Länderbericht der Schweiz 2026
Alle vier Jahre ziehen die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen Bilanz zu den Fortschritten und den verbleibenden Herausforderungen bei der Umsetzung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung (SDGs) der Agenda 2030.
Am 13. Mai 2026 hat der Bundesrat den Länderbericht 2026 der Schweiz verabschiedet. Es handelt sich um ein umfassendes Dokument, das gemeinsam mit den Kantonen, Gemeinden, Kreisen aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie der Zivilgesellschaft erarbeitet wurde.
Wo stehen wir also genau?
Zunächst eine Feststellung: In einem internationalen Kontext, der von grossen geopolitischen Unsicherheiten geprägt ist, bleibt die Agenda 2030 ein zentraler Referenzrahmen, um die öffentliche Politik auf eine nachhaltige Entwicklung und damit auf Stabilität auszurichten. Fortschritte sind insbesondere in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Ausbau erneuerbarer Energien und Abbau von Lohnungleichheiten spürbar. In den Bereichen Klima, Biodiversität und Abfälle besteht hingegen weiterhin Handlungsbedarf. Die erzielten Fortschritte sind auch auf zahlreiche Initiativen der Kantone, Städte und Gemeinden zurückzuführen.
Der Bericht im PDF-Format ist hier verfügbar:
Die detaillierten Ergebnisse finden Sie auf der Plattform SDGital2030 .
Prüfung der Umsetzung der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030
Parallel dazu hat die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) die Umsetzung der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 untersucht. Im Mittelpunkt der Prüfung stand die Frage, inwieweit die Strategie dazu beiträgt, die Kohärenz der Sektoralpolitiken zu stärken und die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung stärker in die Tätigkeiten des Bundes zu integrieren.
Das Wesentliche in Kürze:
- Der Bericht unterstreicht die Bedeutung einer Strategie und eines Aktionsplans, da sie den getroffenen Massnahmen Legitimität verleihen.
- Seit der Verabschiedung der Strategie im Jahr 2021 sind mehrere positive Entwicklungen zu verzeichnen: die Stärkung des strategischen Rahmens, die Festlegung gemeinsamer Schwerpunktthemen für alle Bundesämter sowie die Einführung von vierjährigen Aktionsplänen.
- Zudem werden verschiedene Verbesserungspotenziale aufgezeigt, insbesondere die Vereinfachung der Berichterstattung, eine klarere Festlegung der Umsetzungsprioritäten sowie die Stärkung der Kohärenz zwischen den Sektoralpolitiken.
Insgesamt kann festgehalten werden, dass die Bemühungen der Schweiz zur Stärkung der Umsetzung der nachhaltigen Entwicklung ermutigende Ergebnisse zeitigen. In diesem Zusammenhang plant der Bund, ab Ende 2026 in Zusammenarbeit mit der Tripartiten Konferenz – der politischen Plattform von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden – einen neuen Aktionsplan für den Zeitraum 2028–2031 zu erarbeiten.