiligen Grundbesitzanteile an den Kosten beteiligen, weil die Analysen gezeigt haben, dass die Überdeckung auf diese Weise finanziert werden kann. Die Investition soll dann über die Aufwertung der Grundstücke zurückbezahlt werden, sodass die Kosten letztlich nicht von der öffentlichen Hand getragen werden müssen.

Muss das Vorhaben aufgegeben werden, falls ein Partner nicht bereit ist, sich an der Finanzierung zu beteiligen?

Falls sich ein Gemeinwesen gegen eine Beteiligung ausspricht, müsste zuerst, bevor weitere Entscheide gefällt werden, abgeklärt werden, was die Gründe dafür sind.

Muss das für die Studien vorgeschossene Geld abgeschrieben werden, falls das Projekt nicht verwirklicht wird?

Wie bei allen anderen Projekten gilt, dass die für die Studien aufgewendeten Beträge verloren gehen, wenn das Projekt letztlich nicht verwirklicht wird.

Ist das Projekt Chamblioux–Bertigny das Trojanische Pferd des Fusionsprojekts Grossfreiburgs?

Beide Projekte sind wichtig für die Stärkung des Kantonszentrums, doch sind sie nicht miteinander verknüpft.

Wieso sollen Wohnungen gebaut werden, wenn es doch an Arbeitsplätzen fehlt?

Es wurde noch kein Entscheid zur Aufteilung zwischen Arbeit und Wohnen gefällt. Um unter anderem diese Frage zu klären, sind prospektive Analysen vorgesehen. Sicher ist, dass es nicht sinnvoll ist, die Frage der Arbeitsplätze oder des Wohnens isoliert zu betrachten. Beide Themen müssen gleichzeitig behandelt werden. Andererseits kann die Schaffung eines urbanen Zentrums, das den Unternehmen einen angenehmen und adäquaten Rahmen für die Einstellung von qualifiziertem Personal bietet, ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Regionen sein. Die Unternehmen – namentlich im Dienstleistungssektor, der heute für mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze im Kanton verantwortlich ist – suchen nach zentral gelegenen Standorten, die gut zugänglich sind und einen lebendigen Rahmen mit den entsprechenden Dienstleistungen (Kinderkrippen und Schulen, Restaurants und Gewerbe usw.) bieten, um Mitarbeitende anzuziehen.

Ist es nicht illusorisch, von einem Bevölkerungswachstum von 50 % auszugehen, wo doch die Prognosen nach unten korrigiert wurden?

Gemäss den aktuellen Zahlen ist es in der Tat wahrscheinlich, dass die Bevölkerung langsamer wachsen wird als vom Grossen Rat postuliert. Dies ändert allerdings nichts daran, dass sich der Kanton und die Gemeinden darauf vorbereiten müssen, dieses Bevölkerungswachstum aufzunehmen, namentlich wegen des Bevölkerungsdrucks aus dem Genferseebogen und der Hauptstadtregion Schweiz, auch wenn sie dafür etwas mehr Zeit haben werden als ursprünglich angenommen. Das Projekt hat einen zeitlichen Horizont von über 30 Jahren. Somit wäre es verkehrt, heute auf ein unterdimensioniertes Projekt zu setzen, mit dem nicht die richtigen Fragen betreffend Lebensqualität, Erschliessung, Infrastrukturen, Wünsche der Bevölkerung usw. gestellt würden.

Selbst wenn eine 1400 m lange Überdeckung gebaut wird, kann das Grundstück beim südlichen Autobahnanschluss insbesondere wegen des Lärms nicht für das Wohnen genutzt werden. Aus welchem Grund wird das Grundstück nicht einfach aus dem Perimeter herausgenommen?

Die ersten Studien werden namentlich die Frage beantworten müssen, welche Nutzung für welche Parzelle angebracht ist. Diese Überlegungen sollen auf die Grundstücke im Süden des Perimeters ausgeweitet werden, nur schon um sicherzustellen, dass die Funktion der verschiedenen Teile der Zone miteinander kompatibel sind. Der Analyseperimeter muss nicht verkleinert, sondern im Gegenteil vergrössert werden; denn die Studien werden alle massgeblichen Elemente berücksichtigen müssen; dazu gehören etwa der HFR oder die für die Wirtschaft allenfalls geeigneten Zonen auf dem Gebiet der Agglomerationsgemeinden, die nicht zum aktuellen Perimeter gehören. Der Arbeitsperimeter diente lediglich der Bestimmung des Kostenverteilers für die Studien.

Ist es wirklich zweckmässig, ein neues Stadtzentrum mit Geschäften zu schaffen, wenn man bedenkt, dass die Geschäfte im heutigen Stadtzentrum einen schweren Stand haben und zum Teil schliessen müssen? Wäre es nicht sinnvoller, Massnahmen zur Wiederbelebung des Zentrums Freiburgs durchzuführen?

Die Studien werden aufzeigen müssen, welche Nutzungsart zweckmässig und welcher Zeithorizont angebracht ist. Es ist jedoch nicht geplant, den Bau von neuen Einkaufszentren zuzulassen. Vielmehr soll die Nahversorgung für die künftigen Einwohnerinnen und Einwohner mit kleinen Läden und Nachbarschaftsdiensten sichergestellt werden, um so die Verkehrserzeugung möglichst klein zu halten.

Auf der Grundlage des für die Studien vorgesehenen Zahlungsrahmens wird vorgeschlagen, dass der Staat 50 % übernimmt und dass die anderen Gemeinwesen und öffentlichen Institutionen die übrigen 50 % übernehmen, wobei deren Teil gestützt auf ihren jeweiligen Grundbesitzanteil berechnet wird. Damit werden folgende Arbeiten finanziert werden: die Studien zur Bestimmung der Länge und Position der Überdeckung; die technischen Studien; die Bestimmung des Entwicklungsperimeters; die prospektiven Analysen; die Rechtsgutachten und ‑expertisen zur juristischen und finanziellen Ausgestaltung des Projekts.

Zusätzliche Frage

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