Carbon Fri ist eine 2018 in Freiburg gegründete gemeinnützige Stiftung, die Unternehmen und Institutionen auszeichnet, die sich für eine nachhaltige Freiburger Wirtschaft engagieren. Die von der Stiftung gesammelten Mittel werden in lokale Projekte reinvestiert, die auf die Reduzierung der CO₂-Emissionen abzielen.
Gemeinsame CO₂-Bilanz für einen gemeinsam Standort
Um diese Zertifizierung zu erhalten, haben das AfU und das LSVW eine gemeinsame CO₂-Bilanz ihrer Tätigkeiten für das Jahr 2023 erstellt. Dieser Ansatz ergab sich ganz natürlich, da beide Ämter dasselbe Gebäude in Givisiez nutzen und verschiedene Infrastrukturen und Dienstleistungen gemeinsam nutzen, insbesondere die Gemeinschaftsverpflegung sowie einen Teil der Labore.
Für das AfU stellt die Auszeichnung die Fortführung eines Prozesses dar, der mit einer ersten Zertifizierung im Jahr 2020 begonnen wurde. Für das LSVW handelt es sich hingegen um eine erstmalige Bewertung. Die Erstellung einer gemeinsamen Bilanz ermöglicht einen umfassenderen Überblick über die CO₂-Emissionen sämtlicher Aktivitäten am Standort.
Umfassendere Bewertung
Die CO₂-Bilanz 2023 beläuft sich auf insgesamt 398,9 Tonnen CO₂. Im Vergleich zur früheren Bilanz des AfU fällt die neue Bewertung deutlich umfassender aus, da zusätzliche Emissionskategorien berücksichtigt wurden. Dazu gehören insbesondere die Gemeinschaftsverpflegung vor Ort sowie die Verbrauchsmaterialien und Laboraktivitäten.
Die Analyse zeigt folgende Hauptquellen der Emissionen auf:
- Pendlerverkehr: 37 %
- Verbrauchsmaterialien, hauptsächlich im Zusammenhang mit den Laboraktivitäten: 23 %
- Berufsfahrten : 11 %
- Gemeinschaftsverpflegung: 10 %
Dank dieser Ergebnisse können diejenigen Bereiche identifiziert werden, in denen weitere Massnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen prioritär umgesetzt werden sollen.
Bereits umgesetzte konkrete Massnahmen
Die beiden Ämter setzen seit mehreren Jahren verschiedene Massnahmen zur Verringerung ihrer Umweltbelastung um. Dazu gehören insbesondere:
- die Installation von Batterien, welche die von den Photovoltaikanlagen auf den Nebengebäuden erzeugte Energie speichern und für den Eigenverbrauch am Standort EVA wieder einspeisen;
- die Erhöhung der Anzahl Veloparkplätze durch die Installation zusätzlicher Veloständer;
- die Bepflanzung der Umgebung des Gebäudes mit Bäumen, um zusätzliche Schattenbereiche zu schaffen, die Auswirkungen von Hitze auf Räumlichkeiten und exponierte Fassaden zu begrenzen und im Sinne der Anpassung an den Klimawandel einen natürlichen Sonnenschutz zu bieten.
Engagement fortsetzen
Die beiden Ämter beabsichtigen, ihr Engagement zur Verringerung ihres CO₂-Fussabdrucks fortzusetzen. Zu den vorgesehenen Massnahmen gehören insbesondere die Installation einer zusätzlichen öffentlichen Ladestation für Elektrofahrzeuge der Mitarbeitenden sowie die Durchführung einer jährlichen Sensibilisierungskampagne zum Energiesparen.
Das AfU und das LSVW prüfen zudem weitere Massnahmen, um die durch ihre Tätigkeiten verursachten Emissionen weiter zu reduzieren und zur Erreichung der kantonalen Ziele im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz beizutragen.